Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  3. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. Realitätsverlust im Bistum Chur
  8. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  9. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  10. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  11. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  12. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  13. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  14. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

Äbtissin Reemts OSB: „Ich stehe dem Priestertum der Frau skeptisch gegenüber“

30. September 2021 in Spirituelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Theologin: „Frauen und Männer sind verschieden – von Natur aus, nicht nur durch Erziehung“ – Außerdem fragt sie: „Ist es wirklich schon geistlicher Mißbrauch, wenn man klar sieht, was für einen anderen gut ist und ihm das liebevoll sagt?“


Mariendonk (kath.net/pl) „Frauen und Männer sind verschieden – von Natur aus, nicht nur durch Erziehung. Darum wird es leider auch dabei bleiben, dass Frauen mehr Angst vor Männern haben müssen als umgekehrt. Der Fall, dass ein Mann von fünf Frauen vergewaltigt wird, kommt doch eher selten vor.“ Das erläutert die Äbtissin der Benediktinerinnen-Abtei Mariendonk, Christiana Reemts, auf ihrem Blog auf der Homepage des Klosters. Insofern stehe sie „auch dem Priestertum der Frau, ganz abgesehen von allen theologischen Gründen, skeptisch gegenüber“. Die Benediktinerin erinnert weiter: „Unsere Kirche hat zeitlich und räumlich die ganze Welt im Blick, während manche Menschen in unserem Land nur ihr Dorf sehen oder Deutschland zum Maßstab für die Welt machen. In welchen Ländern ist es überhaupt möglich, dass eine Frau in der Öffentlichkeit frei agieren kann, wo kann sie allein Hausbesuche machen oder im Beichtstuhl sitzen?“


Es tue ihr leid, aber sie glaube „weder an Chancengleichheit noch an Geschlechtergerechtigkeit oder höchstens als Ziel, das nicht aus den Augen verloren werden darf.“ Dann weist sie auf die Wichtigkeit eines Elternhauses hin, das kulturell vielseitig anregend sei und in welchem Kinder liebevoll gefördert würden.

In einem anderen Blogbeitrag setzt sie sich mit dem Begriff des „geistlichen Missbrauchs“ auseinander. Dieser werde „zur Zeit von allen Kirchendächern herab verkündet“. Zwar, so räumt die promovierte Theologin ein, passiere es, „dass der Glaube benutzt wird, um Menschen zu manipulieren, in Abhängigkeit zu bringen und für eigene Ziele auszunutzen“, und dies sei „eine Perversion dessen, was das Evangelium eigentlich will: ‚Zur Freiheit seid ihr berufen‘.“

Gleichzeitig notiert sie aber, dass es ein lebenlanger Prozess sei, auf diese Freiheit des Evangeliums hinzuwachsen, Dabei brauche „man die Führung durch Menschen…, die schon weiter sind als man selbst. Sich dieser Führung zu überlassen, wird in der geistlichen Tradition als Gehorsam bezeichnet, ein Wort, das man heute nicht mehr gerne verwendet.“ Man spreche stattdessen eher von „geistlicher Selbstbestimmung“. Zwar sei es „richtig, dass der Gehorsam das eigene Gewissen niemals ausschalten darf; falsch aber ist die Meinung, dass im Grunde jeder selbst am besten weiß, was für ihn gut ist“. Denn man sei „in Bezug auf sich selbst … oft sehr blind!“.

Dann schreibt die Äbtissin nachdenklich: „Bei manchen Texten zum geistlichen Mißbrauch, die ich in letzter Zeit gelesen habe, frage ich mich, ob man nicht vielen Heiligen, auch Paulus, ja sogar Jesus selbst geistlichen Mißbrauch vorwerfen muss. Ist es wirklich schon geistlicher Mißbrauch, wenn man klar sieht, was für einen anderen gut ist und ihm das liebevoll sagt?“

Christiana Reemts OSB (siehe Link) ist seit 2005 die Äbtissin der bei Aachen liegenden Abtei Mariendonk. Sie hat unter anderem Arbeiten zu den Kirchenvätern. Mariendonker Ordensfrauen arbeiten seit 1990 an den „Fontes christiani“, einer zweisprachigen Ausgabe der Kirchenväter, mit, außerdem bei der Edition der Vetus Latina und dem Novum Testamentum Patristicum.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  5. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. Realitätsverlust im Bistum Chur
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  11. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  12. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  13. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  14. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  15. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz