Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  8. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  9. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  10. Die große Täuschung
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  15. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom

Äbtissin Reemts OSB: „Ich stehe dem Priestertum der Frau skeptisch gegenüber“

30. September 2021 in Spirituelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Theologin: „Frauen und Männer sind verschieden – von Natur aus, nicht nur durch Erziehung“ – Außerdem fragt sie: „Ist es wirklich schon geistlicher Mißbrauch, wenn man klar sieht, was für einen anderen gut ist und ihm das liebevoll sagt?“


Mariendonk (kath.net/pl) „Frauen und Männer sind verschieden – von Natur aus, nicht nur durch Erziehung. Darum wird es leider auch dabei bleiben, dass Frauen mehr Angst vor Männern haben müssen als umgekehrt. Der Fall, dass ein Mann von fünf Frauen vergewaltigt wird, kommt doch eher selten vor.“ Das erläutert die Äbtissin der Benediktinerinnen-Abtei Mariendonk, Christiana Reemts, auf ihrem Blog auf der Homepage des Klosters. Insofern stehe sie „auch dem Priestertum der Frau, ganz abgesehen von allen theologischen Gründen, skeptisch gegenüber“. Die Benediktinerin erinnert weiter: „Unsere Kirche hat zeitlich und räumlich die ganze Welt im Blick, während manche Menschen in unserem Land nur ihr Dorf sehen oder Deutschland zum Maßstab für die Welt machen. In welchen Ländern ist es überhaupt möglich, dass eine Frau in der Öffentlichkeit frei agieren kann, wo kann sie allein Hausbesuche machen oder im Beichtstuhl sitzen?“


Es tue ihr leid, aber sie glaube „weder an Chancengleichheit noch an Geschlechtergerechtigkeit oder höchstens als Ziel, das nicht aus den Augen verloren werden darf.“ Dann weist sie auf die Wichtigkeit eines Elternhauses hin, das kulturell vielseitig anregend sei und in welchem Kinder liebevoll gefördert würden.

In einem anderen Blogbeitrag setzt sie sich mit dem Begriff des „geistlichen Missbrauchs“ auseinander. Dieser werde „zur Zeit von allen Kirchendächern herab verkündet“. Zwar, so räumt die promovierte Theologin ein, passiere es, „dass der Glaube benutzt wird, um Menschen zu manipulieren, in Abhängigkeit zu bringen und für eigene Ziele auszunutzen“, und dies sei „eine Perversion dessen, was das Evangelium eigentlich will: ‚Zur Freiheit seid ihr berufen‘.“

Gleichzeitig notiert sie aber, dass es ein lebenlanger Prozess sei, auf diese Freiheit des Evangeliums hinzuwachsen, Dabei brauche „man die Führung durch Menschen…, die schon weiter sind als man selbst. Sich dieser Führung zu überlassen, wird in der geistlichen Tradition als Gehorsam bezeichnet, ein Wort, das man heute nicht mehr gerne verwendet.“ Man spreche stattdessen eher von „geistlicher Selbstbestimmung“. Zwar sei es „richtig, dass der Gehorsam das eigene Gewissen niemals ausschalten darf; falsch aber ist die Meinung, dass im Grunde jeder selbst am besten weiß, was für ihn gut ist“. Denn man sei „in Bezug auf sich selbst … oft sehr blind!“.

Dann schreibt die Äbtissin nachdenklich: „Bei manchen Texten zum geistlichen Mißbrauch, die ich in letzter Zeit gelesen habe, frage ich mich, ob man nicht vielen Heiligen, auch Paulus, ja sogar Jesus selbst geistlichen Mißbrauch vorwerfen muss. Ist es wirklich schon geistlicher Mißbrauch, wenn man klar sieht, was für einen anderen gut ist und ihm das liebevoll sagt?“

Christiana Reemts OSB (siehe Link) ist seit 2005 die Äbtissin der bei Aachen liegenden Abtei Mariendonk. Sie hat unter anderem Arbeiten zu den Kirchenvätern. Mariendonker Ordensfrauen arbeiten seit 1990 an den „Fontes christiani“, einer zweisprachigen Ausgabe der Kirchenväter, mit, außerdem bei der Edition der Vetus Latina und dem Novum Testamentum Patristicum.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  9. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  10. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  11. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  12. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  13. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  14. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  15. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz