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Notre Dame mit Reliquien von fünf Heiligen

7. Dezember 2024 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Die Reliquien von Heiligen, die für die Diözese Paris bedeutend sind, werden in der neu eröffneten Kathedrale Notre Dame aufbewahrt.


Paris (kath.net / pk) Madeleine-Sophie Barat, Marie-Eugénie Milleret, Catherine Labouré, Vladimir Gjika, Charles de Foucauld: Diese für die Diözese Paris bedeutenden Heiligen sind in der Kathedrale Notre Dame, die am 8. Dezember neu eröffnet wird, in ganz neuer Weise präsent. Ihre Reliquien werden in den fünf bestehenden Altären aufbewahrt und können dort verehrt werden, berichtet „Aleteia“.

Die Heilige Madeleine-Sophie Barat (1779-1865) war Erzieherin und Gründerin der Gesellschaft des Heiligsten Herzens, deren Mutterhaus in Paris stand – an jenem Platz, wo nun das Musée Rodin steht. Ihr Körper ist unverwest und kann bestaunt und verehrt werden. Auch die Heilige Marie-Eugénie Milleret (1817-1898) war Erzieherin und Ordensgründerin.


Die dritte Frau, die prägend für Paris war, ist die Heilige Catherine Labouré (1806-1876), die sich ganz dem Dienst für die Armen widmete. Sie trat gegen den Willen ihres Vaters in den Orden der Töchter der Nächstenliebe ein. Dort, im Mutterhaus des Ordens in der Rue de Bac, hatte sie ihre erste Vision der Muttergottes am 18. Juli 1830, gefolgt von einer weiteren am 27. November. Auf den Wunsch Mariens ließ sie die „wundertätige” Medaille anfertigen, die seither millionenfach verkauft und verschenkt wird.

Der vierte Heilige ist Vladimir Ghika (1873-1954), ein Priester der Diözese Paris, der erst im Alter von 50 Jahren geweiht wurde, nachdem er mit 29 Jahren zum katholischen Glauben konvertiert war. Er war ein Freund der Intellektuellen Jaques Maritain und Paul Claudel. Im zweiten Weltkrieg kehrte er als Diplomat des Heiligen Stuhls nach Bukarest zurück. Dort wurde er 1952 verhaftet und starb zwei Jahre später.

Charles de Foucauld (1858-1916) ist der fünfte Heilige, dessen Reliquien in Notre Dame verehrt werden können. Er stammte aus einer sehr reichen Familie in Strasbourg, war Offizier und Forscher, und fand während eines Gesprächs in der Paris Kirche St. Augustin zum Glauben. Daraufhin verzichtete er auf sein Leben voller Luxus und Ansehen und trat bei den Trappisten ein, ehe er sich als Eremit zurückzog nach Algerien, wo er 1916 erschossen wurde. Er wurde 2022 heiliggesprochen.


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