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Es geht um den Glauben, nicht um Strukturen

17. September 2010 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Vittorio Messori zur Nähe zwischen Kardinal Newman und Benedikt XVI. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Glaube und Vernunft sind komplementär und gehören zusammen. Der Christ ist kein Dummkopf, egal was irgendwelche selbst ernannten „Vorreiter des modernen Wissens“ als ihre Meinung in die Welt streuen. Vittorio Messori, einer der meistgelesenen katholischen Schriftsteller und Theologen der Welt, nimmt kein Blatt vor den Mund.

In einem Interview mit der Turiner Zeitung „La Stampa“ (17. September) äußerte sich Messori über das besondere Verhältnis zwischen Kardinal John Henry Newman und Joseph Ratzinger-Benedikt XVI. und stellte dabei die große Nähe der beiden Theologen fest. Newman sei, so Messori, ein moderner Mensch, der sich dem Problem stelle, ob Glaube und Vernunft vereinbar seien. Er sei ein intellektuell gewandter Theologe, dessen Anliegen es sei, eine Antwort auf die Grundfrage zu finden: Wie können wir glauben? Dabei handelt es sich für Messori um die Achse, um die sich auch das Denken Joseph Ratzingers und dann Benedikts XVI. drehe. Benedikt XVI. sehe in Newman einen seiner Vorläufer und erkenne sich in seiner Theologie wieder.


Für Messori ist der Papst davon überzeugt, dass die Krise der Kirche nicht von strukturellen Momenten herrühre. Nicht die üblichen Schlagwortthemen wie homosexuelle Ehen oder der Zölibat ließen die Kirche in ihren Grundfesten erschüttern. Vielmehr gehe es um den Glauben. „Die Priester und Bischöfe glauben oft nicht mehr“, so Messori. „Auch die sexuellen Missstände, die die Kirche geprägt haben, entstammen einem Schwächerwerden des Glaubens“.

An diesem Punkt trete Newman auf die Bühne, der im 19. Jahrhundert vor denselben Problemen gestanden habe. Wie heute Benedikt XVI. habe er zu seiner Zeit zum Glauben überzeugen wollen, was natürlich keine leichte Angelegenheit sei. Der Papst sei sich bewusst, dass es nicht darum gehen dürfe, von allen applaudiert zu werden. „Ratzinger sorgt sich sicher nicht um Einschaltquoten“, so Messori. Nicht das Reden zähle, sondern die „Kraft des Beispiels einer Person wie Newman, eines Mannes, der sich zur Wahrheit des Glaubens fragen stellte und bewies, dass man Christ sein kann, ohne ein Dummkopf zu sein“. Die erste Evangelisierung bestehe darin, die Kraft des Glaubens zu zeigen.

Auf die Frage, auf welche anglikanische Kirche Benedikt XVI. in England treffe, antwortete Messori mit der für ihn charakteristischen Eindeutigkeit: „Die anglikanische Kirche ist ein tragischer Witz. Sie ist eine Institution der Monarchie. Die Anglikaner haben alles getan, um den Ökumenismus kaputt zu machen. Gegenüber dem Flehen Roms haben sie sich immer taub gestellt: Sie haben Frauen und Homosexuelle zu Pastoren geweiht und geben immer mehr dem ‚politically correct“ nach. Es ist vielleicht kein Zufall, dass es seit Jahrzehnten einen Exodus Richtung katholische Kirche gibt. Der Papst wird nichts tun müssen, um sie zu ‚erobern’. Ich glaube, es genügt, wenn man ein bisschen wartet, und dann werden sich mit dem Anglikanismus die Geschichtsbücher beschäftigen“.

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