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Bischof Schraml würdigt Therese Neumann

22. September 2008 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Kreuzesreligion darf nicht zu einer Wohlstandsreligion pervertieren - Passauer Bischof würdigt beim Gebetstag in Konnersreuth das Lebenszeugnis von Therese Neumann.


Konnersreuth/Passau (www.kath.net/iop)
Der Passauer Diözesanbischof Wilhelm Schraml hat das Leben der Resl von Konnersreuth ausdrücklich gewürdigt. Beim Gebetstag in Konnersreuth am Donnerstag, 18. September, sprach er von einer „höchst zeitnotwendigen Botschaft“, nämlich „die Unausweichlichkeit des Kreuzweges und die gnadenhafte Stärkung durch die heilige Eucharistie“. Konnersreuth sage, so der aus Erbendorf in der Oberpfalz stammende frühere Regensburger Weihbischof, „das Kreuz ist Gottes Kraft“. Christen dürften „es nicht zulassen oder gar selbst dazu beitragen, dass die Kreuzesreligion zu einer Wohlstandsreligion pervertiert“.

Therese Neumann, „die die Wundmale des gekreuzigten Herrn an ihrem Leib trug“, habe im Leiden den Willen Gottes angenommen und sich hineinversenkt in das Geheimnis des leidenden Christus. Damit leuchte in ihrem Leben eine aktuelle Botschaft auf, weil es in der heutigen Zeit allein auf Erfolg, Lust, Macht und Einfluss ankomme. „In raffinierter Weise drängen immer mehr Menschen alles Leidvolle aus ihrem Gesichtskreis“, sagte der Oberhirte. „Diesem Leidensverbot unserer Gesellschaft müssen wir Christen uns mit aller Entschiedenheit verweigern“.


Mit ihrem Lebenszeugnis wirke Therese Neumann über die Zeit hinweg in die Kirche hinein, betonte der Bischof. Sie lehre, dass „unser Christsein erst dann seine Tiefe und Schönheit gewinnt, wenn wir selber fest in Jesus verbunden sind, der in der Feier der heiligen Eucharistie unter uns gegenwärtig ist und bleibt“. „Seelen gewinnen und sie dem Heiland näher bringen“ sei die Aufgabe der Konnersreuther Resl gewesen. Das sei auch die aktuelle Aufgabe der Christen.

Therese Neumann (1898-1962) soll auf Fürsprache der heiligen Therese von Lisieux mehrfach von schweren Erkrankungen geheilt worden sein, obwohl bei einem Teil der Erkrankungen eine Gesundung medizinisch unmöglich erschienen war. Besonders bekannt wurde sie durch ihre Stigmata, das Auftreten der Wundmale Christi. Sie erlebte Visionen und lebte über Jahrzehnte hinweg ausschließlich vom regelmäßigen Empfang der heiligen Kommunion. Schon zu Lebzeiten suchten viele Menschen ihren Rat und ihre Hilfe.

Seit ihrem Tod wird die Konnersreuther Resl verehrt. Sie überzeugte zahlreiche Menschen verschiedenster Konfessionen und Völker durch ihre tugendhafte Lebensführung und ihren Wunsch, in allem Gott zu dienen. Zahlreiche Gläubige besuchen ihr Grab und wenden sich in ihren Anliegen an sie mit der Bitte um Fürsprache bei Gott. Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller gab 2005 die Eröffnung des Seligsprechungsprozesses bekannt.


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