Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  2. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  8. Bätzing gegen Papst Leo
  9. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  10. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  11. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  12. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  13. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  14. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  15. „Wir werden erwartet“

Glauben Katholiken an ‚Zeichen von den Toten’?

18. Juli 2024 in Spirituelles, 40 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Es ist nicht grundsätzlich falsch, an Zeichen zu glauben, sagt der Priester Mike Schmitz. Gleichzeitig müsse man aber aus mehreren Gründen vorsichtig sein, warnt er.


West Chester (kath.net/jg)
In Gesprächen mit Menschen, die nahe Freunde oder Angehörige verloren haben, tauche immer wieder die Frage auf, ob diese bestimmte Zeichen senden könnten, mit denen sie und mitteilen, dass es ihnen gut gehe, berichtet der katholische Priester Mike Schmitz in einem Video. Das könne ein Vogel sein, der nach dem Tod einer geliebten Person immer wieder beim Fenster auftauche, der vorher nicht da war, oder ein Schmetterling oder etwas anderes.

Ist es richtig, an Zeichen von Toten zu glauben? Sollte man vielleicht sogar danach Ausschau halten? Mit diesen Fragen sei er immer wieder konfrontiert, sagt Schmitz.

Er verstehe, dass man durch die Trauer nach dem Verlust eines lieben Menschen so überwältigt sein könne, dass man verzweifelt nach einem positiven Zeichen suche. Bei der Antwort müsse man vorsichtig sein, weil man es häufig mit Menschen zu tun habe, die schwer unter einem Verlust leiden.


Er empfehle, in dem Zeichen eine Erinnerung zu sehen. Es könne einen daran erinnern, dankbar dafür zu sein, dass man der verstorbenen Person für eine bestimmte Zeit in seinem Leben nahe sein durfte. Das Zeichen könne auch eine Erinnerung daran sein, für den geliebten Menschen zu beten.

Es sei nicht grundsätzlich falsch, an ein Zeichen von den Toten zu glauben. Gott sei es nicht gleichgültig, wie es uns gehe, sondern er will uns trösten, sagt Schmitz.

Gleichzeitig müsse man eine gewisse Vorsicht walten lassen. Das Zeichen könnte einfach ein natürliches Phänomen sein und gar nichts mit der verstorbenen Person zu tun haben. Die Verstorbenen leben weiter in Gott und können von sich aus alleine keine Zeichen senden. Wenn es wirklich ein Zeichen von ihnen ist, dann ist es in Wirklichkeit ein Zeichen von Gott.

Zweitens könnte es sein, dass wir getäuscht werden. Es gebe böse Geister, Dämonen, die uns in die Irre führen wollen. Wir sollten daher vorsichtig sein.

Drittens dürfe man das Leben der verstorbenen Person nicht außer Acht lassen. Wenn während des Lebens alles darauf hindeute, dass die Person Gott abgelehnt habe, dürfe man das nicht aufgrund eines „Zeichens“ für belanglos halten. Letztlich wisse Gott alleine, wo die verstorbene Person sei, es sei aber gefährlich, wegen eines Zeichens alles andere zu ignorieren. Gott respektiere die Entscheidungen, die wir im Leben treffen. „Wenn wir den Himmel wählen, bekommen wir den Himmel, dank Jesus. Aus Gerechtigkeit gilt aber auch: Wenn wir die Hölle wählen, bekommen wir die Hölle“, sagt Schmitz wörtlich.

Als Christen brauchen wir keine Zeichen, weil wir den Herrn haben, betont Schmitz abschließend. Unabhängig davon wie ein Mensch gelebt hat und gestorben ist, beten wir für ihn. Gott ist Herr über die Lebenden und die Toten. Diejenigen, die in Christus gelebt haben, sterben auch in ihm. Wir beten für sie, weil wir nicht wissen, wo sie sind.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  3. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  4. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  5. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  6. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  7. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  8. Erzbischof von Vilnius als CCEE-Präsident wiedergewählt
  9. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  10. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  11. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  12. 'Junge Menschen sehnen sich danach, mit etwas Zeitlosem verbunden zu sein'
  13. Jesus begegnen im Stift Kremsmünster
  14. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  15. „Die Kirche sieht Medjugorje heute aus geistlicher und aus pastoraler Sicht positiv“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz