Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wie Papst Franziskus mit den deutschen Bischöfen umgegangen ist, war eine Meisterleistung“
  2. Homosexualität: Gott-gewollt oder Darwinischer Irrtum?
  3. Zitat: „Explizit wie nie zuvor wird Vielfalt in kirchlichen Einrichtungen als Bereicherung anerkannt
  4. Callboys, Nutten und Drogenjunkies - Wie wärs mit einem (Neben-)Job in der ‚deutschen Kirche‘?
  5. "Maßgebliche Kritiker sprechen offen von einem latenten Schisma"!
  6. Deutsche Bischöfe kehren angeschlagen aus Rom zurück
  7. Daniel Deckers wittert einen Eklat: Der Papst habe die deutschen Bischöfe „düpiert“
  8. Der verunglückte Rombesuch der deutschen Bischöfe
  9. Papst an Theologen: Kreative Treue zu Tradition bei Gender-Thema
  10. Roma locuta causa finita
  11. Bitte unterstützen Sie kath.net (nicht nur vor Weihnachten) via AmazonSmile-Programm
  12. Italien: "Singende Nonne" Suor Cristina ist aus ihrem Orden ausgetreten
  13. Nach dem Ad-limina-Besuch – Deutsche Bischöfe sitzen in der selbstgestellten Falle
  14. Hat Kardinal Marx dem Papst erneut den Rücktritt angeboten?
  15. "Bei den einen ist das todesmutig, bei den anderen ganz und gar nicht"

Gebt dem Frieden eine Chance

28. August 2013 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Patriarch warnt vor militärischer Intervention in Syrien. Von John Pontifex (Kirche in Not)


Königstein/Wien (kath.net/KIN) Eine militärische Intervention des Westens gegen das Assad-Regime in Syrien wäre verheerend, so das Oberhaupt der melkitisch-katholischen Kirche in Syrien, Patriarch Gregor III. Laham (Foto), dessen Worten zufolge niemand sicher sein kann, wer für den Chemiewaffen-Angriff in der vergangenen Woche verantwortlich war.

Patriarch Gregor III. Laham von Antiochien, Oberhaupt der melkitisch-katholischen Kirche, meldete sich aus dem Libanon zu Wort, nachdem er sich im Rahmen seiner pastoralen Aufgabe in der konfliktgeschüttelten syrischen Hauptstadt Damaskus aufgehalten hatte. Wie der Patriarch betonte, seien trotz des anhaltenden Konflikts Initiativen zur Versöhnung nach wie vor realisierbar und sollten für alle Länder, die sich mit der Krise auseinandersetzten, oberste Priorität haben.

Während des Interviews mit dem internationalen katholischen Hilfswerk "Kirche in Not" am Dienstag, 27.8., brachte der Patriarch seine Zweifel hinsichtlich der Glaubwürdigkeit eines Teils der Beweise, die aus den Konfliktherden Syriens zu Tage treten, zum Ausdruck. Er sagte: "Wer kann jetzt wissen, wer hinter dem Chemiewaffen-Angriff steckte."

Weiter kritisierte er die Syrien-Politik der USA: "Man sollte nicht an einem Tag die Regierung anklagen und am nächsten Tag die Opposition. Damit schürt man Gewalt und Hass." Auch heizten die Amerikaner "die Situation seit zwei Jahren an."

Während der Patriarch die Chemiewaffen-Angriffe verurteilte, zeigte er sich darüber besorgt, dass ausländische Kämpfer nach Syrien kämen, ein Problem, das seinen Worten zu Folge durch die ins Land strömenden Waffen noch verschlimmert würde. Handlungen, die der Patriarch als "unmoralisch" bezeichnete.

Er sagte: "Viele Menschen kommen aus dem Ausland nach Syrien, um im Land zu kämpfen. Diese Kämpfer fördern den Fundamentalismus und Islamismus."

Nach Ansicht von Patriarch Gregor III. Laham sollten die USA, Russland und andere Weltmächte einen Friedensplan aufstellen. "Es ist an der Zeit, den Waffeneinsatz zu beenden und anstatt zur Gewalt aufzurufen, sollten die internationalen Mächte sich für den Frieden einsetzen."
Patriarch Gregor III. Laham, der im Rahmen seiner Syrien-Reise am Sonntag, 25. August, drei Bischöfe geweiht hatte, beschrieb die Lage in seinem Land als "tragisch". Wie der Patriarch erklärte, seien 450.000 syrische Christen - beinahe ein Drittel aller Christen im Land - entweder Binnenflüchtlinge oder ins Ausland geflüchtet.

Darüber hinaus wies er auf die Probleme in Damaskus hin, dem bisherigen Zufluchtsort für Christen und andere Flüchtlinge aus Homs und anderen Gebieten im Norden der Hauptstadt, die unter besonders schweren Akten der Gewalt zu leiden haben.

Und der Patriarch berichtete, dass am Nachmittag des 27. August, kurz nachdem er das Land verlassen hatte, zwei Bomben über der Altstadt von Damaskus abgeworfen wurden. In beiden Fällen ganz in der Nähe des Amtssitzes des Patriarchats der melkitisch-katholischen Kirche.
Ein Sprengkörper fiel auf ein nur 10 m vom Patriarchat entferntes Pfadfinderzentrum. Zwei unbeteiligte Passanten kamen ums Leben, Kinder wurden nicht verletzt.

Der Patriarch: "Wir wissen nicht, ob die Attentäter auf die Kirchen zielen. Es könnte sein, dass wir angegriffen werden, weil in der Nähe eine Militärbasis ist." "Die Extremisten wollen Hass zwischen den Christen und den verschiedenen muslimischen Glaubensbewegungen schüren."

Patriarch Gregor III. Laham wies auf die Arbeit einer Ende 2011 ins Leben gerufenen Hilfseinrichtung des melkitisch-katholischen Patriarchats hin. Sie versorgt heute 2.800 vertriebenen Familien mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Hilfsleistungen. "Die Straße von Beirut nach Damaskus ist normalerweise sicher, aber wenn man erst einmal in Damaskus ist, wird es sehr schwierig. In Damaskus kann man jederzeit von einer Bombe getroffen werden."

Erneut rief der Patriarch zum Gebet auf und erklärte: "Wir sind froh, dass unser Volk auf diese Situation mit dem Gebet antwortet. Während der gesamten Krisenzeit sind unsere Kirchen fast bis zum letzten Platz gefüllt." "Die Menschen spüren, dass Gott trotz aller Probleme Wunder für sie bewirkt - vielen wurde das Leben geschenkt."

"Es herrscht eine Mischung aus Hoffnung und Verzweiflung. Die Menschen wissen nicht, wie ihre Zukunft aussehen wird. Sie machen sich große Sorgen um ihre Kinder und um verletzliche Menschen - auch behinderte Menschen."

"Die Menschen haben Angst, aber trotzdem sind sie stark in ihrem Glauben."
___________________________________

KIRCHE IN NOT ist ein internationales katholisches Hilfswerk. Das Werk leistet weltweit geistliche und materielle Hilfe für Christen,
die wegen ihres Glaubens bedroht oder verfolgt werden.

Österreich:
KIRCHE IN NOT
Hernalser Hauptstraße 55/1/8
1172 Wien
Tel: +43(1) 405 25 53
E-Mail: [email protected]
Spendenkonto: Kirche in Not / Ostpriesterhilfe, PSK, Konto-Nr. 92.065.338, BLZ 60.000.

Online spenden: Kirche in Not: Spendenform

www.kirche-in-not.at


Deutschland:
Kirche in Not Deutschland


Schweiz:
Kirche in Not Schweiz

Foto Gregor III. Laham, Patriarch der melkitisch-katholischen Kirche © KIRCHE IN NOT


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Agent 29. August 2013 

@ Prophylaxe: Die vielen Infos, werden gleich mal recherchiert und approbiert ;). vielen Dank.


0
 
 Prophylaxe 29. August 2013 
 

Bush junior

wurde im US- System bei seiner ersten Präsidentschaft eben nicht gewählt, sondern bekam weniger Stimmen, aber mehr Stimmbezirke.
Das hinderte ihn nicht an einem Angriffskrieg gegen den Irak, um zu verhindern, dass das Wissen an die Öffentlichkeit kommt, dass sein Familienclan beste Beziehungen zu den bin Ladens unterhielt.
Wie fast alle 9/11- Terroristen kamen diese aus Saudi- Arabien. In der US- Öffentlichkeit, die sich nicht durch Geographiekenntnisse auszeichnet oder registrieren würde, was in der Welt so geschieht, meinte aber die Mehrheit, Saddam Hussein stünde hinter den Anschlägen. Dabei waren er und AlKaida sich so spinnefeind wie heute Assad und AlKaida.
Für diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf den Irak, der 1 Mio. Tote forderte, ließ sich Bush Immunität richterlich ausstellen und benutzte das Wort ''Kreuzzug'', damit automatisch alle Christen des Irak auf Seiten des Westens stünden. Zur Folge hatte dies die weitgehende Ausrottung der irakischen Christenheit.


1
 
 Agent 29. August 2013 

Achjah

Wieso sollte ein demokratisch legitimierter Regent automatisch ein guter sein? HItler wurde zu Beginn auch demokratisch legitimiert - um diese Schuld wird sich das deutsche Volk nie drücken können! - und war er dadurch automatisch besser? Ob ein Gesetzgeber gut ist, hängt davon ab ob er die Würde jedes Menschen respektiert.


0
 
 Prophylaxe 29. August 2013 
 

Sag mir doch Neddy

was der Amerikanismus Gutes für die Welt hervorgebracht hat, außer dass er zunehmend seine ''Werte'' mit dem Schwert verbreitet.
( nicht zufällig sind dies mit dem sunnitischen Gottesstaat Saudi- Arabien verbündet, aus dem Mohammed entstammt, wobei ein byzantinischer Kaiser dasselbe über diesen sagte )
Sehr seltsam auch, dass Frau Clinton auf youtube zu sehen, offen zugibt, dass AlKaida ein Produkt der USA ist.
Wenn Vortragen von Tatsachen Antiamerikanismus ist, dass fühle ich mich in dieser Schublade sehr wohl.


1
 
 Agent 29. August 2013 

Parallelen ziehen

Das ist kein Antiamerikanismus, der Schreiber dieser Zeilen hat keinen Grund dazu, da selbst Familie aus dem neuen Kontinent besitzend...
Sie werden doch zugeben müssen, dass es erstaunliche Parallelen zu den Massenvernichtungswaffen im Irak gibt. Der Sadam Hussein, den George Bush senior hatte laufen lassen, war plötzlich der Teufel in Person. Dass er das auch war, hatte die USA, solange er mitspielte, Dekaden lang eben nicht interessiert.
Und nun wird plötzlich nachdem ein Pipelineprojekt mit Qatar an Assad zu scheitern droht, der neue Böseweicht auf der Achse des Bösen entdeckt, mit chemischen Waffen natürlich...
Davon abgesehen: Sie werden doch wohl nicht ernsthaft glauben, dass die Rebellen, die der gesamte Westen - also samt EU- unterstützt, rein gar nichts mit Blutbädern und chemischen Waffen zu tun haben könnten.


1
 
 Neddy 28. August 2013 

Erstaunlich...

...dass der Schlächter von Syrien, al-Assad, der seit nunmehr fast zwei Jahren, die Menschen in seinem Lande brutal niedermetzelt und jedes Verhandeln mit Oppositionellen stets abgelehnt hat und, von lupenreinen Demokraten aus Moskau und Peking gestützt UND! geschützt sich reichlichst mit Waffen aus Russland und China eindeckt, um seinen Krieg gegen die eigene Bevölkerung führen zu können, dass dieser Diktator hier so vehement gegen die angeblichen "westlichen Kriegstreiber" - nebenbei: allesamt demokratisch ins Amt gewählte Personen aus dem Volk - verteidigt wird. Schauderhaft, wie hier versucht wird, den USA alle möglichen Schlechtigkeiten zu unterstellen. Hier wird offener Antiamerikanismus in das Deckmäntelchen angeblicher Christlichkeit gehüllt, und das noch nicht mal gut. Die Ursache für den Chemiewaffeneinsatz liegt nicht bei irgendeiner Unbekannten, sondern letztlich bei dem, der für dieses Gemetzel und ein zerissenes Land verantwortlich ist - al-Assad. Er ist nicht der Gute!


0
 
 Agent 28. August 2013 

@Prophylaxe Sie sagen es. Und auch hier gilt es, abseits der Schlagzeilen genau festzuhalten was

und WOHER man etwas hat!
Genau! Nur was tun wenn die mächtigsten der Welt, sprich die USA, eben diesen Krieg wollen? Siehe Irakkrieg! Was sie wollen, das bekommen sie! Hoffentlich wird die Faktenlage wirklich frei von Interessen und politischem Druck aus den USA durch die UN-Inspekteure gecheckt. Und diese sind noch nicht fertig, wie einige reißerische Schlagzeilen wieder glauben machen wollen. Die USA -welch ein Wunder, wenn sie doch den Angriff wollen- sind fest von der Schuld Assads überzeugt- da habt ihr ihn den Beweis... wie überaus objektiv von einigen Journalisten.

Da ist die Welt weniger reißerisch:

http://www.welt.de/politik/ausland/article119463200/UN-Inspektoren-finden-Hinweise-auf-Chemiewaffen.html

Und für echte Entwicklungen:

http://www.unmultimedia.org/radio/english/category/features/todays-features/

Auf reuters übrigens, den Text genau lesen, es muss nämlich gebracht werden woher Angaben kommen, bitte darauf besonders achten:
http://de.reuters.com/news/world


0
 
 Prophylaxe 28. August 2013 
 

es wird Zeit

dass die Christen weltweit sich mit den friedliebenden Menschen vor Ort verbünden und gegen die westlichen Kriegstreiber aufstehen,die noch mehr Islamismus vor Ort wollen.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Syrien

  1. Syrien: Erster christlicher Gottesdienst in Idlib seit 10 Jahren
  2. Libanon und Syrien: „Die Menschen versuchen, mit einem US-Dollar pro Tag zu überleben“
  3. Zehn Jahre Syrienkonflikt: „Kirche in Not“ fordert Erleichterungen für humanitäre Hilfen
  4. Syrien: Homs hat einen neuen syrisch-orthodoxen Erzbischof
  5. Syrien: Wiederaufgebaute maronitische Kathedrale von Aleppo eingeweiht
  6. Christen in Syrien verlangen Aufhebung der westlichen Sanktionen
  7. Syrien: Neun Jahre Krieg – und nun auch noch das Virus
  8. Chaldäer-Bischof betont: "In Aleppo wird gefeiert"
  9. Pfarrer von Aleppo: Papstappell ein großer Trost für uns
  10. Türkische Militäroperation: Christen zwischen allen Fronten







Top-15

meist-gelesen

  1. Warum Sie am 2. April 2023 am Abend in Krakau sein sollten!
  2. „Wie Papst Franziskus mit den deutschen Bischöfen umgegangen ist, war eine Meisterleistung“
  3. Bitte unterstützen Sie kath.net (nicht nur vor Weihnachten) via AmazonSmile-Programm
  4. Daniel Deckers wittert einen Eklat: Der Papst habe die deutschen Bischöfe „düpiert“
  5. Eine einmalige kath.net-Reise ans Ende der Welt - NORDKAP + LOFOTEN
  6. Deutsche Bischöfe kehren angeschlagen aus Rom zurück
  7. Der verunglückte Rombesuch der deutschen Bischöfe
  8. "Maßgebliche Kritiker sprechen offen von einem latenten Schisma"!
  9. Homosexualität: Gott-gewollt oder Darwinischer Irrtum?
  10. Italien: "Singende Nonne" Suor Cristina ist aus ihrem Orden ausgetreten
  11. Callboys, Nutten und Drogenjunkies - Wie wärs mit einem (Neben-)Job in der ‚deutschen Kirche‘?
  12. Nach dem Ad-limina-Besuch – Deutsche Bischöfe sitzen in der selbstgestellten Falle
  13. Roma locuta causa finita
  14. "Gott bewahre mich vor jemand, der nur EIN Büchlein gelesen hat" (Thomas von Aquin)
  15. Zitat: „Explizit wie nie zuvor wird Vielfalt in kirchlichen Einrichtungen als Bereicherung anerkannt

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz