Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  5. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  6. So fühlt sich Nachhausekommen an
  7. Menschenrecht auf Abtreibung?
  8. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  11. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  12. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  13. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  14. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  15. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds

Kurienkardinal Koch: Treffen zwischen Papst und Kyrill ist nur unter Voraussetzungen sinnvoll

12. August 2022 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vatikanischer "Ökumeneminister" Koch: Begegnung von Papst und Moskauer Patriarch "dann sinnvoll, wenn es zu gemeinsamer klarer Stellungnahme kommen könnte, dass dieser sinnlose und grausame Krieg endlich beendet würde"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der vatikanische "Ökumeneminister" Kardinal Kurt Koch hält eine mögliche Begegnung zwischen Papst Franziskus und dem russisch-orthodoxen Moskauer Patriarchen Kyrill I. nur unter Voraussetzungen für sinnvoll. "Ich denke, sie wäre dann sinnvoll, wenn es zu einer gemeinsamen klaren Stellungnahme kommen könnte, dass dieser sinnlose und grausame Krieg endlich beendet würde", sagte Koch im Interview der Nachrichtenagentur Kathpress (Donnerstag) mit Blick auf die Kämpfe in der Ukraine. Sowohl Franziskus als auch Kyrill wollen Mitte September an einem Religionstreffen in Kasachstan teilnehmen. Über ein dortiges Treffen der beiden dort wird rege spekuliert.

Er wisse nicht, ob es ein Zusammentreffen von Papst und Patriarch in Kasachstan geben werde, sagte Koch. Eine große Herausforderung in diesem Zusammenhang sei, "dass es in der Ukraine als sehr schwierig empfunden werden würde, wenn der Papst zunächst den russisch-orthodoxen Patriarchen trifft, bevor er die Ukraine besucht hat", so der Leiter des vatikanischen Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen.


Der päpstliche Außenbeauftragte Erzbischof Paul Gallagher hatte zuletzt nicht ausgeschlossen, dass Franziskus vor der für 14. und 15. September geplanten Teilnahme an dem interreligiösen Kongress in der kasachischen Hauptstadt Nur-Sultan in die Ukraine reist. Franziskus selbst hat bereits mehrfach den Wunsch geäußert, Kiew zu besuchen. Am vergangenen Wochenende verlautete auch Kiews Botschafter beim Heiligen Stuhl nach einem Treffen mit dem Papst, dass Franziskus die Ukraine noch vor seiner Reise nach Kasachstan besuchen wolle.

Differenzen zu Moskau groß

Insgesamt sei die bilaterale Beziehung zum Moskauer Patriarchat durch Kyrills Position zum Ukraine-Krieg "getrübt", sagte Kardinal Koch im Kathpress-Interview. "Die Positionen sind sehr verschieden, weil für unsere katholische Kirche völlig klar ist, dass ein Krieg niemals eine Lösung ist". Krieg schaffe nur noch größere Probleme, "gerade mit dieser hohen Zahl an Opfern, den vielen Flüchtlingen, den Konsequenzen für die weitere Verschmutzung der Schöpfung und den Hunger in der Welt". Die Position des Heiligen Stuhls sei klar: "Krieg ist ein falscher Weg."

Patriarch Kyrill hingegen sei der Überzeugung, dass dieser Weg beschritten werden müsse, so Koch. Da seien die Differenzen einfach sehr groß. "Aber wenn wir Wege zur weiteren Verständigung suchen wollen, dann müssen wir im Dialog bleiben", betonte der Kurienkardinal.

Koch verwies dazu auch auf die gleiche Position des Weltkirchenrates ÖRK. Dort gab es im Vorfeld der nächsten Vollversammlung, die ab 31. August in Karlsruhe tagt, die Diskussion, ob die Delegation des russisch-orthodoxen Patriarchats ausgeladen werden soll. "Aber der Weltkirchenrat hat entschieden, dass das keine Lösung ist. Die Dialoge, Gespräche und Beziehungen müssen aufrechterhalten werden, sonst kann man gar nichts erreichen", sagte der vatikanische Ökumene-Beauftragte.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Fotos (c) LohmannMedia


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  3. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  4. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  7. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  8. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  9. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  10. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  11. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  12. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  13. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete
  14. Menschenrecht auf Abtreibung?
  15. Gott schütze Venezuela!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz