Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Koch an Eleganti: "Damit hast Du nämlich nicht Klarheit, sondern Verwirrung geschaffen!"
  2. Deutschland: Katholiken wählten anders als Gesamtbevölkerung - Mehr CDU, weniger SPD, GRÜNE und AFD
  3. „Neu ist, dass sich auch Einrichtungen der Kirche am Versuch beteiligen, Christen mundtot zu machen“
  4. Kipppunkt erreicht? Wird Wien eine muslimische Stadt?
  5. Früherer Distriktsoberer der Piusbruderschaft in den USA zu Haftstrafe verurteilt
  6. ‚Verband Christlicher Pfadfinder*innen’ beschließt Unvereinbarkeit mit AfD
  7. Brava Giorgia!
  8. Breaking News aus Medjugorje - Große Novene zum Frieden in der Welt
  9. „In einem Wahljahr sollte der Papst vernünftiger handeln“
  10. Demnächst Vatikan-Kongress über Schwarze Löcher und Urknall
  11. Die grandiose Geschichte von AMAZING GRACE
  12. Adoratio 2024 – Ein voller Erfolg
  13. Deutschschweizer Frauenklöster verlassen Ordens-Dachverband
  14. Donald Trump will ‚Seite an Seite’ mit Lebensschützern arbeiten
  15. Nebelkerzen im rechtsfreien Raum

Tag der Solidarität mit verfolgten Christen in Augsburg

22. September 2022 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Hilfswerk „Kirche in Not“ hat am vergangenen Sonntag zum Tag des Gebets und der Solidarität mit verfolgten Christen weltweit eingeladen.


Augsburg (kath.net/pba). Das Hilfswerk „Kirche in Not“ hat am vergangenen Sonntag zum Tag des Gebets und der Solidarität mit verfolgten Christen weltweit eingeladen. Bei einer Informationsveranstaltung im Haus Sankt Ulrich erzählte der nigerianische Bischof Wilfred Anagbe von der schwierigen Lage, in der sich Christen in seinem Heimatland befänden. Im Anschluss betete er gemeinsam mit dem Augsburger Bischof Dr. Bertram Meier den Kreuzweg im Hohen Dom.

Der Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland Florian Ripka verlas im Haus Sankt Ulrich zunächst ein Grußwort des Beauftragten der Bundesregierung für Religionsfreiheit Frank Schwabe. Rund 300 Millionen Christinnen und Christen lebten in Ländern, in denen sie aufgrund ihres Glaubens einem hohen Maß an Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt seien. Besonders Nigeria als das Heimatland Bischof Anagbes stehe dabei im Mittelpunkt: Die radikalislamistische Terrorgruppe Boko Haram bedrohe dort nicht nur die christliche Bevölkerung, sondern sei auch für den Tod zehntausender Muslime verantwortlich. Die deutsche Bundesregierung unterstütze eine Vielzahl an Vorhaben in dem westafrikanischen Land, doch seien diese Prozesse oft langwierig und nicht automatisch von Erfolg gekrönt.


In die gleiche Kerbe schlug auch André Stiefenhofer von „Kirche in Not“, der in einem anschließenden Vortrag die Lage der Religionsfreiheit weltweit referierte. In Nigeria treffe dabei eine äußerst brutal vorgehende Terrorgruppe auf einen zunehmend machtlos agierenden Staat. Auch andere Länder wie Mosambik, wo sich wirtschaftliche Konflikte im Norden des Landes zunehmend religiös auflüden, sowie Pakistan, wo es zu immer mehr Zwangskonversionen und -verheiratungen christlicher Mädchen und Frauen komme, standen im Fokus des Vortrags. Gute Nachrichten gab es dafür aus dem Irak zu vermelden, wo sich die christlichen Gemeinden nach den verheerenden Kriegen und Konflikten der vergangenen zwei Jahrzehnte langsam wiederaufbauen hätten können.

Bischof Anagbe erzählte im Anschluss von der Lage der Christinnen und Christen in Nigeria sowie in seiner Diözese Makurdi in der Mitte des Landes. In klaren Worten benannte der Geistliche dabei das Versagen des Staates, der zunehmend zu einem „killing field“ werde, in dem Gewalt an der Tagesordnung sei. Boko Haram sei dabei nicht die einzige Gefahr; zusätzlich komme es vermehrt zu auch religiös motivierten Auseinandersetzungen halbnomadisch lebender Viehhirten mit sesshaften Ackerbauern. Schon jetzt komme es in seiner Diözese regelmäßig zu mitunter tödlichen Angriffen auf Christen, und manche Gebiete seines Bistums könne er aufgrund der schlechten Sicherheitslage mittlerweile nicht einmal mehr besuchen. Dazu kämen Millionen an Binnenflüchtlingen, deren Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten sich zunehmend schwieriger gestalte.

In dem gemeinsam gebeteten Kreuzweg im Hohen Dom betonte Bischof Dr. Bertram Meier anschließend, dass das christliche Zeugnis durchaus lebensgefährlich sein könne – und es tatsächlich auch von Anfang an war. Bei der 13. Station des Kreuzweges begegne den Betenden mit Josef von Arimathäa ein frühes Beispiel für einen Mann, der aus Furcht vor Repression „nur heimlich“ an Jesus hätte glauben können; ihm und allen christlichen Glaubensgeschwistern, die heute verfolgt werden, gälten unsere Solidarität und Gebet.

Gerade heute spielten Religionsgemeinschaften eine wichtige Rolle als potentielle Friedensvermittler, könnten umgekehrt aber auch bestehende Konflikte weiter verschärfen. Umso wichtiger sei es, „dass alle gottgläubigen Menschen die Unverletzlichkeit des religiösen Bekenntnisses anerkennen und füreinander eintreten“, so der Bischof. Zugleich müsse klar sein, dass die christliche Botschaft nie die Sprache der Gewalt sprechen dürfe: niemals mit Gewalt verteidigt werden dürfe, „sondern dem Beispiel unseres Herrn Jesus Christus folgend, im Bezeugen der Wahrheit durch Worte und Taten der Liebe.“

Foto: Bischof Dr. Bertram Meier und Bischof Wilfred Anagbe beim Kreuzweg im Hohen Dom zu Augsburg (Foto: Annette Zoepf / pba)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Bischof Strickland warnt vor ‚Crescendo der Apostasie’ in der Kirche
  2. Erzbischof Aguer: Nächster Papst muss die katholische Lehre gegen ‚progressive Mythen’ verteidigen
  3. ‚Ideologie’, ‚Schisma’ – Kardinal Burke befürchtet radikale Veränderung der Kirche
  4. ‚Lieber in der Kirche Gottes mit Unkraut als in einer Kirche die ich baue’
  5. Alexander Kissler: ‚Als Klimasekte haben die Kirchen keine Zukunft’
  6. Südtiroler Bischof: Kirche muss auch gegen den Strom schwimmen
  7. Erster Kirchen-Neubau in Türkei seit 100 Jahren vor Eröffnung
  8. Neigung vor Gott und Zuneigung zum Menschen
  9. Für eine Kirche ohne Privilegien
  10. ‚Fest im Glauben bleiben’ – Kardinal Müller warnt vor ‚LGBT-Wahnsinn’ in der Kirche






Top-15

meist-gelesen

  1. Oktober 2024 mit kath.net in MEDJUGORJE
  2. Breaking News aus Medjugorje - Große Novene zum Frieden in der Welt
  3. Brava Giorgia!
  4. Koch an Eleganti: "Damit hast Du nämlich nicht Klarheit, sondern Verwirrung geschaffen!"
  5. Der Räuber und das Fitnessstudio
  6. „Neu ist, dass sich auch Einrichtungen der Kirche am Versuch beteiligen, Christen mundtot zu machen“
  7. Nebelkerzen im rechtsfreien Raum
  8. Äbtissin Christiana Reemts OSB: „Früher glaubte man...“
  9. Deutschland: Katholiken wählten anders als Gesamtbevölkerung - Mehr CDU, weniger SPD, GRÜNE und AFD
  10. Die grandiose Geschichte von AMAZING GRACE
  11. Früherer Distriktsoberer der Piusbruderschaft in den USA zu Haftstrafe verurteilt
  12. Adoratio 2024 – Ein voller Erfolg
  13. Kardinal: Italiens Präsident bat Vatikan, Berlusconi zu stürzen, Antwort war "eisiges Schweigen"
  14. Kipppunkt erreicht? Wird Wien eine muslimische Stadt?
  15. „Welt“: Das entschwärzte RKI-Protokoll „sorgt unter Politikern und Wissenschaftlern für Empörung“

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz