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Türkei: Behörden wollen byzantinische Kirche in Moschee umwandeln

16. April 2013 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Derzeit wird überlegt, wie man die christlichen Fresken in der Kirche von Trabzon (13. Jahrhundert) während islamischer Gottesdienste wegen des Bilderverbots im Islam mit Vorhängen verhüllen könne


Istanbul (kath.net/KNA/red) Die Behörden in Trabzon im Nordosten der Türkei wollen eine alte byzantinische Kirche für islamische Gottesdienste freigeben. Derzeit werde überlegt, wie man die christlichen Fresken in der Hagia Sophia von Trabzon während islamischer Gottesdienste wegen des Bilderverbots im Islam mit Vorhängen verhüllen könne, berichten türkische Medien am Montag.


Ähnlich wie die Hagia Sophia in Istanbul war der aus dem 13. Jahrhundert stammende Bau in Trabzon als Kirche errichtet, später in eine Moschee umgewandelt und schließlich zum Museum erklärt worden. Im Fall der Istanbuler Hagia Sophia haben die Behörden in den vergangenen Jahren mehrfach die Forderung islamischer Gruppen nach einer Zulassung von islamischen Gottesdiensten in dem Sakralbau abgelehnt.

Im Jahr 2006 war der in der Türkei lebende und wirkende italienische Priester Don Andrea Santoro in einer anderen Kirche in Trabzon ermordet worden. Er betete an einem Sonntag kniend in seiner Kirche, als ihn der 16-jährige Schüler Ouzhan Akdin mit zwei Patronen von hinten erschoss. Als die Geschosse in den Rücken des Priesters eindrangen, hatte Akdin laut ausgerufen: „Allahu akbar”, „Allah ist groߓ, kath.net hat berichtet. Santoros Mutter hat dem Mörder ihres Sohnes vergeben. Der Mörder verbüßt offenbar weiterhin seine 18-jährige Gefängnisstrafe wegen „vorsätzlichen Mordes“.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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