Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  2. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  3. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  4. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  5. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  6. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  7. 'Für mich gilt: Mein Leben liegt in der Hand Gottes'
  8. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  9. Papst will für 2033 Treffen aller Kirchen in Jerusalem
  10. R.I.P. Martin Lohmann
  11. "Hassprediger und Hofnarr"
  12. Salzburg: Die drei Goldensteiner Ordensfrauen dürfen im Kloster bleiben, ABER...
  13. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  14. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  15. Polnische Bischofskonferenz: „Wir appellieren um Respekt vor dem hl. Johannes Paul II.“

„Je présente mes excuses aux catholiques” - „Ich entschuldige mich bei den Katholiken“

11. November 2024 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Radikale Feministin, die 2013 zusammen mit anderen die Kathedrale von Notre Dame/Paris stürmte, entschuldigt sich bei Katholiken. Von Petra Knapp.


Paris (kath.net / pk) In einem YouTube-Video mit dem Titel „Ich entschuldige mich bei den Katholiken“ („Je présente mes excuses aux catholiques“) bedauert die radikale Feministin Marguerite Stern, dass sie 2013 zusammen mit anderen feministischen Aktivistinnen mit nacktem Oberkörper in die Pariser Kathedrale Notre Dame stürmte, um ihren Hass auf die Kirche loszuwerden.

Die 33-jährige Französin entschuldigt sich in dem am 31. Oktober 2024 veröffentlichten Video bei allen Katholiken für ihre Provokationen als Femen-Aktivistin in den Jahren zwischen 2012 und 2015.  Ihre Kehrtwende erklärt Marguerite Stern unter anderem mit ihrer kritischen Auseinandersetzung mit der Transgender-Ideologie. Sie habe begriffen, dass Transgender nichts schaffe, sondern zerstöre und eine Bedrohung für die Zivilisation darstelle, die „aus Todestrieb und Selbsthass kommt“.


Eben dies habe sie verspürt, als sie früher den Katholizismus attackierte, jene Religion, welche ihre Heimat Frankreich geprägt habe. „Das abzulehnen und schreiend in die Notre Dame de Paris hineinzugehen war eine Art, einen Teil Frankreichs zu beschädigen, das heißt einen Teil von mir selbst.“ Mit 22 Jahren sei ihr dies nicht bewusst gewesen, bedauert sie heute.

Stern ist getauft und katholisch aufgewachsen und heute eine bekennende Atheistin, die sich dennoch eine instinktive Liebe zum religiösen Erbe ihrer Heimat bewahrt hat. Sie habe nie aufgehört, Notre Dame zu lieben, verrät sie. „Ich erinnere mich, dass ich am Tag nach dem Brand [2019] in eine Kirche ging, um zu weinen. Aber manchmal lieben wir schlecht.“

Heute ist die junge Französin eine führende Figur im Kampf gegen die Auswüchse des „Wokeismus“ geworden, insbesondere gegen die Transgender-Ideologie. Ihr Anliegen ist es, religiöse Riten und Bräuche am Leben zu erhalten.

„Die Riten bringen uns zusammen“, sagt sie im YouTube-Statement. „Sie  verankern uns in der Gegenwart, indem sie uns an das Vergangene erinnern.“ Und es gebe noch etwas anderes, betont sie. „Es gibt das, was jenseits von uns ist. Die Kirchtürme, die uns überragen und unsere Geräuschkulisse prägen. Die Erhabenheit der Gebäude. Das Wunder, eine Kirche zu betreten. Die Schönheit. Und der Glaube der Gläubigen. Es tut mir leid, dass ich das mit Füßen getreten habe.“

Der Respekt vor den katholischen Traditionen des Landes ist für sie umso wichtiger, als die Ideologien, die sie bekämpft, allesamt Folgeerscheinungen des Transhumanismus sind, bei dem der Mensch wie ein Demiurg zu seinem eigenen Schöpfer wird.

„Ohne an Gott zu glauben, komme ich in bestimmten Punkten letztlich zu den gleichen Schlussfolgerungen wie die Katholiken“, erklärt Stern. Blasphemie sei  „nicht immer moralisch“. Es sei heute modern, Katholiken zu verunglimpfen und als Idioten hinzustellen. „In der Vergangenheit habe ich dieses Klima genutzt, um unmoralisch zu handeln, und gleichzeitig dazu beigetragen, es zu verstärken. Dafür möchte ich mich aufrichtig entschuldigen.“

Je présente mes excuses aux catholiques.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Martin Lohmann
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  4. Fairer Streiter für die Wahrheit – Ein Nachruf auf Dr. h.c. Martin Lohmann (14.3.1957-24.11.2025)
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  7. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  8. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  9. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  10. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  11. "Hassprediger und Hofnarr"
  12. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  13. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  14. "Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt"
  15. Papst ordnet Diözese Rom neu und hebt Reform des Vorgängers Papst Franziskus auf

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz