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Bundesländer fordern wesentliche Änderungen an PID-Verordnung

20. Jänner 2013 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
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Gesundheitsminister der Länder fordern u.a. Begrenzung der geplanten PID-Zentren für die sogenannte Präimplantationsdiagnostik (PID) sowie mehr Kompetenzen für die einzurichtenden Ethikkommissionen.


Berlin (kath.net/KNA) Die Bundesländer verlangen vom Bundesgesundheitsministerium grundlegende Änderungen an der Verordnung zum Umgang mit Gentests an Embryonen außerhalb des Mutterleibes. Nach Informationen der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) fordern die Gesundheitsminister der Länder unter anderem eine Begrenzung der geplanten Zentren für die sogenannte Präimplantationsdiagnostik (PID) sowie mehr Kompetenzen für die einzurichtenden Ethikkommissionen. Das Bundeskabinett hatte die Verordnung im November beschlossen, nun muss ihr noch der Bundesrat zustimmen. Kommt es zu keiner Einigung, bleibt die PID nach dem Gesetz weiter verboten.


Der Bundestag hatte die PID 2011 für Paare zugelassen, die eine Veranlagung für eine schwerwiegende Erbkrankheit in sich tragen oder mit einer Tot- oder Fehlgeburt rechnen müssen. Ohne Verordnung darf die PID nicht durchgeführt werden. Nachdem der Gesundheitsausschuss des Bundesrats Mitte der Woche getagt hat, wird die Länderkammer voraussichtlich am 1. Februar über die entsprechenden Anträge der Länder abstimmen.

Der bayerische Gesundheitsminister Marcel Huber (CSU) erklärte auf Anfrage, die PID dürfe nur Anwendung finden, sofern sie «zwingend notwendig» sei. «So fordern wir, die Zahl der PID-Zentren zu beschränken. Auch die Anzahl der Ethikkommissionen muss niedrig gehalten werden: Wir wollen keinen Medizintourismus auf Kosten des Lebens», sagte der Minister. «Der Schutz des ungeborenen Lebens muss oberste Priorität haben.»

Unions-Fraktions-Vize Johannes Singhammer (CSU) bekräftigte seine Kritik an der Vorlage aus dem Haus von Bundesgesundheitsminister Daniel Bar (FDP). «Die vorliegende Verordnung wird dem Ausnahmecharakter der PID nicht gerecht», sagte Singhammer der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). «Vielmehr ist entgegen der Intention des Gesetzgebers eine erhebliche Ausweitung zu befürchten.» Er äußerte die Hoffnung, dass der Bundesrat mit seinem Votum «dem Willen des Gesetzgebers wieder Geltung verschafft». Zugleich kündigte er ein gemeinsames Schreiben von sieben Abgeordneten aus allen Fraktionen an, um diesem Anliegen Nachdruck zu verleihen.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Anfaenger 20. Jänner 2013 

zu befürchten ist auch

was ein Aphoristiker so formulierte:

Ethikkommissionen sind die Nachhut
auf dem Rückzug der Moral.


3

0
 
 Martin de Tours 20. Jänner 2013 
 

@Marienzweig

Sehr geehrte Damen,
nein, ich schätze Ihre Einstellung keineswegs als pessimistisch sondern als sehr realistisch ein. Wie C. G. Jung treffend darauf hingewiesen hat, dass nach dem \"Tod Gottes\" (Nietzsche) zwangsläufig der \"Übermensch\" erscheint. Auch er vergeht.

Die Selektion der Leben, die Leben dürfen, ist ein Indiz für das Wirken des \"Übermenschen\" = Wertung ohne Anerkennung einer Transzendenz. Irgendwann eliminiert der Mensch sich daher selbst.

Wie verlogen die Abtreibungsmoral ist, sehe ich - nur ein Beispiel - aus der Abspaltung der (uralten) Erkenntnis über das Leben des Ungeborenen, das uns ja bis zum Kitsch bildhaft als Fötenreaktionen via Kamera vorgeführt wird. Gleichzeitig spaltet man die Botschaft des Gesehenen ab, wenn dieses \"köstliche Wesen\" abgetrieben wird.

Gleichzeitig sollen wir nachdenklich erschauern, wenn wissenschaftlich dem zu kochenden Hummer Schmerzempfindung attestiert wird! (Bericht dieser Tage auf welt.onlin


3

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 Marienzweig 20. Jänner 2013 

Der Weg ist bereits vorgezeichnet.

Ich befürchte, die PID wird den selben Weg gehen wie sie bei der Abtreibung festzustellen ist.
Sie wird zur Normalität werden, auch wenn dies heute noch bestritten wird.
Schlimm wäre es, wenn wir uns einmal daran gewöhnt hätten!
Doch an wie vieles haben wir uns schon gewöhnt und angepasst, das lebensfeindliche Prinzip dahinter fällt uns kaum mehr auf.

Ich geb´s ja zu, in einigen -nicht in allen- Bereichen bin ich Pessimistin.
Oder ist es einfach nur Realismus, der mich um die zukünftige Handhabung der PID befürchten lässt?


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