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Papst ruft Legionäre Christi zu Erneuerung auf

21. Februar 2026 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Nach der Aufarbeitung der Verbrechen ihres Gründers Maciel orientiert sich die Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi seit etlichen Jahren neu - Leo XIV. macht ihnen Mut


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Leo XIV. hat die Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi in Audienz empfangen. Er traf Mitglieder der Kongregation am Donnerstag im Vatikan; Anlass war das in Rom tagende Generalkapitel des Ordens. Der Papst betonte in seiner Ansprache, die Versammlung sei "eine Zeit der Gnade im gemeinschaftlichen Hören auf den Heiligen Geist und eine Gelegenheit zur Erneuerung".

Nur indirekt ging der Papst auf die schmerzlichen Erfahrungen der Priestergemeinschaft mit ihrem Gründer Marcial Maciel (1920-2008) ein. Dieser war gegen Ende seines Lebens als mehrfacher Missbrauchtäter und als notorischer Lügner und Betrüger entlarvt worden. Leo XIV. sagte dazu: "Es ist für euch eine Gelegenheit, euch als Erben eines Charismas zu erkennen, das durch verschiedene Wege und historische Ausdrucksformen - mitunter schmerzhaft und nicht frei von Krisen - die Kongregation der Legionäre Christi hervorgebracht hat."


Er rief die Gemeinschaft auf, ihre Geschichte im Gedächtnis zu behalten - wobei es nicht darum gehe, auf die Vergangenheit zu blicken, sondern sich einer "ständigen Erneuerung in der Gegenwart" zu öffnen, "in Treue zum Evangelium". Die Legionäre zählen derzeit etwa tausend Priester weltweit, rund die Hälfte davon in Mexiko und Nordamerika.

"Autorität bedeutet nicht Herrschaft"

Die einst auf bedingungslose Unterordnung unter den Gründer ausgerichteten Regeln des Ordens wurden inzwischen grundlegend reformiert. Der Papst kommentierte dies mit den Worten: "Autorität im Ordensleben bedeutet nicht Herrschaft, sondern geistlichen und brüderlichen Dienst an jenen, die dieselbe Berufung teilen." Dabei müsse "jede Form von Kontrolle" vermieden werden, die die "Würde und Freiheit der Personen" nicht respektiere.

Der Leitungsstil im Orden müsse geprägt sein "vom gegenseitigen Zuhören, Mitverantwortung, Transparenz, brüderlicher Nähe und gemeinschaftlicher Unterscheidung". Dem Orden wünschte der Papst abschließend eine "Zeit der Hoffnung", in der Gott "Heilung und Reinigung" schenke.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Foto aus dieser Begegnung (c) Vatican Media


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