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Papst gewährt Mexiko "Heiliges Jahr" zum Guadalupe-Jubiläum

13. September 2026 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Anlass ist 50. Jahrestag der Basilika von Guadalupe, deren Vorgängerbau auf eine Marienerscheinung zurückgeht.


Mexiko-Stadt (kath.net/ KAP) 
Mexikos Kirche feiert ab 12. Oktober ein "Guadalupanisches Jubeljahr". Anlass sind der 50. Jahrestag der Weihe der neuen Basilika von Guadalupe und die Übertragung des berühmten Gnadenbildes in das heutige Heiligtum im Jahr 1976. Papst Leo XIV. habe das Jubiläumsjahr auf Antrag der mexikanischen Kirche gewährt, teilte die Erzdiözese Mexiko-Stadt am Donnerstag auf Facebook mit.
Eröffnet wird das "Heilige Jahr" am 12. Oktober mit einer Messe des mexikanischen Primas, Kardinal Carlos Aguiar Retes. Pilger können ab dann nach Angaben der Erzdiözese bis 12. Oktober 2027 unter bestimmten Voraussetzungen einen vollkommenen Ablass erhalten.

An dem Datum wurde im Jahr 1895 die Darstellung der Gottesmutter in Mexiko-Stadt feierlich gekrönt, nach Genehmigung durch Papst Leo XIII. acht Jahre zuvor. Auf Betreiben der Päpste entwickelte sich die Verehrung von Guadalupe in der Folge über Mexiko hinaus. Pius X. erhob die Gottesmutter von Guadalupe 1910 zur Patronin Lateinamerikas, Pius XI. 1935 zur Patronin der Philippinen und Pius XII. 1945 zur Patronin des ganzen amerikanischen Kontinents.
Die Geschichte des Heiligtums reicht auf das Jahr 1531 zurück, als nach kirchlicher Überlieferung die Jungfrau Maria an den Tagen vom 9. bis 12. Dezember dem indigenen Christen Juan Diego am Tepeyac-Hügel erschien und ihn beauftragte, den damaligen Ortsbischof zum Bau einer Kirche aufzufordern. Als Zeichen erschien ihr Bild auf seiner Tilma, einem Umhang aus Pflanzenfasern, das bis heute als Gnadenbild von Guadalupe verehrt wird.


Weltgrößter katholischer Wallfahrtsort
Die Basilika von Guadalupe in Mexiko-Stadt gilt als der größte katholische Wallfahrtsort der Welt. Allein rund um den 12. Dezember, dem Fest der Gottesmutter von Guadalupe, kommen jedes Jahr mehr als zehn Millionen Pilger zu dem Heiligtum. Auch für viele lateinamerikansiche Auswanderer in den USA und Europa hat die Jungfrau von Guadalupe große Bedeutung.
Mehrere Päpste haben das Heiligtum besucht. Johannes Paul II. kam viermal (1979, 1990, 1999 und 2002, zur Heiligsprechung Juan Diegos), Benedikt XVI. (2012) und Franziskus (2016) jeweils einmal. Im August kündigte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin bei einem Besuch vor Ort an, dass auch Papst Leo XIV. nach Mexiko reisen werde, wobei bislang noch kein Datum bekanntgegeben wurde. Die Visite könnte somit während eines Heiligen Jahres stattfinden.

Großes Jubiläum 2031
Das Jubiläumsjahr soll nach Angaben der mexikanischen Kirche der geistlichen Erneuerung dienen und zugleich auf 2031 vorbereiten. Dann jährt sich die Überlieferung der Erscheinungen von Guadalupe zum 500. Mal. Vorbereitungen dafür laufen schon seit mehreren Jahren, in Mexiko und auch international.
So planen etwa auch die Bischöfe der USA, in jeder ihrer Diözesen im Rahmen der pastoralen Kampagne "Una tilma, un solo corazón" eine originalgetreue Nachbildung der Tilma aufzustellen und durch die Pfarren wandern zu lassen, mit Wallfahrten, Katechesen und sozialen Projekten, insbesondere in Gegenden, die von Armut, Migration, Ausgrenzung und Gewalt geprägt sind.

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Foto: Archiv


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