Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  4. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  5. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  8. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  9. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  10. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  11. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  12. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  13. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  14. Mladifest in Medjugorje endet mit Sendung in alle Welt
  15. Verklärung des Herrn auf dem Berg Tabor

Rabbinerversammlung übt scharfe Kritik an Papstaussagen zum Hamas-Terror

23. November 2023 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Was hat der jahrzehntelange jüdisch-christliche Dialog gebracht, wenn man zwar von Freundschaft und Brüderlichkeit spreche, dann aber mit "eisiger Gleichmacherei" reagiere, sobald es "diejenigen gibt, die versuchen, die Juden auszurotten"


Rom (kath.net/KAP) Der Rat der italienischen Rabbinerversammlung hat Aussagen des Papstes zum Krieg im Nahen Osten kritisiert. Durch die Äußerungen würden "unschuldige Menschen, die ihrer Familien entrissen wurden, mit Menschen, die oft wegen sehr schwerer Terrorakte inhaftiert sind, auf die gleiche Stufe gestellt", teilte der Rabbiner-Rat am Donnerstag mit. Anlass der Kritik waren Äußerungen des Papstes bei der Generalaudienz am Mittwoch. Dabei nahm Franziskus auf zwei kurz zuvor stattgefundene Treffen Bezug: auf eines mit Angehörigen von Geiseln der Terror-Organisation Hamas und auf eines mit Verwandten von Palästinensern in Gaza.


Der Papst selbst sprach von einer Delegation Palästinenser mit in Israel inhaftierten Verwandten. Unklar ist bislang, ob in der palästinensischen Gruppe überhaupt ein Angehöriger einer in Israel inhaftierten Person war. Bei der anschließenden Pressekonferenz der Delegation fand ein solcher Fall keine Erwähnung. Der Vatikan enthielt sich bislang einer Stellungnahme, trotz angekündigten Berichtes zu den Treffen. Auch weitere Aussagen des Papstes stießen auf Unverständnis.

Franziskus sagte: "Sie leiden so sehr und ich habe gehört, wie sie beide leiden. Kriege verursachen das. Aber hier sind wir über Kriege hinausgegangen, das ist keine Kriegsführung, das ist Terrorismus." Hier blieb offen, ob er beide Kriegsparteien oder eine von ihnen meinte.

Die Rabbiner gingen von der öffentlichen Beschuldigung eines Terrorismus durch beide Seiten aus und schrieben: "Diese Stellungnahmen auf höchster Ebene folgen auf problematische Erklärungen von illustren Vertretern der Kirche, in denen entweder keine Spur einer Verurteilung der Hamas-Aggression zu finden ist oder im Namen einer vermeintlichen Unparteilichkeit der Aggressor und die Angegriffenen auf eine Stufe gestellt werden." Sie fragten sich, was der jahrzehntelange jüdisch-christliche Dialog gebracht habe, wenn man zwar von Freundschaft und Brüderlichkeit spreche, dann aber "mit diplomatischer Akrobatik, Balanceakten und eisiger Gleichmacherei" reagiere, sobald es "diejenigen gibt, die versuchen, die Juden auszurotten". Das sei nicht fair.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  5. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  6. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  7. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  8. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  9. "Die meisten kommen wegen der Sozialleistungen"
  10. Mullah-Gegnerin Masih Alinejad warnt vor Islamismus: „Allahu Akbar klingt für mich nach Hinrichtung“
  11. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  12. Verklärung des Herrn auf dem Berg Tabor
  13. Grösse
  14. Mladifest in Medjugorje endet mit Sendung in alle Welt
  15. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz