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Schweizer Bischöfe: ‚Harry Potter nicht verharmlosen’

27. Juli 2005 in Schweiz, keine Lesermeinung
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In der Geschichte spiele die Magie eine zu starke Rolle, die Einstellungen und Handlungen der einzelnen Figuren müssten hinterfragt werden.


Bern (www.kath.net) Harry Potter sei nur ein Buch, „nichtsdestotrotz sollten wir den Inhalt der Bücherreihe nicht verharmlosen“. Das meinte der Informationsbeauftragte der Schweizer Bischofskonferenz im Interview mit Swiss TXT. „Fraglich ist nicht in erster Linie die fantastische Welt, die in den Büchern beschrieben wird“, sagte Mario Galgano.

„Vielmehr müssen die Einstellungen und die Handlungen der einzelnen Figuren hinterfragt werden: Im Gegensatz zu den Märchen von den Gebrüdern Grimm spielt bei Harry Potter die Magie eine zu starke Rolle.“

Bücher könnten die Welt verändern – „im positiven wie im negativen Sinne“, erklärte der Informationsbeauftragte. „Hinter Harry Potter steckt eine ganze Unterhaltungsindustrie mit Filmen, Büchern und anderen Gadgets. Und diese Industrie verfolgt ein bestimmtes ökonomisches Ziel.“

Es sei „suspekt“, dass die Zitate von Kardinal Joseph Ratzinger – nun Papst Benedikt XVI. – zu Harry Potter genau in jenem Moment veröffentlicht wurden, wo der neue Band erschienen sei. Dies könne als „PR-Maßnahme der Verleger“ zu sehen sein. Der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation hatte Harry Potter als „globales Langzeitprojekt zur Veränderung der Kultur“ bezeichnet.

Die Kirche müsse sich auch um Kinderbücher kümmern, ist Galgano überzeugt, denn: „Das Aufgabenfeld der katholischen Kirche reicht nicht nur von der Kirchenbank bis zur Sakristei.“ Die Bischofskonferenz gebe zwar keine Literaturtipps ab, aber „das Buch der Bücher ist natürlich die Bibel, das gilt auch für Kinder“.



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