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Bob Dylan, JP II und Benedikt XVI.

9. März 2007 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Johannes Paul II und der damalige Kardinal Ratzinger waren sich in allen wichtigen Belangen einig. Eines teilte Benedikt XVI. allerdings nicht mit Johannes Paul – seine Vorliebe für Popmusik.


Rom (www.kath.net)
Als Kardinal Joseph Ratzinger 1997 erfuhr, dass Johannes Paul II. mit dem berühmten Sänger Bob Dylan bei einem Konzert auftreten würde, war er so erschrocken, dass er versuchte, diesen Doppelauftritt zu verhindern. Der Papst wies seinen damaligen Beistand jedoch zurück, so bekennt Benedikt XVI. in seinem neuen Buch „Johannes Paul II. - Mein geliebter Vorgänger“, wie der „Sydney Morning Herald“ berichtet.

In dem Buch, das nächste Woche in Italien veröffentlicht wird, schreibt Papst Benedikt, dass er, der mit seinem Vorgänger in den meisten Fällen übereinstimmte, seinen Gefallen an der Popmusik nicht teilen konnte. „Es gab einen Grund, skeptisch zu sein. Wirklich, in gewissem Sinne bin ich das heute noch.“

Auf dem Konzert, das während eines Internationalen Eucharistischem Kongresses 1997 in Bologna stattfand und von 300.000 Menschen besucht wurde, gab Bob Dylan, der in einer jüdischen Familie in Minnesota geboren wurde, aber später mit dem Christentum sympathisierte, die Lieder „Knockin' on Heaven's Door“ und seinen Anti-Kriegs Klassiker „A Hard Rain's A-Gonna Fall“ sowie die Zugabe „Forever young“ zum Besten.

Seinen Hit „Blowin' in the Wind“ von 1963 sang er nicht. Johannes Paul II zeigte jedoch seine Vertrautheit mit diesem Lied und bezog sich, im Bemühen, das Publikum zu erreichen, in seiner Predigt darauf. „Ihr sagt, dass die Antwort in den Wind geschrieben ist, meine Freunde“, sagte der Papst. „So ist es. Aber es ist nicht der Wind, der Dinge wegbläst, es ist der Atem und das Leben des Heiligen Geistes, die Stimme, ruft und sagt; Komm!“

Johannes Paul II fügte hinzu: „Ihr fragt, auf wie vielen Straßen ein Mann gehen muss, bevor er ein Mann wird. Ich antworte: es gibt nur einen Weg für die Menschen, es ist der Weg Jesu Christi, der sagte, ‚Ich bin der Weg und das Leben‘.“Der heutige Papst, der lieber Mozart mag, meint, dass er „bis zum heutigen Tag zweifle, ob es richtig war, diesen so genannten Propheten auf die Bühne kommen zu lassen“ – und das vor dem Papst. Bei dem Konzert hatten die Sänger „eine komplett andere Botschaft als der Papst“, so schreibt Papst Benedikt.



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