Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  5. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. Der anderskatholische Papstkritiker
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist
  15. Schmunzelnder Papst scherzt mit Basketballern seiner früheren Uni

Ja, er ist es, er ist der Retter

26. Jänner 2025 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: Auch wir sind aufgerufen, in ihm den Sohn Gottes, unseren Retter, zu erkennen. Doch auch wir könnten meinen, ihn schon zu kennen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am dritten Sonntag im Jahreskreis, Tag des Wortes Gottes: „Der Geist des Herrn ruht auf mir; / denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, / damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde / und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze“. Der Evangelist Lukas stellt an diesem Sonntag Jesus in der Synagoge von Nazareth vor, der Stadt, in der er aufgewachsen ist.

Jesus lese den Abschnitt aus dem Propheten Jesaja vor, der die evangelisierende und befreiende Mission des Messias ankündige, und erkläre dann in der allgemeinen Stille: „Heute hat sich das Schriftwort erfüllt“ (vgl. Lk 4,21).

Man stelle sich das Erstaunen und die Bestürzung der Mitbürger Jesu vor, „die ihn als Sohn des Zimmermanns Josef kannten und sich nie hätten vorstellen können, dass er sich als Messias präsentieren könnte“. Doch genau so sei es: „Jesus verkündet, dass durch seine Anwesenheit „das Gnadenjahr des Herrn“ (V. 19) gekommen ist. Es ist die frohe Botschaft für alle und in besonderer Weise für die Armen, für die Gefangenen, für die Blinden, für die Unterdrückten“.


An jenem Tag in Nazareth stelle Jesus seine Gesprächspartner vor die Wahl seiner Identität und seines Auftrags. Keiner in der Synagoge könne umhin, sich zu fragen: „Ist er nur der Sohn des Zimmermanns, der sich eine Rolle anmaßt, die ihm nicht zusteht, oder ist er wirklich der Messias, der von Gott gesandt wurde, um die Menschen von der Sünde zu erlösen?“.

Der Evangelist berichte, dass die Nazarener in Jesus nicht den Gesalbten des Herrn erkannt hätten. Sie glaubten, ihn zu gut zu kennen, „und das hat die Öffnung ihres Verstandes und ihres Herzens nicht erleichtert, sondern wie ein Schleier, der das Licht verdunkelt, verhindert“.

Diese Begebenheit, mit allen gebührenden Analogien, widerfahre auch uns heute. Auch wir würden durch die Gegenwart und die Worte Jesu herausgefordert; „auch wir sind aufgerufen, in ihm den Sohn Gottes, unseren Retter, zu erkennen. Aber es kann uns passieren, wie damals seinen Landsleuten, dass wir denken, wir kennen ihn schon, wir wissen schon alles über ihn, wir sind mit ihm aufgewachsen, in der Schule, in der Pfarrei, im Katechismus, in einem Land mit katholischer Kultur…“. Und so sei er auch für uns eine Person, die uns nahe sei, mehr nicht: „zu“ nahe.

„Versuchen wir, uns zu fragen“, so der Papst: „Spüren wir die einzigartige Vollmacht, mit der Jesus von Nazareth spricht? Erkennen wir, dass er der Überbringer einer Heilsverkündigung ist, die uns niemand sonst geben kann? Und ich, habe ich das Gefühl, dieses Heils zu bedürfen? Spüre ich, dass auch ich in irgendeiner Weise arm, gefangen, blind, unterdrückt bin?“. Dann, nur dann, werde auch für mich „das Jahr der Gnade“ sein.

„Wenden wir uns vertrauensvoll an Maria, die Mutter Gottes und unsere Mutter, damit sie uns helfe, Jesus zu erkennen“.

Foto (c) Vatican Media

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Neuer Visitator für Medjugorje: Cavina folgt auf Cavalli
  3. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben
  4. Der katholische Osten in der Analyse
  5. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  6. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  7. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  8. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  9. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  10. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  11. Benedikt XVI.: „Wir fragen uns jedoch: Warum empfinden wir Angst vor dem Tod?“
  12. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  13. Der unbekannte Bekannte: St. Martin
  14. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  15. Brücken bauen, Wurzeln schlagen, Gemeinschaft leben. Der Glaube als gemeinsamer Ursprung und Auftrag

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz