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Tausende gedenken der Opfer des Raketenangriffs auf Golan

29. Juli 2024 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Am Samstag waren zwölf Kinder und Jugendliche getötet worden - Drusenscheich Tarif nach Hisbollah-Angriff auf Fußballfeld: "Tiefpunkt der Menschlichkeit"


Jerusalem (kaht.net/KAP) Tausende Menschen haben am Sonntag in der Drusenstadt Majdal Schams in den von Israel besetzten Golanhöhen an der Beerdigung von zehn Opfern des Raketenangriffs der Hisbollah auf ein Fußballfeld teilgenommen. "Die Szenen des Grauens werden nie ausgelöscht werden", sagte Drusenscheich Mowafak Tarif laut Bericht der Zeitung "Haaretz" bei der Beisetzung. Der Tag des Angriffs werde als Tiefpunkt der Menschlichkeit in Erinnerung bleiben, so der geistliche Führer der Drusen.

Am Samstag waren zwölf Kinder und Jugendliche getötet worden (siehe Fotos der Todesopfer). 16 weitere Personen wurden verletzt. Drei verletzte Kinder befinden sich nach Angaben der Ärzte weiterhin in ernstem Zustand. Ein elfjähriger Junge wird noch vermisst. Beim Raketeneinschlag war er ebenfalls auf dem Fußballfeld.


Am Rande der Beerdigung kam es laut israelischen Medienberichten zu wütenden Ausrufen gegen anwesende Regierungsvertreter. Die Menge warf den Politikern, darunter Wirtschaftsminister Nir Barkat und Umweltschutzministerin Idit Salman, Schamlosigkeit vor. Die Regierung habe die Drusen während des seit über neun Monaten dauernden Kriegs im Stich gelassen. Zuvor hatten die drusischen Stadtverwaltungen sich laut Medienberichten an die einzelnen Minister gewandt und sie aufgerufen, von der Beerdigung fernzubleiben. Die Feier solle in Stille und ohne Politik durchgeführt werden.

Die Hisbollah habe mit ihrem Angriff eine rote Linie überschritten, so der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Oren Marmorstein, in einer Erklärung von Sonntag. Die Hisbollah, der "lange Arm des Iran", habe in Majdal Schams ein Massaker begangen. Israel werde "von seinem Recht und seiner Pflicht Gebrauch machen", sich zu verteidigen.

Eine "sehr bedeutende Reaktion" auf den Beschuss kündigte auch der Generalstabschef der israelischen Armee, Herzl Halevi, an. Er rief die Bewohner der Region laut Medien dazu auf, Geduld zu haben. Es könne bei einer israelischen Antwort zu weiterem Beschuss auf den Norden kommen.

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