Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  5. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  6. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  7. Menschenrecht auf Abtreibung?
  8. So fühlt sich Nachhausekommen an
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  12. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  15. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“

Das Pallium

29. Juni 2025 in Chronik, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zeichen der Fürsorge und Verantwortung für die Herde Christi. Von Ulrich Nersinger


Vatikan (kath.net) Das Pallium ist ein weißes, mit schwarzen Kreuzen versehenes ringförmiges Wollband, das auf das Messgewand gelegt wird, und von dem ein Streifen über die Brust, der andere über den Nacken herabfällt. Die Enden der beiden Streifen sind mit in schwarzer Seide eingenähten Bleiplättchen beschwert. An den Kreuzen sind Schlaufen angebracht, durch die nach Anlegen des Gewandstückes kostbare Nadeln gezogen werden. 

Das Pallium hat sich aus einer kaiserlichen Insignie entwickelt, die Konstantin der Große (+337) dem Bischof von Rom der Überlieferung nach verliehen hat. Geschichtlich dürfte das Pallium auf das lorum das Oberteil der toga trabea zurückzuführen sein, eines Gewandes, das der römische Kaiser bei Staatsakten und festlichen Angelegenheiten anzuziehen pflegte.


In der Ewigen Stadt galt das Pallium schon sehr früh als die eigentliche Insignie des Papstes, als das Abzeichen seiner obersten Hirtengewalt. Später dann ließ der Heilige Vater den Erzbischöfen, die einer Kirchenprovinz vorstehen, das Pallium als Sinnbild der Fülle des bischöflichen Amtes und der engen Verbundenheit mit dem Stuhle Petri zukommen.

In seiner 2004 erschienenen Autobiographie erinnerte sich der heilige Johannes Paul II. an „das tiefe und bewegende Zeichen des Palliums, das ich selbst im Jahr 1964 erhielt. In der Welt tragen die Metropoliten zum Zeichen der Einheit mit Christus, des guten Hirten, und mit seinem Vikar, der die Aufgabe des Petrus übernimmt, auf den Schultern dieses Zeichen, der aus der Wolle der Lämmer gewebt wird, die am Gedenktag der hl. Agnes geweiht werden. Viele Male habe ich es als Papst am Fest der heiligen Apostel Petrus und Paulus den neuen Metropoliten übergeben können. Welch schöne Symbolik! In der Form des Palliums können wir das Bild eines Schafes erblicken, das der gute Hirte auf seine Schultern hebt und mitnimmt, um es zu retten und zu nähren. In diesem Symbol wird sichtbar, was uns alle als Bischöfe in erster Linie eint: die Fürsorge und die Verantwortung für die uns anvertraute Herde. Gerade aufgrund dieser Fürsorge und dieser Verantwortung müssen wir die Einheit pflegen und wahren“.

Der Papst und die Erzbischöfe verwenden das Pallium nur bei der Feier der heiligen Messe. Während es der römische Bischof aufgrund seines Obersten Hirtenamtes überall auf der Welt und immer trägt, ist den Metropolitan-Erzbischöfen der Gebrauch nur innerhalb ihrer Kirchenprovinzen und an bestimmten Tagen und zu besonderen Gelegenheiten gestattet.

Foto: Papst Leo XIV. empfängt das Pallium während der Messe zu seiner Amtseinführung (c) Vatican Media


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  3. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  4. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  7. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  8. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  9. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  10. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  11. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  12. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  13. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete
  14. Menschenrecht auf Abtreibung?
  15. Gott schütze Venezuela!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz