Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  5. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  9. Wir können NICHT schweigen!
  10. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  11. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  12. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  13. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  14. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  15. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten

Erbprinz Alois von Liechtenstein kündigt Veto gegen mögliche Fristenregelung an

22. Juni 2026 in Prolife, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Derzeit läuft in Liechtenstein eine Volksinitiative für eine Fristenregelung. Der Schutz des ungeborenen Lebens müsse im Recht ‚explizit sichtbar‘ bleiben, unabhängig vom Alter des Kindes, betont der Erbprinz.


Vaduz (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Der Erbprinz von Liechtenstein, Alois von und zu Liechtenstein, hat angekündigt, ein mögliches Gesetz zur Straffreistellung von Abtreibungen in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen per Veto zu blockieren. Dies erklärte er in einem Interview mit der Zeitung Liechtensteiner Vaterland.

Im Februar lancierte ein Komitee in dem Fürstentum eine Volksinitiative, die eine Fristenregelung vorsieht. Diese würde Abtreibungen in den ersten zwölf Wochen straffrei stellen. Zudem fordern die Initiatoren die Aufhebung des Verbots, über Abtreibungen zu informieren, sowie die Kostenübernahme durch die Krankenkassen.

Erbprinz Alois, der seit 2004 als Regent für seinen Vater, Fürst Hans-Adam II., die Regierungsgeschäfte führt, machte deutlich, dass er ein solches Gesetz nicht akzeptieren würde. Auf die Frage, ob er sein Vetorecht einsetzen würde, falls das Volk der Initiative zustimme, antwortete er klar mit „Ja“.


Er begründete seine Haltung damit, dass Fristenregelungen aus seiner Sicht grundsätzlich ungeeignet für Liechtenstein seien. Unter einer solchen Regelung werde das zentrale Rechtsprinzip des Lebensschutzes nicht ausreichend gewahrt. Die Regelung von Abtreibungen müsse weiterhin im Strafrecht verankert bleiben und sich an einem Indikationsmodell orientieren – also nur in begründeten Ausnahmefällen zulässig sein, etwa wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist.

Er betonte, dass der Schutz des ungeborenen Lebens „explizit sichtbar“ sein müsse – unabhängig vom Alter des Kindes. Mit einer Fristenregelung ziehe sich der Staat aus der Verantwortung, ungeborenem Leben in dieser Phase Schutz zu gewähren. Sein Ziel sei kein generelles Abtreibungsverbot, sondern ein grundsätzliches Bekenntnis zum Schutz des Lebens.

Sollte der Prinz sein Veto einlegen, gäbe es keine rechtlichen Möglichkeiten, dies zu überstimmen. Die geltende Abtreibungsregelung bliebe damit unverändert bestehen.

Im Fürstentum Liechtenstein ist Abtreibung derzeit nur in wenigen Ausnahmefällen erlaubt: bei Vergewaltigung, wenn die Frau minderjährig ist oder wenn das Leben der Mutter gefährdet ist. Seit einer Gesetzesänderung 2015 bleiben Frauen, die eine Abtreibung bei einem Arzt vornehmen lassen, straffrei. Der Arzt kann jedoch mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe belangt werden.

Bereits 2011 hatte Erbprinz Alois angekündigt, gegen jedes Gesetz zur Legalisierung von Abtreibungen ein Veto einzulegen. Eine damalige Volksinitiative scheiterte 2012 mit 52 Prozent Ablehnung. Auch damals hatte der Prinz sein Veto angekündigt. Ein anschließender Versuch, die Vetorechte des Fürstenhauses einzuschränken, wurde von den Wählern deutlich abgelehnt.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  2. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  3. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  4. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  5. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  6. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen
  7. US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf

Liechtenstein

  1. Liechtenstein ist in Trauer
  2. Vorerst kein Abkommen zwischen Liechtenstein und dem Vatikan
  3. Katholische Kirche verliert Status als Landeskirche in Liechtenstein
  4. Vaduz: Katholische Kirche verliert Status als Landeskirche
  5. Liechtenstein: Abtreibung bleibt verboten
  6. Liechtenstein: Neuer Konfliktstoff zwischen Kirche und Staat
  7. R. I. P. Markus Kellenberger







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  3. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  4. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  5. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  6. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  7. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  8. Vatikan beendet Reflexionsprozess bei den Servi Jesu et Mariae
  9. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  10. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  11. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  12. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  13. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  14. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  15. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz