Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  9. Gottes Wirken vollzieht sich im Verborgenen
  10. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  11. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  12. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  13. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  14. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  15. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende

Franziskus: Segnungen für Homosexuelle, aber nicht für Partnerschaften

26. Jänner 2024 in Aktuelles, 39 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papstbegegnung mit Mitgliedern des Glaubensdikasteriums: Spontane Segnungen erfordern keine "moralische Vollkommenheit" der zu Segnenden


Vatikanstadt  (kath.net/KAP/red) Papst Franziskus hat erneut Segnungen für unverheiratete, wiederverheiratete und homosexuelle Paare in der katholischen Kirche verteidigt. Er äußerte sich am Freitag vor den Mitgliedern der Vollversammlung der vatikanischen Glaubensbehörde, die er in Audienz empfing. Die spontanen Segnungen sollten den Menschen die Nähe Gottes zeigen, sagte Franziskus.

Zudem solle Gott um Hilfe gebeten werden, damit die Gesegneten ihren Glaubensweg fortsetzten - oder diesen manchmal auch beginnen, wie der Papst hinzufügte. Darüber hinaus betonte Franziskus, dass die Segnungen außerhalb des Gottesdienstes erfolgen müssten und deshalb keine "moralische Vollkommenheit" vorausgesetzt werde. Wenn ein Paar spontan um einen Segen bitte, werde nicht die Beziehung gesegnet, so der Papst. Es gehe vielmehr um die einzelnen Personen. Dabei seien Kontext und Empfindlichkeiten der jeweiligen Gesellschaft zu berücksichtigen. Die vatikanische Glaubensbehörde hatte am 18. Dezember die von Franziskus bestätigte Grundsatzerklärung "Fiducia supplicans" veröffentlicht.


Darin erlaubt der Vatikan erstmals katholischen Priestern, Paare in "irregulären Situationen" zu segnen. Während Bischöfe in Westeuropa die Öffnung begrüßten, gab es aus vielen anderen Teilen der Welt Kritik. Die Mehrheit der afrikanischen Bischöfe weigerte sich, den neuen Segen für gleichgeschlechtliche Paare in ihren Diözesen einzuführen. In vielen Ländern des Kontinents steht Homosexualität unter Strafe.

Sakramente Thema der Beratungen

Wie aus der Papstrede weiter hervorging, berieten die Mitglieder des Glaubensdikasteriums - unter ihnen auch der Wiener Kardinal Christoph Schönborn - in den vergangenen Tagen unter anderem über die Sakramente und deren Gültigkeit. Das Leben der Kirche werde durch die Sakramente genährt, sagte Franziskus.

Entsprechend sei von Amtsträgern "eine besondere Sorgfalt bei der Spendung der Sakramente und bei der Weitergabe der durch sie vermittelten Gnadenschätze an die Gläubigen gefordert". Das Dikasterium arbeite derzeit auch an einem Dokument zum Thema Menschenwürde. Er hoffe, dass es der Kirche dabei helfen werde, an der Seite derer zu stehen, die ohne Aufhebens im täglichen Leben für die Rechte und die Würde ihrer Mitmenschen einträten, sagte der Papst. Christen niemals müde werden, auf dem "Primat der menschlichen Person und der Verteidigung ihrer Würde unabhängig von allen Umständen" zu beharren.

Pastorale und missionarische Umkehr

In weiten Teilen der Welt stellte der Glaube heute keine selbstverständliche Voraussetzung des gemeinsamen Lebens mehr dar, sondern werde oft sogar verleugnet, sagte Papst Franziskus schließlich unter Rückgriff auf Aussagen seines Vorgängers Benedikt XVI. (2005-2013). Es gelte daher, "neu und mit größerer Leidenschaft" über Themen nachzudenken wie die Verkündigung und Kommunikation des Glaubens in der heutigen Welt, vor allem mit Blick auf die jüngeren Generationen, und die "missionarische Umkehr der kirchlichen Strukturen und der in der Pastoral Tätigen". Franziskus verwies zudem auf die "neuen städtischen Kulturen mit ihrer Fülle an Herausforderungen, aber auch an noch nie dagewesenen Sinnfragen" und "vor allem die zentrale Bedeutung des Kerygmas für das Leben und die Sendung der Kirche". Genau hier werde Unterstützung durch das Glaubensdikasterium erwartet, so der Papst: "Den Glauben bewahren bedeutet heute eine Verpflichtung zur Reflexion und Unterscheidung, damit die gesamte Gemeinschaft eine echte kerygmatische pastorale und missionarische Umkehr anstrebt, die auch dem laufenden synodalen Weg helfen kann."

 

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  5. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  6. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  9. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  10. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  11. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  14. Neue Verhöre im Fall Emanuela Orlandi
  15. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz