Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  10. „Wir werden erwartet“
  11. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  12. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  13. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  14. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  15. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um

Rote Rosen und ein Aschenkreuz

14. Februar 2024 in Familie, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Warum Ehepaare sich freuen sollten, dass 2024 Aschermittwoch und Valentinstag zusammen gefeiert werden.


Wien (kath.net / pk) Ein romantisches Dinner mit Aschenkreuz? Fastensuppe statt Schokoladeherzen? Wenn Valentinstag und Aschermittwoch am selben Tag gefeiert werden, dann ist das eine wunderbare Gelegenheit, sich tiefer mit den beiden Festtagen auseinanderzusetzen.

Das findet Michael Rennier in einem Beitrag für das Portal „Aleteia”, wo er über die tiefere Bedeutung der beiden Feste reflektiert und zum Schluss kommt: „Die Verbindung von Aschermittwoch und Valentinstag ist ein seltenes Geschenk. Es ist der Gipfel der Romantik!”

Wie das? In der Ehe gehe es nicht allein um schöne Gefühle und körperliche Anziehung, um rote Rosen und diamantene Ohrringe. Natürlich sei dies gelegentlich möglich, aber keineswegs ständig. „Romantik geht viel, viel tiefer”, erklärt Rennier. „Sie führt zum Kern dessen, wer wir sind, und wird so zu einer völligen Selbsthingabe.“

Romantik bedeute Sehnsucht, erklärt Rennier. Wenn diese jedoch oberflächlich bleibe und voller Erwartungen, dann sei sie selbstbezogen. Echte Sehnsucht sei wie eine „Herzenswunde“. Sie suche den Geliebten und verzehre sich ganz nach dem anderen. „Romantische Sehnsucht strebt danach, meine Frau glücklich zu machen und ihr treu zu sein, unabhängig davon, ob ich mich momentan danach fühle oder nicht“, schreibt der Autor.


Das schließe genau jene Tugenden ein, die man nicht so schnell mit Romantik in Verbindung bringt: Fasten, Buße und Asche. „Als Ehemann lerne ich täglich, auf meine selbstbezogenen Gewohnheiten zu verzichten“, erzählt Rennier. „Mein Lebenswerk ist, mich immer mehr von Lastern fernzuhalten und die beste Version meiner selbst zu werden. Dieses Selbst ist das beste Geschenk, das ich meiner Frau machen kann.“

„Buße – damit meine ich die Entscheidung, aktiv vergangenen Schaden zu heilen, den ich in unserer Beziehung angerichtet habe – geschieht dann, wenn ich einen tugendhafteren Charakter entwickle. Auch das ist ein Geschenk. So zeige ich meiner Frau, dass ich sie liebe, und ich sehe unsere Beziehung nicht als selbstverständlich an.“

Schließlich sei da noch die „Asche“, erklärt der Autor. Liebe bedeute manchmal eine Hingabe des eigenen Lebens. „Nichts ist romantischer als eine völlige Hingabe angesichts des sicheren Todes.“ Das Leben des heiligen Valentin bezeuge das. Damals wollte Kaiser Claudius die christliche Ehe zerstören und untersagte Eheschließungen mit einem Priester.

Valentin ignorierte die kaiserliche Anordnung und diente weiter gläubigen Ehepaaren. Er wurde ins Gefängnis geworfen und zum Tod verurteilt. Am Abend vor seinem Tod schrieb er noch eine Nachricht für die blinde Tochter des Gefängniswärters – er erzählte ihr davon, wie sehr Gott sie liebe. An seinem Todestag wurde das Mädchen geheilt. „Sein Leben und seine Worte spiegeln die totale Selbsthingabe von Jesus Christus an seine Kirche wider“, fasst Rennier zusammen.

„Aschermittwoch ist der Entwurf für romantische Liebe“, schreibt er. Vielleicht nenne deswegen G. K. Chesterton das Christentum ein „romantisches Abenteuer, das durch den Glauben beseelt ist, dass alle Dinge aus Liebe beseelt sind“.

Auch der große Schriftsteller J. R. R. Tolkien spreche vom Allerheiligsten Sakrament als der einen großen Sache, die wie auf dieser Erde lieben sollen, denn sie umfasse „Romantik, Ruhm, Ehre und Treue“. „Die göttliche Romantik steht uns in allen anderen Beziehungen bei und bringt sie in eine ‚ewige Dauer‘ hinein“, notiert Tolkien in seinen Briefen an seinen Sohn Christopher.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  3. Neue Vatikan-Kommunikationschefin Montserrat Alvarado gibt Einblick in ihre Ideen
  4. „Alles wieder in den Urzustand versetzen“: Das Oxford Oratory wird wieder einen Hochaltar errichten
  5. Wenn das Scrollen in die Gnade eintaucht
  6. Äthiopien: Mehr als 60 Tote bei Angriffen auf Christen
  7. Venezuela: Machado kehrt zurück und besucht Marienheiligtum
  8. Waffenruhe für Oleschky: Papst-Appell für besetzte Stadt greift
  9. Vatikan-Außenminister: Papstreise nach USA 2027?
  10. “As a bishop, my duty is to proclaim the faith of the Church”
  11. Erzbischof Marini über Johannes Paul II.: Er war für mich ein zweiter Vater
  12. ‚Ghost Soldier‘ – Action-Film mit Jim Caviezel in der Hauptrolle und Gebet zum Erzengel Michael
  13. ‚Big Bang Theory‘-Produzent warnt: Gesellschaften ohne Gott fallen in Tyrannei
  14. "Österreich-Feier" im Stephansdom mit Lichterprozession und Pummerin
  15. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz