Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  4. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  5. Wahrheit ist heilsrelevant
  6. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  7. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  8. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  9. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  10. Papst an Pfadfinder: „Ihr verbindet auf kluge Weise das Buch der Natur mit dem Wort Gottes“
  11. Schönborn: Glaube braucht Tradition und kirchliche Einheit
  12. Die große Kraft der Marienverehrung in der Endzeit
  13. "Ich glaube, dass ich glaube"
  14. Früherer Zeremoniär: Johannes Paul II. verband Humor und Spiritualität
  15. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“

Johannes Paul II: Schauspieler und Literat ging ins Priesterseminar

12. April 2011 in Buchtipp, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Jeden Dienstag im April auf kath.net exklusive Leseproben aus dem neuen Buch von Alexander Kissler über den Seligen Johannes Paul II.


München (kath.net)
Pünktlich zur Seligsprechung Papst Johannes Pauls II. erinnert Focusredakteur Alexander Kissler in seinem einfühlsamen Essay an diesen großen Kirchenmann. Er ruft das spirituelle Vermächtnis des Papstes und seine wichtigsten religiösen wie weltpolitischen Initiativen ins Gedächtnis. Dessen intensive Hinwendung zur Jugend, die tiefe Wertschätzung der Juden, die Offenheit im Umgang mit den anderen Religionen und Bekenntnissen, vor allem aber die mutige Gelassenheit im Verkünden der christlichen Wahrheit bleiben weiterhin fruchtbar. Ein Buch der Erinnerung und Verehrung mit vielen Fotos und Originalzitaten des Papstes.

Kath.net veröffentlich jeden Dienstag im April zur Einstimmung auf die Seligsprechung einen Auszug aus dem neuen Buch:

TEIL II

Am Beginn seines Lebensweges war Karol, genannt Lolek, ein talentierter Fußballtorwart, ein leidenschaftlicher Schauspieler, ein Dramatiker und ein Mensch im Untergrund, fast ohne Familie. „Mit 20 Jahren“, sagte er damals, „habe ich schon alle verloren, die ich liebhabe.“ Man schrieb das Jahr 1941, sein Vater war gerade gestorben. Die Mutter hatte ihn und das irdische Dasein bereits 1929 – er selbst war noch keine neun Jahre alt – verlassen, sein Bruder Edmund war 1932, gerade 26-jährig, gefolgt. Und nun blieb Karol auch der Heimgang des Vaters, mit dem er 1938 von Wadowice nach Krakau umgezogen war, nicht erspart.


In Krakau herrschten mittlerweile die deutschen Besatzer; Hans Frank war der brutale nationalsozialistische Statthalter im neuen „Generalgouvernement“. Die Deutschen wollten die Juden, den Adel, den katholischen Klerus beseitigen. Die Zwangsarbeit traf auch den Literaturstudenten Karol. Im Steinbruch von Zakrzówek war er erst Handlanger, dann Assistent des Sprengmeisters, zog den Schotter von der Grube zu den Eisenbahnwaggons. Abends trug er selbstverfasste Gedichte vor oder traf sich mit den Freunden vom „Rhapsodischen Theater“, um in abgedunkelten, blickdicht verschlossenen Privatwohnungen in fremde Rollen zu schlüpfen. Subversiven Charakter hatten diese riskanten Liebhaberaufführungen. Dass die polnische Kultur weiterlebe auch unter den Stiefeltritten der deutschen Besatzer, sollten sie verbürgen.

Im August 1944 trat der fromme Schöngeist dem geheimen Priesterseminar bei. Seine Künstlerfreunde reagierten mit Unverständnis. Habe Gott ihm etwa nicht das große Geschenk der Schauspielkunst anvertraut? Karol aber beugte die Knie und schrieb, er „glaube, dass unsere Befreiung die Pforte Christi sein muss“.

Die ersten Stücke des Jungdramatikers lauteten „Hiob“ und „Jeremias“. In beiden verband er die alttestamentliche Heilszusage mit den Bedrängnissen der polnischen Geschichte. Eine Hochschätzung der gesamten Bibel spricht daraus wie auch der später für den Papst so zentrale doppelte Blick auf die Geschichte. Immer eben ist diese in Johannes Pauls Perspektive beides, Heilsgeschichte im Angesicht Gottes und Unheilsgeschehen dank menschlicher Niedertracht. Deshalb gibt es stets Hoffnung und immer Sünde und also Erlösungsbedürftigkeit durch Christus.


Alexander Kissler: Der Jahrhundertpapst. Seliger Johannes Paul II.“ Pattloch 2011, 96 Seiten, 10,30 Euro.

Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und dem RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch nur Inlandportokosten.

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected]


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Johannes Paul II.

  1. KI-erstelltes Video animiert Fotos von Papst Johannes Paul II.
  2. Meloni besuchte neues Museum zu Ehren von Johannes Paul II. in Rom
  3. Polnische Bischofskonferenz: „Wir appellieren um Respekt vor dem hl. Johannes Paul II.“
  4. „Genossen, wir haben ein Problem“ – So reagierten die Kommunisten auf die Wahl Karol Wojtyłas
  5. „Johannes Paul II. – Prophet der Hoffnung“
  6. Kann uns eine möglicherweise erfundene Anekdote über Johannes Paul II. Wahres lehren?
  7. Karol Wojtyła 1976: „Wir stehen vor der finalen Konfrontation zwischen Kirche und Antikirche“
  8. Als Papst Johannes Paul II. gegen die „gay pride“ Parade in Rom protestierte
  9. Studie entdeckt ‚Johannes Paul II. – Effekt‘ auf Geburtenrate in Lateinamerika
  10. Die geheimnisvolle Nonne, die half, die Ermordung von Papst Johannes Paul II. zu verhindern






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  4. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  5. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“
  6. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  7. Das brennende Herz des heiligen Philipp Neri: Ein wissenschaftlich dokumentiertes Pfingstwunder
  8. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  9. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  10. Arche-Noah-Nachbildung feiert 10-jähriges Jubiläum
  11. Die große Kraft der Marienverehrung in der Endzeit
  12. Schönborn: Glaube braucht Tradition und kirchliche Einheit
  13. Fossile Bäume lösen Debatte um Arche Noah und die Sintflut aus
  14. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  15. Wahrheit ist heilsrelevant

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz