Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Was auch immer Synodalität sein soll
  8. „Warum bin ich Christ“
  9. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  13. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  14. Was eine Messe wiegt
  15. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender

Berlin-Kreuzberg: Diskriminierung statt Religionsfreiheit

3. September 2013 in Deutschland, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Berliner regierender Bürgermeister Klaus Wowereit: „Ich habe das mit Entsetzen gehört. Man hat den Eindruck, Kreuzberg soll mit solch blödsinnigen Beschlüssen zum atheistischen Bezirk gemacht werden.“ Von Petra Lorleberg


Berlin (kath.net/pl) Im Berliner Stadtteil Kreuzberg wurde vom Bezirksamt muslimischen Mitbürgern ein Straßenfest zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan erst erlaubt, als es in „Sommerfest“ umbenannt wurde - in Kreuzberg ist immerhin jeder vierte Mitbürger muslimischen Glaubens. Parallel erhielt auch der Weihnachtsmarkt am Spreewaldplatz erst die Genehmigung, nachdem er „Winterfest“ benannt wurde. Nach Angaben der Tageszeitung „Berliner Kurier“ sei für beide Entscheidungen Ordnungsstadtrat Peter Beckers (SPD) verantwortlich. Dieser sagte gegenüber dem „Berliner Kurier“, dass er von der Weihnachtsmarkt-Sache nichts wisse, ebensowenig vom Umbenennungsunsinn. Doch gebe es insgesamt schon zu viele Feste in Kreuzberg (150 pro Jahr) „wenn man dann noch einer Religionsgruppe ein Fest erlaubt, muss man auch allen anderen ihre Feste erlauben.“ Timur Husein, CDU-Fraktionsvize im Bezirksparlament, kritisierte daraufhin: „Der Bezirk zeigt sich so gern Multikulti. Doch wenn es um die Religion geht, hört es mit Multikulti auf“, schrieb der „Berliner Kurier“.


Inzwischen haben sich bereits die Berliner Bischöfe geäußert. Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Berlin, erklärte, dass ihm sehr an einem gedeihlichen Zusammenleben aller Kulturen, Religionen und Weltanschauungen liege. Weiters wies er darauf hin, dass das Christentum aber auch den Anspruch erhebe, öffentlich zu sein. Darüber berichtete Radio Vatikan.

Ebenso betonte auch der evangelische Bischof Markus Dröge bei einer Predigt am vergangenen Sonntag gemäß Medienberichten: „Wir werden unsere Feste weiterhin offen und öffentlich feiern“, „wir werden weiter unsere Botschaft öffentlich ausrichten an alles Volk, so wie es sich die Bekennende Kirche in der Nazizeit erstritten hat, so wie es die evangelische Kirche in der DDR verteidigt hat und dadurch zur friedlichen Revolution beigetragen hat. So werden wir dieses Recht auch heute verteidigen, wenn die Religion zur Privatsache gemacht werden soll.“

Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin und SPD-Politiker, äußerte gegenüber der „Bild“: „Ich habe das mit Entsetzen gehört. Man hat den Eindruck, Kreuzberg soll mit solch blödsinnigen Beschlüssen zum atheistischen Bezirk gemacht werden. Der Ausschluss von religiös ehrenamtlich Engagierten bei Ehrungen war schon nicht nachvollziehbar“, und das „Verbot von religiösen Veranstaltungen“ sei „für eine Stadt der Vielfalt schwer ertragbar“.

Der Nachbar-Bezirk Mitte hat ebenfalls kein Verständnis für die Probleme in Kreuzberg. Der dortige Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) äußerte gegenüber der „Bild“: „Ich halte es für richtig, dass Religion Orte in der Öffentlichkeit hat. Am Pariser Platz wird ein Weihnachts- und kein ‚Jahresendbaum‘ stehen und vor dem Brandenburger Tor hoffentlich wieder der größte Chanukka-Leuchter. Es ist ein Zeichen, dass wir zusammenleben.“

Der Autorin auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Religionsfreiheit

  1. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  2. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  3. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  4. US-Stadt Louisville zahlt 800.000 Dollar an christliche Fotografin
  5. Katholische Bischöfe Kanadas: Gesetz gegen "Hass" gefährdet Religionsfreiheit
  6. Nicaraguas Regierung verbietet Kreuzweg-Prozessionen
  7. Großbritannien: Christlicher Pastor wegen Kritik am Islam und an Transgender verhaftet
  8. Religionsfreiheit in den USA: Florida schneidet am besten ab
  9. Warnung vor Einschränkung der Religionsfreiheit in den USA
  10. Nicaragua: Ortegas Regime schließt Radio Maria







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  3. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  4. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  5. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  6. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  7. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  10. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  11. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  12. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  13. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  14. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  15. Papst Leo feiert Hl. Messe im Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz