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Reformbewegung ‚Reformen jetzt’ auf offizieller Webseite der Katholischen Kirchgemeinde St. Gallen

4. Mai 2024 in Schweiz, 10 Lesermeinungen
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Die Bewegung arbeitet im Auftrag der ‚Lebensraumorientierten Seelsorge-Versammlung’ St. Gallen. Sie verlangt, dass die katholische Kirche zu einer ‚diskriminierungsfreien, geschwisterlichen und zukunftsfähigen Institution’ wird.


St. Gallen (kath.net/jg)
Die Bewegung „Reformen jetzt“ hat auf der offiziellen Internetpräsenz der „Katholischen Kirche im Lebensraum St. Gallen“ einen eigenen Bereich, in welchem ein „Kultur- und Strukturwandel“ in der katholischen Kirche verlangt werden.

Ausgangspunkt sind die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche und der Umgang damit. Die Bewegung „verlangt“, dass sich die katholische Kirche „zu einer diskriminierungsfreien, geschwisterlichen und zukunftsfähigen Institution“ bewegt. Damit sich etwas ändere, müssten „grundlegende Mechanismen der Kirche“ geändert werden. Es sind dies die „Machtfrage“, die Sexualmoral, das Priesterbild, die „Rolle der Frau: Gerechtigkeit!“ und die Ausbildungs- und Personalpolitik.

Die Bewegung arbeitet nach eigenen Angaben im Auftrag der LOS (Lebensraumorientierte Seelsorge)-Versammlung, der alle Seelsorger der Seelsorgeeinheiten St. Gallen Ost, Zentrum und West-Gaiserwald angehören, ebenso die Mitarbeiter des für Jugendarbeit zuständigen Yespritteams, der Sozialdienste und der Cityseelsorge.


Die Bewegung ist für alle Katholiken des Bistums  St. Gallen offen. Ihre Anliegen der Bewegung werden derzeit von etwas mehr als 2.800 Personen unterstützt, darunter sind 559 Mitarbeiter des Bistums St. Gallen, 231 Behördenmitglieder, 93 Pfarreiräte und 839 freiwillig Engagierte.

„Reform jetzt“ hat vier „Reformvorstöße“ vorgelegt. Die erste betrifft die 2024 anstehende Bischofswahl, die „kritisch-kommunikativ“ begleitet werden soll. Auf der Internetseite der Bewegung können Fragen an mögliche Bischofskandidaten eingereicht werden, die an das Domkapitel weitergeleitet werden, das für die Bischofswahl zuständig ist.

Der zweite Vorstoß betrifft die Frage, wer Paare, die kirchlich heiraten wollen, begleiten und trauen soll. Die Bewegung will eine Gleichstellung von Priestern und Laienseelsorgern, die durch die Ausstellung einer „außerordentlichen Trauvollmacht“ durch den Bischof an die Laienseelsorger geschehen soll.

Für einen Teil der Mitarbeiter im kirchlichen Dienst ist eine so genannte kanonische Lebens- und Partnerschaftsform Bedingung. Diese Voraussetzung soll fallen. „Weder sexuelle Identität noch partnerschaftliche Lebensform – wie eine zweite Heirat nach einer Scheidung, ein Leben im Konkubinat oder eine homosexuelle Partnerschaft – dürfen Anstellungshindernis oder Kündigungsgrund sein. Einzig Kompetenz und Identifikation mit den Zielen der Kirche dürfen für eine Anstellung entscheidend sein. Die Schaffung und Pflege einer diskriminierungsfreien und offenen Atmosphäre ist ein wichtiges Mittel, um Missbrauch präventiv zu verhindern“, heißt es wörtlich.

Der vierte Vorstoß betrifft die Möglichkeiten für Priester, die laisiert werden. Sie sollen genau so in der Seelsorge eingesetzt werden, wie Seelsorger ohne Weihe.

„Reformen jetzt“ betont, dass die Vorstöße das geltende Kirchenrecht zwar ausreizen, aber sich „noch im Rahmen des Machbaren“ bewegen. Sie würden deshalb keine Kirchenspaltung provozieren, sondern die bereits vor 40 Jahren eingeschlagene Richtung der Deutschschweizer Bistümer fortsetzen und ausbauen. Die Reformvorstöße seien „zeitnah umsetzbar“. Es brauche „nur Mut und Entschlossenheit.“

Bis Ende Mai gibt es eine Postkartenaktion von „Reformen jetzt“, bei welcher die Gläubigen aus verschiedenen Postkarten mit Heiligenbildern auswählen und auf diese ihre Anliegen, Wünsche und Anregungen schreiben können. Wer will, kann auch seinem „Ärger Luft machen“. Die Karten werden gesammelt und an Markus Büchel, den Bischof von St. Gallen, weitergeleitet. Eine Postkarte trägt das Bild des heiligen Joseph, der in der zugehörigen Beschreibung als „Bräutigam, später Ehemann und – je nach Auffassung – der Vater oder Zieh-Vater Jesu“ war.

Zur Katholischen Kirche im Lebensraum St. Gallen gehören zwölf Pfarreien, die ökumenische Gemeinde Halden, die Wallfahrtskirche Heiligkreuz, das Kloster Notkersegg und die italienischsprachige Gemeinde St. Gallen.

 


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Lesermeinungen

 lamwool 16. Mai 2024 
 

Hallo..

@PXX. Ich war (bin) gespannt, ob Sie mir auf meinen Text etwas entgegnet würden. Leider nicht.
Manchmal habe ich schon den Eindruck in diesem Forum, wie wenn die Texte ins All hinaus geschrieben würden und sich unendlich immer weiter wegbewegen würden. Mehr Monolog, statt Dialog.
Wie heisst es doch so romantisch: kein gesprochenes Wort lässt sich zurückholen; es wandert...
Gruss


0
 
 modernchrist 14. Mai 2024 
 

Wenn eher kirchenferne Katholiken,

die nicht oder selten in die Sonntagsmesse gehen, sich aber doch trauen lassen wollen und ihre Kinder taufen lassen, wenn diese dann auch noch bei diesen Sakramenten Laien-Seelsorger vor sich haben, die dann ja auch die Vorgespräche dazu führen, dann verschwindet der Kontakt zum Priester völlig. Und das ist verhängnisvoll, denn die Menschen spüren den Unterschied doch!


0
 
 lamwool 12. Mai 2024 
 

Wer ist

@PXX
Sie schreiben "was die Kirche seit Jahrhunderten abgelehnt hat und anders gelehrt hat."
Ich komme halt immer wieder mit der Frage: Wer ist die Kirche? Oder anders gefragt (bitte nicht falsch verstehen): aus was besteht die Kirche denn, wenn nicht aus Menschen. Aus Menschen also, die lernen, lehren, meinen zu wissen und auch mal irren.
Gab und gibt es nicht aus deshalb Konferenzen, Konzile in der Kirche zur Standortbestimmung in der heutigen Welt. IN der Welt, nicht GEGEN die Welt. Immer die Bibel im Blickfeld und auch die Menschen, welche 'leben' müssen, mit allen notwendigen Entscheidungen (Kinder, Beruf, Nachbarliebe usw.)
Meines Erachtens wird das einfach zu wenig berücksichtigt. Ich wiederhole: für mit gilt die Bibel!!
Alles andere ist wandelbar.


0
 
 lesa 6. Mai 2024 

Nicht im Sumpf stecken bleiben

@lakota: Klarer Fall!
Der Himmel selber hat in der Osterzeit bestätigt, wo die Zukunft der Kirche ist.


1
 
 lakota 6. Mai 2024 
 

Haarsträubend...

"Lebensraumorientierten Seelsorge"...
Was soll das denn heißen? Daß mir die Kirche verständnisvoll auf die Schulter klopft, auch wenn mein "Lebensraum" ganz und gar GEGEN Gottes Gebot verstößt?
Evangelium verkünden - gelegen oder ungelegen - ist wohl kein Thema mehr.

Und wenn einige hier wieder im Viereck springen - da möchte ich lieber Bischof Hounder folgen und zur Piusbruderschaft gehen.


1
 
 PXX 5. Mai 2024 
 

Es erstaunt nicht…..

Es erstaunt nicht, dass die Reformbewegung genau das verlangt, was die Kirche seit Jahrhunderten abgelehnt hat und anders gelehrt hat. Dass dies im Bistum St. Gallen geschieht verwundert auch nicht im geringsten.


1
 
 Stefan Fleischer 5. Mai 2024 

@ Mariat

Ja, wir müssen ganz generell wieder Gott ins Spiel bringen. Wir müssen wieder verkünden, dass Gott unser Vater ist, von dem wir abhängig sind. Wir dürfen nicht länger verschweigen, dass Gott als Vater unser Herr ist, ein Herr, der uns liebt, sicher, aber auch ein absolut gerechter Richter der Lebenden und der Toten. Bei ihm gibt es keinen Justizirrtum, auch nicht aus falsch verstandener Barmherzigkeit. Er hat nur die Macht - und will sie auch gebrauchen - Gnade vor Recht walten zu lassen für alle, die ihn "fürchten", die ihm «in Ehrfurch nah'n», wie wir in eine algemn Lied singen. (vgl. z.B. Lk 1,50)


1
 
 Mariat 4. Mai 2024 

Jeder darf seine Wünsche kundtun!!!

Ja, Hr. @Fleischer, wer fragt dabei nach dem Willen Gottes?
Wenn Laienseelsorger Trauungen durchführen sollen- im Auftrag dürfen, dann sind wir evangelisch.
Gottes reichen Segen
Mariat


2
 
 Stefan Fleischer 4. Mai 2024 

Die Bewegung „verlangt“

Typisch!

Dabei sollte doch gelten:

Entscheidend ist nicht, das zu tun
was wir für richtig und gut empfinden,
sondern was Gott von uns erwartet.

Wie wollen wir wissen, was Gott von uns will,
wenn wir die Beziehung zu ihm nicht pflegen?


4
 
 Katholiken-der-Film 4. Mai 2024 
 

Immer wieder dieser skrupellose Missbrauch des Missbrauchsskandals

Wer vorhat, Feuer mit Benzin löschen zu wollen (im Fall der aktuellen Revolutionsanfälle in der Kirche, einen zu mindestens 80% homo-sexuellen Missbrauchsskandal mit noch mehr Homosexualität zu "bekämpfen"), den sollten die Sicherheitskräfte weitestmöglich vom Brandherd fernhalten. Doch leider ist Rom dabei derzeit keine Hilfe.


5
 

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