Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  12. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  13. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  14. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  15. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch

Lackner: Verhältnis zur Bundesregierung "nicht beschädigt"

18. Juni 2021 in Österreich, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vorsitzender der Bischofskonferenz zu Chatprotokollen Schmid-Kurz: Kolportierte Zahlen über Steuerbegünstigungen der Kirche waren "grundfalsch" - Zu Konflikten in Diözese St. Pölten: Bischofskonferenz "keine Oberbehörde" eines Diözesanbischofs


Wien (kath.net/KAP/ÖBK) Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner, sieht das Verhältnis zur Bundesregierung durch heuer bekannt gewordene Chat-Protokolle "nicht beschädigt". Darin hatten sich der damalige Finanzministeriums-Generalsekretär Thomas Schmid und Bundeskanzler Sebastian Kurz über vermeintliche "Steuerprivilegien" der katholischen Kirche in einer Weise ausgetauscht, die viele verstörte. Er frage sich, wieso diese Konversation öffentlich geworden sei, so Lackner am Donnerstag in Wien bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Vollversammlung der Bischofskonferenz in Mariazell. Die dazu medial kolportierten Zahlen von 15 Mrd. Euro an Steuerbegünstigungen seien "grundfalsch" und wurden zuletzt vom Finanzministerium auch als nicht nachvollziehbar bezeichnet.
Die katholische Kirche fühle sich jedenfalls "nicht beleidigt", für die Wortwahl in den Chats wolle er "keine Noten verteilen", sagte der Salzburger Erzbischof. Das zuletzt vom lutherischen Bischof Michael Chalupka als krisenhaft bezeichnete Staat-Kirche-Verhältnis in Österreich sehe er weiterhin als "generell gut".

Ein Austausch mit 14 Frauen in kirchlichen Leitungsfunktionen bildete am vergangenen Montag den Auftakt der Sommervollversammlung der Bischofskonferenz in Mariazell. Bei der Pressekonferenz zog Lackner ein sehr positives Resümee dieser Begegnung. Die Bischöfe hätten bei dieser Begegnung mit Frauen aus Ordensgemeinschaften und aus allen Diözesen vor allem zugehört. Es sei eine breite Themenpalette im Plenum angesprochen und in Kleingruppen von Bischöfen und Frauen vertieft worden. Diese Gespräche sollen in der einen oder anderen Form weitergeführt werden und auch in den für November geplanten Ad-limina-Besuch des Episkopats in Rom einfließen, so der Erzbischof. Er äußerte sich sehr dankbar für diesen Austausch und das Wirken der Frauen in der Kirche.


Auch Diözese St. Pölten war Thema

Auf Journalistenfragen zu den Konflikten in der Diözese St. Pölten zeigte sich Lackner zurückhaltend. Die im Zuge der Strukturreform laut gewordene Kritik an Bischof Alois Schwarz wegen dessen Nichteinbindung betroffener Dienststellen und Personen sei zwar Gesprächsthema bei der Bischofskonferenz gewesen, diese sei aber "keine Oberbehörde" eines Diözesanbischofs und vertrauliche Gespräche mit Schwarz sollten auch im Forum internum verbleiben. Die Situation in der Diözese St. Pölten kommentierte Lackner mit: "Wenn ein Glied der Kirche leidet, leiden alle anderen mit."

Zur Neuverteilung der "Ressortzuständigkeiten" innerhalb der Bischofskonferenz - der Kärntner Bischof Josef Marketz übernimmt von Bischof Schwarz den Themenbereich "Pastoral, Katechese und Evangelisierung" - meinte deren Vorsitzender, er hätte keine Änderung der Verantwortlichkeiten gewünscht. Die Zuständigkeiten seien ja erst bei der Frühjahrsvollversammlung im vor wenigen Wochen neu verteilt worden. Da Schwarz aber selbst eine Änderung wollte und diese mit einem Vertrauensverlust seitens der Pastoral- und Seelsorgeamtsleiter begründete, sei die Referatsaufteilung in der Bischofskonferenz erneut geändert worden.

Angesprochen auf aktuelle Bestrebungen, die Öffnungszeiten im Handel weiter zu flexibilisieren, wovon auch der freie Sonntag betroffen sei, stellte der Vorsitzende der Bischofskonferenz kategorisch fest: "Der Sonntag ist für uns heilig!" Hier dürfe es keine Abstriche geben.

Sozialakademie bekommt neues Statut

Zur ebenfalls innerkirchlich von Kritik begleiteten Neuaufstellung der Katholischen Sozialakademie Österreichs (ksoe) teilte Lackner mit, für diese seien neue Statuten beschlossen worden, die mit der Protokollierung der Bischofskonferenz-Vollversammlung auch veröffentlicht werden. Die ksoe solle weiterhin als Kompetenzstelle in Bezug auf die Katholische Soziallehre fungieren, Lackner sprach sich dabei für mehr Begleitung seitens der Bischöfe und mehr Zuarbeit seitens der ksoe aus.

Bei der konkreten Gestaltung des von Papst Franziskus für die Weltkirche gewünschten synodalen Prozesses stehe man noch am Anfang, teilte der Erzbischof mit. Für die erste Phase auf diözesaner Ebene - der weitere auf kontinentaler und weltkirchlicher Ebenen folgen - plädiere er für eine breite Einbindung kirchlicher Organisationen wie etwa der Laienverbände der Katholischen Aktion, aber auch für ein Hören auf außerkirchliche Stimmen. Den bereits seit 2019 in Deutschland laufenden Synodalen Weg sieht Lackner durch die Initiative des Papstes nun weltkirchlich eingebettet und quasi auf eine höhere Ebene gestellt. Zugleich hielt er fest, eine Synode sei kein Parlament und man solle "nicht schon jetzt wissen, wie es ausgeht".

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Foto: Erzbischof Lackner bei einer Pressekonferenz in Mariazell 2021 (c) Henning Klingen/kathpress

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  4. Initiative Pro Fide Ecclesiae richtet dringenden Appell an deutsche Bischöfe
  5. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  6. „Das Ende von Maria 2.0“
  7. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  8. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  9. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  12. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  13. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  14. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  15. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz