Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  4. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  5. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  8. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  9. So fühlt sich Nachhausekommen an
  10. Menschenrecht auf Abtreibung?
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  13. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  14. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  15. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten

‚Wer hat Angst vor Benedikt XVI.?’

12. Jänner 2023 in Weltkirche, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Hat Papst Franziskus die Popularität Benedikts XVI. gefürchtet? Der Journalist Andrea Gagliarducci sieht Anzeichen dafür in den Gesten und Entscheidungen Franziskus’ nach dem Tod von dessen Vorgänger.


Vatikan (kath.net/jg)

Der katholische Journalist Andrea Gagliarducci stellt in seiner Kolumne auf MondayVatican zunächst einige protokollarische Auffälligkeiten um den Tod und das Begräbnis von Papst Benedikt XVI. fest und erlaubt sich dann die Frage, ob Papst Franziskus Angst vor der Popularität seines Vorgängers habe und deshalb zeigen wollte, dass nur er Papst ist. Die Gesten und Entscheidungen von Franziskus nach dem Tod seines Vorgängers könnten laut Gagliarducci als Versuch des amtierenden Papstes interpretiert werden, zu betonen, dass es sich bei Benedikt XVI. nur um den emeritierten und nicht um den regierenden Papst handelt.

Der Journalist stellt fest, dass Papst Franziskus nach dem Tod Benedikts seinen Terminkalender nicht geändert hat, um einen Besuch beim aufgebahrten Benedikt XVI. zu machen, wie es hunderttausende Gläubige getan hätten, darunter viele Bischöfe und Priester. Die Messe am 1. Januar und andere Verpflichtungen hätten nicht verschoben werden können, räumt Gagliarducci ein, sehr wohl aber hätte die Generalaudienz am 4. Januar später beginnen können, ebenso der Besuch bei der Krippe am Petersplatz.


Franziskus sei zwar der erste im Kloster Mater Ecclesiae gewesen, aber bei allen folgenden Anlässen dort nicht mehr erschienen. Er habe keine offizielle Trauer im Vatikan angeordnet, nicht einmal am Tag der Beerdigung von Benedikt XVI. Mit Ausnahme von Italien und Deutschland seien keine offiziellen Delegationen beim Begräbnis vorgesehen gewesen. Staatsoberhäupter hätten daher als Privatpersonen teilgenommen und nicht in ihrer offiziellen Funktion. Er habe den Eindruck gewonnen, der Vatikan habe offizielle staatliche Vertretungen gar nicht dabei haben wollen. Trotzdem seien Vertreter von 21 Ländern gekommen, stellt Gagliarducci fest.

Papst Franziskus habe sich öffentlich immer nur lobend über Benedikt XVI. geäußert. Könne man deshalb davon ausgehen, dass er die Popularität seines Vorgängers gefürchtet habe? Franziskus sei ein Papst der Gesten und kenne deren Bedeutung genau. Ihm sei klar, dass ein Papst ein Leben in der Öffentlichkeit lebe und nicht im Privaten. Er wisse, dass alles, was getan und nicht getan werde, einen Grund habe.

Allerdings sei jeder Versuch die Bedeutung von Benedikt XVI. herunterzuspielen an der überwältigenden Zahl der Gläubigen gescheitert, die aus aller Welt gekommen seien um ihrem Papst die letzte Ehre zu erweisen, betont Gagliarducci.

Ein Papst wie Benedikt XVI. hätte eine bessere Behandlung verdient, sowohl seine Person als auch sein Pontifikat, meint Gagliarducci. Die Entscheidungen, die Papst Franziskus getroffen habe, könnten für ihn kontraproduktiv sein. Ein Pontifikat, das von den Medien hoch gelobt werde, könnte als eines der unbeliebtesten zu Ende gehen, mutmaßt Gagliarducci.

 

Link zum Artikel von Andrea Gagliarducci auf MondayVatican (englisch): Who’s afraid of Benedict XVI?

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"

Benedikt XVI.

  1. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  2. Kardinal Kasper erinnert sich wertschätzend an Benedikt XVI./Ratzinger - „Kennen uns seit 1963“
  3. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  4. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  5. Papst Leo verlieh Ratzingerpreis an den Stardirigenten Riccardo Muti
  6. "Unsere Liebe Frau von Guadalupe" ist "Mutter und Stern der Evangelisierung in Amerika"
  7. „Was Benedikt XVI. uns über Israel lehrte – und warum es heute von Bedeutung ist“






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  3. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  4. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  7. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  8. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  9. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  12. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  13. Menschenrecht auf Abtreibung?
  14. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  15. Papst Leo XIV: Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz