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Vatikan-Erzbischof verurteilt Gewalt gegen Kunstwerke

29. Mai 2023 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Kurienerzbischof Fisichella in Botschaft zum Welttourismustag: Schutz von Kunstwerken liegt in Verantwortung aller, daher ist "jede Form von Gewalt, die ihre Erhaltung untergräbt, mit Überzeugung zu verurteilen".


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Der vatikanische Kurienerzbischof Rino Fisichella hat jegliche Art von Gewalt gegen Kunstwerke verurteilt. "Hinsichtlich von Kunstwerken, die seit Jahrhunderten zum Erbe der Menschheit gehören und zu einem Ziel für Touristen aus der ganzen Welt werden, ist es sinnvoll, daran zu erinnern, dass ihr Schutz in der Verantwortung aller liegt und daher jede Form von Gewalt, die ihre Erhaltung untergräbt, mit Überzeugung zu verurteilen ist", schreibt Fisichella in einer am Freitag vom Vatikan veröffentlichten Botschaft zum diesjährigen Welttourismustag (27. September). Konkrete Beispiele für Gewalt gegen Kunstwerke nennt Fisichella - er ist Pro-Präfekt des Dikasteriums für Evangelisierung - in dem Schreiben nicht.


Im Vatikan läuft derzeit ein Gerichtsprozess gegen Aktivisten der "Letzten Generation" wegen möglicher Sachbeschädigung. Vergangenen August hatten sich zwei von ihnen - eine 25 Jahre alte Kunststudentin sowie ein 62 Jahre alter Gesundheitspfleger - am Podest der weltbekannten Laokoon-Skulptur in den Vatikanischen Museen festgeklebt. Auch mit einer Farb-Attacke aus verdünnter Pflanzenkohle auf den Trevi-Brunnen in Rom sorgten Klimaaktivisten zuletzt über Italien hinaus für Schlagzeilen.

Zur Zielscheibe werden Kunstwerke immer wieder, aber auch abseits von Klimaprotesten. Bei einem Zwischenfall in den Vatikanischen Museen stürzte im vergangenen Jahr ein Mann zwei Marmorbüsten um und beschädigte diese.

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