Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  2. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  3. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  6. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  7. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  8. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  9. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  10. Vorbehaltlos Ja zum Leben!
  11. Streit um Papstkreuz im Wiener Donaupark
  12. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  13. Zeitliche und ewige Zukunft
  14. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  15. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort

Luzia, das strahlende Licht der Gnade und die Vollmacht Jesu

13. Dezember 2021 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Benedikt XVI. – Licht des Glaubens: die Frage nach der Vollmacht Jesu. Woher stammte die Taufe des Johannes? Vom Himmel oder von den Menschen? Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) 13. Dezember, Montag der dritten Woche im Advent, Gedenktag der heiligen Luzia. Das Leben der Heiligen lässt sich eher aus der volkstümlichen Tradition als aus der Geschichte ableiten, die besagt, dass sie eine Märtyrerin aus Syrakus war, die aus dem schönen Sizilien stammte und um 304 während der Verfolgung durch Diokletian den Märtyrertod erlitt. Eine Inschrift aus dem fünften Jahrhundert bezeugt den Kult um sie in ihrer Stadt. Ihr Leben und Martyrium wurden von der Legende ausgeschmückt, doch ist ihre Geschichtlichkeit durch die Wiederentdeckung ihres Grabes in der Luzia-Katakombe in Syrakus gesichert. Ihre Verehrung hat sich vor allem in Italien (Rom, Ravenna, Venedig) ausgebreitet.

Ein Jahrhundert nach ihrem Märtyrertod „zwang“ die Volksfrömmigkeit diesen Kult der Kirche in Rom „auf“. Ihr Name wird im eucharistischen Gebet zu den ersten Märtyrern des Christentums gezählt. Ihr Name und ihr glorreiches Martyrium erinnern an Licht, nicht nur an das strahlende Licht der Sonne, sondern vor allem an das strahlende Licht der Gnade. In den Ländern Nordeuropas ist sie sehr bekannt und wird von Mädchengruppen mit brennenden Kerzen gefeiert..

Die Frage nach der Vollmacht Jesu

„Als er in den Tempel ging und dort lehrte, kamen die Hohepriester und die Ältesten des Volkes zu ihm und fragten: In welcher Vollmacht tust du das und wer hat dir diese Vollmacht gegeben? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Auch ich will euch eine Frage stellen. Wenn ihr mir darauf antwortet, dann werde ich euch sagen, in welcher Vollmacht ich das tue. Woher stammte die Taufe des Johannes? Vom Himmel oder von den Menschen? Da überlegten sie und sagten zueinander: Wenn wir antworten: Vom Himmel!, so wird er zu uns sagen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt? Wenn wir aber antworten: Von den Menschen!, dann müssen wir uns vor den Leuten fürchten; denn alle halten Johannes für einen Propheten. Darum antworteten sie Jesus: Wir wissen es nicht. Da erwiderte er: Dann sage auch ich euch nicht, in welcher Vollmacht ich das tue“ (Mt 21,23-27).


Benedikt XVI., Angelus am 29. Januar 2012:

Das Evangelium des heutigen Sonntags (Mk 1,21–28) berichtet uns von Jesus, der am Sabbat in der Synagoge von Kafarnaum predigt, jener kleinen Stadt am See Gennesaret, wo Petrus und sein Bruder Andreas wohnten. Seiner Lehre, die das Staunen der Menschen erregte, folgt die Befreiung eines Mannes, »der von einem unreinen Geist besessen war« (V. 23), welcher in Jesus den »Heiligen Gottes«, das heißt den Messias erkennt. Rasch verbreitet sich sein Ruf im ganzen Gebiet, das er durchwandert, wobei er das Reich Gottes verkündigt und Kranke aller Art heilt: Wort und Tat. Der hl. Johannes Chrysostomus weist darauf hin, wie der Herr »in so vielfältiger Weise auf den Nutzen seiner Zuhörer bedacht ist, und bald von den Wundertaten zur Predigt übergeht, bald auf die mündliche Belehrung Wundertaten folgen läßt« (Hom. in Matthæum 25, 1: PG 57, 328).

Das Wort, das Jesus an die Menschen richtet, eröffnet unmittelbar den Zugang zum Willen des Vaters und zur Wahrheit über sich selbst. Nicht so dagegen erging es den Schriftgelehrten, die sich anstrengen mußten, die Heilige Schrift über zahllose Überlegungen hinweg zu deuten. Darüber hinaus vereinte Jesus die Wirksamkeit des Wortes mit der Wirksamkeit der Zeichen der Befreiung vom Bösen. Der hl. Athanasius merkt an: »Wenn er Teufeln gebietet und sie austreibt, so ist das kein menschliches, sondern ein göttliches Werk«; denn der Herr »vertrieb einfach alle Krankheiten und Gebrechen von den Menschen. […] Wer wird denn angesichts seiner Macht […] noch Zweifel hegen, ob dieser der Sohn Gottes, die Weisheit und Macht sei?« (Oratio de Incarnatione Verbi 18.19: PG 25,128 BC. 129B).

Die göttliche Autorität ist keine Naturgewalt. Sie ist die Macht der Liebe Gottes, der das Universum schafft, im eingeborenen Sohn Mensch wird, in unser Menschsein herabkommt und so die durch die Sünde verdorbene Welt heilt. Romano Guardini schreibt: »Jesu ganzes Dasein ist Übersetzung der Macht in Demut […]; es ist die Hoheit, die sich in die Gestalt des Knechts erniedrigt« (Die Macht – Versuch einer Wegweisung, Würzburg 1951).

Für den Menschen bedeutet Autorität oft Besitz, Macht, Herrschaft, Erfolg. Für Gott dagegen bedeutet Autorität Dienen, Demut, Liebe; sie bedeutet, in die Logik Jesu einzutreten, der sich herabbeugt, um die Füße der Jünger zu waschen (vgl. Joh 13,5), der das wahre Wohl des Menschen sucht, der die Wunden heilt, der einer so großen Liebe fähig ist, daß er sein Leben hingibt, da er die Liebe ist. In einem ihrer Briefe schreibt die hl. Katharina von Siena: »Es ist notwendig, daß wir in Wahrheit mit dem Licht des Glaubens sehen und erkennen, daß Gott die höchste und ewige Liebe ist und nichts anderes als unser Heil wollen kann« (Ep. 13 in: Le Lettere, Bd. 3, Bologna 1999, 206).

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Benedikt XVI. - Licht des Glaubens

  1. Der außerordentliche Aufruf zur Umkehr
  2. Die antike Prophetie und der letzte Horizont
  3. Unsere Liebe Frau in Jerusalem – die Hingabe
  4. Elisabeth von Ungarn – Brot, das zu schönsten Rosen wird
  5. Unterwegs zu Christus, dem König
  6. Martin von Tours. Der Soldat Christi
  7. Die Kirche: der Weinstock, die Reben und die Reblaus
  8. Simon und Judas: unsere Identität erfordert angesichts der Widersprüchlichkeiten der Welt Kraft
  9. Ein Narrativ: das reale Konzil und des ‚Konzil der Journalisten’
  10. Leiden mit dem anderen, für die anderen. Leiden um der Wahrheit und der Gerechtigkeit willen






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  4. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  5. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  6. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  7. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  8. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  9. Ermittlungen im Fall Orlandi offenbar an einem Wendepunkt
  10. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  11. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  12. Die Lügen der österreichischen SPÖ-Frauen-Ministerin
  13. Vorbehaltlos Ja zum Leben!
  14. United Airlines einigt sich mit entlassenem Mitarbeiter, der LGBT-Ideologie kritisiert hat
  15. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz