Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Jason ODER wenn man sich für Österreich schämt!
  2. IMABE-Institut: Neuer Proteinimpfstoff ethisch vertretbar
  3. Etikettenschwindel auf Kosten des ungeborenen Lebens – Das Dilemma mit Covid-19-Impfstoffen!
  4. BREAKING NEWS - Facebook sperrt kath.net-Co-Herausgeber Christof Zellenberg nach Urlaubsvideo
  5. „Das ist die Stoßrichtung. Es geht um Diskreditierung“
  6. Es tauchen Fragen zu katholischer ‚Faktenchecker’-Seite auf
  7. Plus 38,6 Prozent - Höchste Austrittszahlen in Österreich bei Bischof Glettler
  8. Neuer Eklat beim Synodalen Weg: Leitung setzt sich über protokollierte Delegierten-Absprachen hinweg
  9. Streit um schwule Transgender-Krippe in katholischer Pfarrkirche im Erzbistum Köln
  10. Erzbischof Paglia empfiehlt Covid-Impfung für Kinder ab 5 Jahren
  11. US-Universität: Die umstrittene George-Floyd-Ikone soll nicht mehr ausgestellt werden
  12. Tirol: 225-Jahr-Jubiläum der Marienerscheinung von Absam
  13. Covid-Irrsinn in Süditalien: Keine Eucharistie von ungeimpften Priestern mehr
  14. Die Mär vom Priestermangel – und warum „viri probati“ keine Alternative für die Kirche sind
  15. Neue US-Studie zeigt: Ehen ohne voreheliches Zusammenleben halten besser

Wo sexueller Missbrauch als fortschrittlich galt

4. Juni 2013 in Chronik, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Missbrauchsvorfälle: Evangelische Pfarrer bauten mit Alkohol Hemmschwellen bei Jugendlichen ab, schürten Konflikte mit den Eltern und schufen eine Atmosphäre, in der sexuelle Kontakte mit Seelsorgern als normal erschienen


Ahrensburg (kath.net/idea) Einzelne nordelbische Pfarrer versteckten den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen in den siebziger und achtziger Jahren hinter einer „Maske von Fortschrittlichkeit und Liberalität“. Oft hätten sie Hemmschwellen der Jugendlichen mit Alkohol abgebaut und Konflikte mit den Eltern geschürt, um ihre Umtriebe zu verbergen. So sei eine Atmosphäre geschaffen worden, in der sexuelle Kontakte mit Seelsorgern als normal erschienen, berichtete jetzt der Hamburger Erziehungswissenschaftler Dirk Bange. Er gehört einer unabhängigen Expertenkommission an, die die Nordkirche im vorigen Jahr zur Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der Kirchengemeinde von Ahrensburg bei Hamburg eingesetzt hatte.

Vor drei Jahren war ans Licht gekommen, dass der frühere Pfarrer Gert-Dietrich Kohl sich an mindestens 13 Minderjährigen vergangen hatte, darunter auch an seinen Stiefsöhnen. Sein Kollege Friedrich H. soll die Taten gedeckt und selbst intime Beziehungen zu einer 17- und einer 18-Jährigen unterhalten haben. Strafrechtlich sind die Vergehen verjährt. Kohl kam einem Rauswurf aus der Kirche zuvor, indem er selbst seine Entlassung beantragte. Das kirchliche Disziplinarverfahren gegen H. ist noch nicht abgeschlossen. Ein Kirchengericht hatte es eingestellt, doch das Landeskirchenamt legte Rechtsmittel wegen Befangenheit der Richter ein. Das Gremium ist inzwischen zurückgetreten.

Sie wollten es nicht wahrhaben

Die Expertenkommission, die Gespräche mit Betroffenen geführt hat, bestätigt die Missbrauchsfälle. Außerdem deckte sie Mängel bei der Kirchenaufsicht auf. Es habe unter anderem an einer klaren Regelung gemangelt, die sexuelle Kontakte untersage, so Bange. Inzwischen hat sich die Kirche zu einer schonungslosen Aufarbeitung verpflichtet.

Die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs sagte, es habe bei kirchlichen Mitarbeitern einen „Reflex des Nicht-Wahrhaben-Wollens“ gegeben. Dass der Missbrauch hinter einer „Maske der Fortschrittlichkeit“ geschehen sei, habe die Kirche getroffen. Anselm Kohn, Vorsitzender des Vereins „Missbrauch in Ahrensburg“, kündigte an, dass sich die vor drei Jahren gegründete Organisation am 22. Juni auflösen werde. Der Verein könne jetzt die Verantwortung weitergeben.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Talmid Jeschua 15. Juli 2013 

bei der EKD...

gibt es wohl auch nichts, was nicht verbrochen wird - das Wunder ist, daß es herauskommt und aufgearbeitet wurde - doch warum löst sich der Verein jetzt plötzlich auf - hat er wirklich keine Aufgabe mehr???

Schalom!


0
 
 Ester 5. Juni 2013 
 

Ich finde Paspt Franziskus

bringt hiermit:

Diese Heuchler, die mit Verlockungen, Schmeicheleien und all so was beginnen, enden dabei, falsche Zeugen zu suchen, um den, den sie bestrickt hatten, anzuklagen

Die Sache auf den Punkt.
Genauso war es und ist es!


0
 
 Grazerin 4. Juni 2013 

Gottes helfende Liebe

zu erleben, ist der Schlüssel zum Glück, das uns die Erlösung schon geschenkt hat.

http://gebsy.myblog.de/gebsy/page/1852983/Nachfrage-Angebot


0
 
 Franz Solan 4. Juni 2013 
 

Unschuldsvermutung

@PPQR - Natürlich gilt die Unschuldsvermutung gegenüber Cohn-Bendit, inwieweit er aktiv geworden ist. Aber die Tatsache, daß er mit seinem dummen Geschwafel wahrscheinlich unzählige Schwachmatiker verführt hat, deren Opfer zu leiden haben, ist doch unübersehbar.


2
 
 @mathi 4. Juni 2013 
 

Für alle Kirchen sowie Nicht Gläubige

Franziskus drängt auf Beharrlichkeit im Kampf gegen sexuellen Missbrauch

Da kann man dem heiligen Vater nur zustimmen und unterstützen.

Es geht doch nur darum die Kinder vor Missbrauch zu schützen, und nicht um Schulduweisungen wer zuerst mit der Aufarbeitung begonnen hat.

Wer frei von Sünde ist ...

Hier müßen alle an einem Strang ziehen egal welcher Konfession oder welcher Partei.

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/Articolo.asp?c=698265
des Internetauftritts von Radio Vatikan


1
 
 PPQR 4. Juni 2013 

Ein Problem ist die ...

so genannte Dunkelziffer. Darunter sind genau die Fälle angesiedelt, die zwar passiert, aber nie zur Anzeige gekommen sind. Sowohl bei den Grünen wie anderswo.
Deshalb gilt auch für Cohn-Bendit die Unschuldsvermutung. Solange ihm der Missbrauch Minderjähriger nicht nachgewiesen wird, kann er sich damit herausreden, dass seine Einlassungen persönliche Phantasien waren und keine Tatsachenbeschreibungen.

Zum Nachlesen für @Waldi:
Expertin: Missbrauch in katholischer und evangelischer Kirche gleich
(http://kath.net/news/36885)
Zwei evangelischen Ex-Bischöfen droht Gerichtsverfahren
(http://kath.net/news/38008)
Sexueller Missbrauch: Evangelische Lehrer und Pastoren mischten mit
(http://kath.net/news/39081)
oder Sophie Dannenberg:
Das bleiche Herz der Revolution


5
 
 PPQR 4. Juni 2013 

Klar,

dass für "die 68er" der Begriff "Sexualmoral" eine unter allen Umständen zu beseitigende bourgeoise Fessel war. Aber der gesamten Bewegung" generell pädophile Neigungen zu unterstellen, trifft nicht zu. Es handelte sich um eine sehr aktive und durchaus einflussreiche Minderheit,
die allerdings von großen Teilen des eigenen Lagers toleriert wurde. Man sollte nicht vergessen, dass es
auch DAVOR Missbrauch gab. Deshalb müssen die Befürchtungen von @marienzweig ernst genommen werden.

Das erschreckende an den damaligen Vorgängen ist die Tatsache, dass - wie @Ester richtig bemerkt - sich auch die moralischen Autoritäten und Instanzen (vom Gesetzgeber bis zu den christl. Kirchen) als anfällig für solches perverses Gedankengut erwiesen haben.
Im "Umgang" mit dem Missbrauch war keiner konsequent. Bei "den 68ern" selbst konnte man das ja auch nicht erwarten.


2
 
 Sterblicher 4. Juni 2013 
 

@Marienzweig, volle Zustimmung

Wenn man alleine die Aktivitäten eines David Hamilton betrachtet, der minderjährige Mädchen mit Zustimmung ihrer Eltern vollkommen nackt in Szene setzte, dann wird man darüber heute nur noch den Kopf schütteln. Diese Filme liefen damals in jedem Dorfkino und später in den 80er Jahren auch im neu entstandenen Privatfernsehen. Erst später, als die ach so freie 68-Generation plötzlich feststellen musste, dass die Übergriffe vor ihren eigenen Kindern nicht halt machten, trat ein Umdenken ein. Wer weiß, was all die schillernden und alternden Protagonisten dieser Zeit so alles angestellt haben, man denke nur an einen Grünen-Politiker, der kürzlich in die Diskussion geraten ist. Man soll sich aber keine Illusionen machen. Die Medien haben kein Interesse an einer schonungslosen Aufdeckung der Vorfälle in allen gesellschaftlichen Bereichen. Sie werden nur dort besonders aktiv, wo es gilt, einer unliebsamen Organisation was am Zeug zu flicken.


2
 
 Waldi 4. Juni 2013 
 

Das hätte mich schon gewaltig gewundert,

wenn die evangelische Kirche da so ungeschoren davon gekommen wäre. Allein die Vertuschungstaktig war wirksamer als bei der katholischen Kirche. Außerdem ist die kirchenamtliche Hemmschwelle bezüglich dem Sündenverständnis in der evangelischen Kirche niedriger angesetzt, als in der katholischen Kirche. Das zeigt sich auch darin: wenn ein evangelischer und ein katholischer Pfarrer Missbrauch begehen, wird die Verwerflichkeit beim katholischen Pfarrer viel unerbittlicher verurteilt, als beim evangelischen. Da wird, zu Unrecht, mit zweierlei Maß gemessen.


3
 
 Marienzweig 4. Juni 2013 

abwarten

Ich denke, wir würden staunen, was alles (noch) unter der Decke gehalten wird.
Das Denken der damaligen Zeit blieb ja nicht in der bloßen Theorie stecken, sondern floss auch in das entsprechende Handeln ein - sicher nicht nur in der katholischen Kirche.
Ob das alles allerdings auch so öffentlich diskutiert, be-urteilt und ver-urteilt wird, darauf darf man wirklich gespannt sein.


1
 
 Ester 4. Juni 2013 
 

Was mich wirklich verwundert

ist die nachgeschobenen Empörung über Dinge die damals doch ganz normal waren.
Man hat alle Zäune und Mauern entfernt und war stolz drauf.
Lest doch mal die Literatur von damals, guggt die Filme!
Was man nur sagen kann, ist das viele Ältere sich offensichtlich nicht vorstellen konnten was geschehen würde, wenn man die Leute machen lassen würde.
Man hat damals jegliche Autorität unter Generalverdacht gestellt, deshalb haben die Autoritäten selbige nicht mehr ausgeübt und sich nicht mehr getraut zu kontrollieren. Man hat junge Leute den Drogen und dem Sex faktisch vorgeworfen und muss jetzt nicht so tun, als sei man entsetzt.
Wobei ich es gut finde, das diese DInge jetzt langsam ins allgemeine Bewusstsein dringen, aber zu sagen ist "An jedem Unfug der geschieht sidn nicht nur die schuld, die ihn begehen, sondern auch die, die ihn nicht verhindern"
Verhindern wollte z.B A Luciani, (JPI) aber er beschreibt auch die merkwürdige katholische Naivität von damals.


1
 
 Wiederkunft 4. Juni 2013 
 

Missbrauch

@ Dismas. Kann ihnen nur zustimmen. In Österreich hörte man in den Medien nur von den Skandalen in der Kath. Kirche. Die hast der Teufel mehr als die anderen Kirchen. Daher dort der größte Angriff. Aber alle Missbrauchsfälle sind schlimm genug und treffen das Herz der Kirche!


1
 
 girsberg74 4. Juni 2013 
 

Man mag das alles nicht glauben

Das eigentlich Schlimme ist, dass das ursprünglich positiv besetzte Wort "Fortschritt" in vielen Bereichen für bald jedes Interesse in Anspruch genommen wurde und immer noch wird, unabhängig vom Inhalt.

Des Teufels Spiel: Wörter umzudeuten, zu missbrauchen.


1
 
 Dismas 4. Juni 2013 

Schlimme Sache

Nun sei mir jede "Schadenfreude" ferne, denn solche Vorrgänge sind traumatisch für die Opfer. Aber hat man nicht kürzlich allen Unrat über die Katholische Kirche bis zum Hl.Vater ausgeschüttet? Kaum einer sprach woher diese Dinge kommen, nämlich aus linksorientierten "fortschrittlichen" Kreisen, die in der ach so gelobten "68er Generation" kulminierten und ihren sittenlosen Schlamm und Unrat über die Gesellschaft, besonders der Jugend auskippten. Aber nun handelt es sich nicht um die Hl.Kirche sondern um Protestanten, dann um GRÜNE, gerade letzteren liegt ja die Mainstreampresse "zu Füßen" und wird sie wohl sehr sanft behandeln....


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Bischof Bonnemain: ‚Aufarbeitung und Prävention sind schmerzhaft’
  2. Kirche in Polen kritisiert staatliche Missbrauchskommission
  3. Ehemaliger Bundesrichter Thomas Fischer kritisiert ‚Dämonisierung’ von Kardinal Woelki
  4. Je mehr man die Sünde verschweigt
  5. Viganò: "Für den McCarrick-Report hat mich der Vatikan nicht als Zeugen geladen"
  6. Drei Päpste und ein korrupter Kardinal
  7. „Standpunkt der US-Bischöfe zur Kommunion/Pro-Abtreibungs-Politiker kam von Ex-Kardinal McCarrick“
  8. "Was soll ein ‚gesunder Generalverdacht gegen Priester‘?"
  9. BDKJ richtet Kommission zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt ein
  10. USA: Gegen Ex-Kardinal McCarrick werden neue ungeheuerliche Vorwürfe erhoben






Top-15

meist-gelesen

  1. Jason ODER wenn man sich für Österreich schämt!
  2. BREAKING NEWS - Facebook sperrt kath.net-Co-Herausgeber Christof Zellenberg nach Urlaubsvideo
  3. „Das ist die Stoßrichtung. Es geht um Diskreditierung“
  4. Streit um schwule Transgender-Krippe in katholischer Pfarrkirche im Erzbistum Köln
  5. Neuer Eklat beim Synodalen Weg: Leitung setzt sich über protokollierte Delegierten-Absprachen hinweg
  6. Etikettenschwindel auf Kosten des ungeborenen Lebens – Das Dilemma mit Covid-19-Impfstoffen!
  7. Die Mär vom Priestermangel – und warum „viri probati“ keine Alternative für die Kirche sind
  8. IMABE-Institut: Neuer Proteinimpfstoff ethisch vertretbar
  9. Plus 38,6 Prozent - Höchste Austrittszahlen in Österreich bei Bischof Glettler
  10. Böswillige Zerstörung an der Grotte in Maria Vesperbild
  11. Es tauchen Fragen zu katholischer ‚Faktenchecker’-Seite auf
  12. Covid-Irrsinn in Süditalien: Keine Eucharistie von ungeimpften Priestern mehr
  13. Demonstrationen gegen Kardinal Cupich nach Einschränkungen für traditionelle Messe
  14. Der politische Kampf gegen die Abtreibung ist verloren
  15. Nicht einmal die Jungfrau Maria 'wollte Priesterin sein'

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz