Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  6. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  7. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  8. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  9. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  10. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  11. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  12. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  13. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Leere der kirchlichen Lehre

Neue Kirche "Heilig Kreuz" in Selfoss eingeweiht: Meilenstein für die katholische Kirche Islands

vor 16 Minuten in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die feierliche Weihe wurde von Bischof David Tencer (Reykjavík) vorgenommen - Die Hl.-Kreuz-Gemeinde ist die neunte katholische Gemeinde in dem nordeuropäischen Inselstaat


Selfoss (kath.net/Bonifatiuswerk/pl) Die katholische Kirche in Island hat allen Grund zu feiern: Der Kirchenneubau „Heilig Kreuz“ in der 10.000-Einwohner-Stadt Selfoss ist am Samstag feierlich eingeweiht worden. Nach mehr als zweijähriger Bauzeit konnte der jungen katholischen Gemeinde im Süden Islands nun endlich das sehnlich erwartete eigene Gotteshaus übergeben werden. Zur Kirche gehören auch ein Gemeindezentrum und eine Priesterwohnung. Das Bonifatiuswerk und das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe haben das Projekt mit mehr als 1,1 Million Euro gefördert. Die Gesamtbaukosten liegen umgerechnet bei gut vier Millionen Euro.

Gut 600 Gäste aus dem In- und Ausland waren nach Selfoss gekommen – eine überwältigende Resonanz. Die feierliche Weihe wurde von Bischof David Tencer (Reykjavík) vorgenommen. In seiner Predigt sagte er: „Es war nicht allein unser Ziel, ein Kirchengebäude zu errichten. Unser Ziel ist und wird es immer bleiben, an diesem wunderbaren Ort gemeinsam mit Menschen guten Willens eine lebendige Kirche zur Ehre Gottes aufzubauen.“ 

Bereits im vergangenen Jahr hatte Bischof Tencer die Heilig-Kreuz-Gemeinde gegründet. Sie ist die neunte katholische Gemeinde in dem nordeuropäischen Inselstaat. Bischof Tencer: „Alle, die etwas zu diesem guten Werk beigetragen haben, sind Teil der Geschichte der katholischen Kirche in Island geworden – und der Geschichte der Heilig-Kreuz-Pfarrei in Selfoss.“ Seinen Dank richtete der Bischof besonders an das Bonifatiuswerk und das Diaspora-Kommissariat.


Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen nimmt die Kirchweihe zum Anlass, auf den Weg von der ersten Idee bis zur Fertigstellung zurückzublicken. „Dieser Kirchenbau erzählt von einem langen Atem und von Menschen, die ihre Hoffnung nicht aufgegeben haben. Seit den ersten Plänen im Jahr 2010 gab es Widerstände und Verzögerungen. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück war nicht einfach. Und manche bürokratische Hürde galt es zu nehmen – und nicht zuletzt hat auch das isländische Wetter seinen Teil zur Verzögerung der Bauarbeiten beigetragen.“ Umso größer sei nun die Freude. „Heilig Kreuz ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass Glaube Räume braucht – und dass aus Geduld, Beharrlichkeit und Gottvertrauen etwas Tragendes entstehen kann,“ so Austen.

Bonifatiuswerk-Geschäftsführer Ingo Imenkämper nahm an der Einweihungszeremonie teil. In seinem Grußwort hob er hervor:  Die neue Kirche sei ein Zeichen der Hoffnung, „das weit über Island hinaus leuchtet. Viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen und Ländern finden hier ein Zuhause“. Diese Vielfalt werde in die Gesellschaft Islands gute Impulse aussenden. „Und auch den Gläubigen in Deutschland macht diese Geschichte Mut“, so Imenkämper. Denn in Deutschland werde über die zukünftige Struktur der Gemeinden diskutiert. Diese Diskussion könne dazu führen, dass Kirchen und Gemeindezentren – und damit liebgewonnene Orte – geschlossen oder zusammengelegt werden. „Aber hier, in der nordischen Diaspora, geschieht oft das Gegenteil. Die Gemeinden werden größer. Sie sind jung und international. So ist Weltkirche – das ist wunderbar“, zeigte sich Ingo Imenkämper begeistert. Er habe große Dankbarkeit für die Unterstützung durch das Bonifatiuswerk und das Diaspora-Kommissariat erlebt, so der Bonifatiuswerk-Geschäftsführer. Mit Blick auf das Gebäude und dessen Architektur geriet er ins Schwärmen: „Die Kirche ist wunderbar geworden. Sie passt sich ganz toll in die Landschaft ein.“ 

So hat es auch die Paderbornerin Barbara Tigges-Mettenmeier erlebt, für die die Teilnahme an der Weihefeier der krönende Abschluss einer privaten Island-Reise war: „Es ist ein wunderschöner Ort, an dem die Kirche entstanden ist – eine schlichte, wunderbare Kirche.“ Begeistert habe sie die lebendige Gemeinde: „Es war sehr beeindruckend, mit welcher Begeisterung so viele Menschen unterschiedlicher Nationalitäten in die Kirche strömten.“ Barbara Tigges-Mettenmeier hat den Neubau mit einer Spende an das Bonifatiuswerk unterstützt – und das aus voller Überzeugung: „Wir haben bei unserer Reise an vielen Stellen die Vereinzelung der Menschen in dieser überwältigenden, aber weiten Natur gesehen. Dass man sich hier in der Kirche treffen und Gemeinschaft und Glaube leben kann, ist sehr wichtig.“

Die 10.000-Einwohner-Stadt Selfoss ist eines der urbanen Zentren im dünn besiedelten Südisland. Die Gemeindemitglieder leben weit verstreut. Sie nehmen lange Autofahrten in Kauf, um am Gottesdienst teilzunehmen. Durch das neue geistliche Zentrum verbessert sich diese Situation für viele Gemeindemitglieder. Bislang musste die Gemeinde ihre Gottesdienste in angemieteten Räumen und einer kleinen Kapelle feiern. Die neue Kirche schafft nun einen festen Ort für Gottesdienste, Begegnung, Katechese und das Gemeindeleben.

Seelsorgerisch betreut werden die Glaubensgeschwister von dem aus den Philippinen stammenden Priester Mercurio Claudio Rivera III. Dank der neuen Priesterwohnung lebt künftig dauerhaft ein Geistlicher vor Ort. Der Bau der Wohnung ist maßgeblich durch Mittel des Diaspora-Kommissariats der deutschen Bischöfe realisiert worden. 

Die katholische Kirche in Island ist eine junge und durch Migration international geprägte Diasporakirche. Gut 15.900 Menschen sind dort als Katholikinnen und Katholiken registriert. Der Anteil an der Bevölkerung beträgt 4 Prozent. In der Region rund um Selfoss leben nach Angaben des Bistums mehr als 1.000 Katholiken. 

Foto (c) Bonifatiuswerk


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Die Kirche mitten in der Welt
  4. Nicht mehr ernst zu nehmen
  5. Französischer Bischof Mica: Der Papst ist in der Rupnik-Frage „wirklich sehr entschlossen“
  6. Als Mutter Teresa im Wiener Stephansdom zu Gebet und Lebensschutz aufrief
  7. Kardinäle Müller und Burke empfehlen Mel Gibsons „Die Passion Christi“
  8. Kaiser Otto der Große wurde im Magdeburger Dom erneut beigesetzt
  9. Es ist noch nicht zu spät! Die Schöpfung als Ruf zur Umkehr
  10. Sieg vor Gericht für Kardinal Marc Ouellet
  11. Wenn die Herrlichkeit auszieht
  12. „Fest in der Realität verankert, immun gegen Illusionen, ohne uns von Angst überwältigen zu lassen“
  13. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck
  14. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  15. Leo XIV.: „Ihre Anwesenheit ist ein leuchtendes Zeugnis für die ungeschuldete Zuwendung Gottes“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz