Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. „Wir werden erwartet“
  10. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  11. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  12. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  13. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  14. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  15. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um

Frauenministerin:Abtreibung von Behinderten ist Schande für Österreich

9. März 2005 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die österreichische Gesundheits- und Frauenministerin Rauch-Kallat übt scharfe Kritik an "eugenischer Indikation" in der Abtreibungs-Gesetzgebung.


Wien (www.kath.net / PEW / red) Als „Schande für Österreich“ hat die österreichische Gesundheits- und Frauenministerin Maria Rauch-Kallat die eugenische Indikation in der österreichischen Abtreibungsgesetzgebung bezeichnet. Diese stößt seit Jahren auf die Kritik von Behinderten-Vertretern. Behinderte Kinder dürfen in Österreich bis zum neunten Monat abgetrieben werden.

Laut dem 1975 in Kraft getretenen Paragrafen 97 des Strafgesetzes ist eine Abtreibung unter anderem dann straffrei, wenn sie binnen der ersten drei Schwangerschaftsmonate vorgenommen wird oder wenn unter anderem „eine ernste Gefahr besteht, dass das Kind geistig oder körperlich schwer geschädigt“ ist. Das bedeutet, dass bei einer diagnostizierten Behinderung des Kindes die Drei-Monats-Frist nicht gilt.

Behinderte Kinder dürfen – im Gegensatz zu gesunden Kindern – bis zum neunten Monat abgetrieben werden. Wiederholte Kritik an der Diskriminierung Behinderter auf Grund der „eugenischen Indikation“ war in den vergangenen Jahren auch von der Österreichischen Bischofskonferenz und von der Ärztekammer gekommen.

Im Jahr 2000 schlug der damalige Sozialminister Herbert Haupt vor, die "eugenische Indikation" zeitlich zu beschränken. Maria Rauch-Kallat nahm am Montagabend im „Club Alpha“ in Wien an einer Diskussion zum Thema „30 Jahre Fristenregelung - wohin geht der Weg?“ teil.

Die Diskussion fand im Rahmen der vom Hildegard-Burjan-Komitee veranstalteten „Hildegard-Burjan-Gespräche“ statt, die dem Andenken an die Gründerin der Schwesterngemeinschaft „Caritas Socialis“ gelten. Wie die Publizistin und Vorsitzende des Burjan-Komitees, Ingeborg Schödl, sagte, sei das Thema Abtreibung aus mehreren Gründen eng mit Hildegard Burjan verbunden.

So habe sich Burjan als erste christlich-soziale Abgeordnete der Ersten Republik vornehmlich für die Rechte der Frauen und die Verbesserung ihrer sozialen Situation eingesetzt. Zudem stand sie selbst, die immer wieder schwer krank war, 1910 vor der Frage, einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen oder nicht. Gegen den Rat der Ärzte entschied sie sich für ihr Kind. Zudem gründete Hildegard Burjan in Österreich das erste Mutter-Kind-Heim für ledige Mütter.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  2. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  3. 100. Stadt in den USA verbietet Abtreibungen
  4. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  5. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  6. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  7. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  8. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  9. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  10. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  3. Neue Vatikan-Kommunikationschefin Montserrat Alvarado gibt Einblick in ihre Ideen
  4. „Alles wieder in den Urzustand versetzen“: Das Oxford Oratory wird wieder einen Hochaltar errichten
  5. Wenn das Scrollen in die Gnade eintaucht
  6. Äthiopien: Mehr als 60 Tote bei Angriffen auf Christen
  7. Venezuela: Machado kehrt zurück und besucht Marienheiligtum
  8. Waffenruhe für Oleschky: Papst-Appell für besetzte Stadt greift
  9. Vatikan-Außenminister: Papstreise nach USA 2027?
  10. “As a bishop, my duty is to proclaim the faith of the Church”
  11. Erzbischof Marini über Johannes Paul II.: Er war für mich ein zweiter Vater
  12. ‚Ghost Soldier‘ – Action-Film mit Jim Caviezel in der Hauptrolle und Gebet zum Erzengel Michael
  13. ‚Big Bang Theory‘-Produzent warnt: Gesellschaften ohne Gott fallen in Tyrannei
  14. "Österreich-Feier" im Stephansdom mit Lichterprozession und Pummerin
  15. Der katholische Osten in der Analyse

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz