Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  9. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  10. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  11. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  12. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  13. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  14. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  15. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt

Ismail Tipi: „Antisemitismus hat hier bei uns keinen Platz“

20. Mai 2021 in Deutschland, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Offenen Hass zu propagieren oder jüdische Einrichtungen anzugreifen, dürfen wir nicht tolerieren“


Wiesbaden (kath.net/pm) In den letzten Tagen kam es anlässlich der aktuellen Situation in Israel bundesweit vermehrt zu judenfeindlichen Demonstrationen und antisemitischen Anfeindungen in Deutschland. Ministerpräsident Volker Bouffier machte deutlich: „Es ist unerträglich, dass Menschen dieser Tage jüdische Gemeinden attackieren und menschenverachtende Parolen skandieren. Wer glaubt, die Konflikte in unser Land tragen zu können, um unsere Gesellschaft zu spalten, dem werden wir entschieden entgegentreten. Hessen ist ein offenes Land, Antisemitismus werden wir nicht dulden.“

Für den hessischen Landtagsabgeordneten und CDU-Integrationsexperten Ismail Tipi zeigt sich ein besorgniserregendes Bild. „Seit Jahren warne ich bereits davor, dass wir hier in Deutschland Straßenschlachten erleben werden, wie wir sie bisher nicht gewohnt waren. Die Vorkommnisse in den letzten Tagen machen das leider deutlich: Es wird ein Konflikt in unser Land importiert, auf unseren Straßen ausgetragen und mit ihm offener Antisemitismus, der sich nicht nur in Worten, sondern auch in Taten bei uns bemerkbar macht. Es ist das eine, auf die Straße zugehen und gegen Luftangriffe zu protestieren. Es ist aber etwas ganz Anderes, dabei gegen Juden zu hetzen, offenen Hass zu propagieren oder gar jüdische Einrichtungen anzugreifen. Das dürfen wir nicht tolerieren“, betont Tipi und begrüßte die Aussage des Ministerpräsidenten Bouffier.


Unter anderem in Berlin-Neukölln kam es am Samstag bei einer Anti-Israel-Demonstration zu Ausschreitungen und offenem Judenhass. Die laut Polizei etwa 3500 Teilnehmer skandierten israel- und judenfeindliche Parolen. Vor mehreren Synagogen wurden Israel-Flaggen verbrannt. Aber auch in anderen Städten in ganz Deutschland kam es zu ähnlichen Ausschreitungen. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul sagte dazu, dass es nicht um die Kritik an Israel ginge. Die verbindende Klammer sei blanker Antisemitismus, den man mit allen Mitteln des Rechtsstaats konsequent verfolgen müsse.

„Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer hat nach den Ausschreitungen hartes Durchgreifen gegen jede Form von Antisemitismus angekündigt. Ich kann ihm und auch der Aussage von Herbert Reul nur zustimmen. Wer diese Konflikte zu uns bringt und Demonstrationen nutzt, um antisemitischen Hass zu verbreiten, muss die volle Härte unseres Rechtsstaats zu spüren bekommen. Neben dem Staat sehe ich aber auch die Gesellschaft in der Pflicht, sich klar gegen Antisemitismus zu stellen.“


Archivfoto MdL Tipi (c) Ismail Tipi


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Vatikan-Außenminister zieht positive Bilanz seiner Moskau-Reise
  4. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  5. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  6. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  7. Polen - Erzbischof Galbas: „Es gehört auch zum Auftrag der Kirche zu sagen: ‚Du darfst nicht‘“
  8. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  9. Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus
  10. ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland
  11. Polizei in Papst-Städtchen auf E-Bikes im Einsatz
  12. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  13. Goethes Lieblingsheiliger: Ein Meister der Freude und der Seelenschau
  14. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  15. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz