Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Segnen geht anders
  2. Kardinal Müller: „Die sogenannte Interkommunion zementiert die Kirchenspaltung“
  3. US-Berater Fauci meint: Geistliche sollen Gläubige von Covid-Impfung überzeugen
  4. Vatikan für Zurückhaltung in US-Debatte um Kommunionempfang
  5. Juden-Haß und Islam-Verharmlosung 
  6. 1521 – 2021: zur Klärung der Begriffe. Schisma und Häresie
  7. Franziskus von "konservativen Kräften" gefangen?
  8. "Bischof" darf nicht zum Schimpfwort werden!
  9. Die Glaubenskongregation ist Stellvertretungsorgan des Papstes
  10. Was steckt eigentlich hinter dem ›Gender-Sternchen‹?
  11. China: Kein Zugang mehr zu Bibel-Apps und christlichen WeChat-Accounts
  12. Gewalt gegen Israel
  13. USA unter Biden steigen aus Lebens- und Familienschutzerklärung aus
  14. Frankreichs Bildungsminister verbietet Gendern an Schulen
  15. Maria 1.0 ruft deutsche Bischöfe zur Einheit mit Rom auf

„Was hier alles fehlt, was einem an Nähe und Zuneigung geraubt wird durch die Pandemie...“

18. April 2021 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


DBK, EKD und Vertreter der Orthodoxie feiern einen ökumenischen Gottesdienst für die Verstorbenen in der Corona-Pandemie


Berlin (kath.net/DBK/EKD) In Gedenken an die Verstorbenen und Hinterbliebenen in der Corona-Pandemie haben die christlichen Kirchen heute (18. April 2021) einen ökumenischen Gottesdienst in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gefeiert. Dazu eingeladen hatten der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Erzpriester Radu Constantin Miron. Mitgewirkt haben die jüdische Kantorin Avital Gerstetter sowie Dr. Esnaf Begić, Vorsitzender des Islamkollegs Deutschland e. V. (IKD e. V.). Anhand der biblischen Geschichte vom Weg der Jünger Jesu nach Emmaus (Lk 24) hat der Gottesdienst Gelegenheit zur Besinnung und zum Abschiednehmen gegeben und in der Hoffnung bestärkt.

Landesbischof Bedford-Strohm ging in seiner Predigt auf die Situation der Jünger ein, die um Jesus trauerten: „Der Tod verändert alles. Es muss eine unendliche Trauer gewesen sein, die den beiden Jüngern auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus damals das Herz schwergemacht hat.“ Heute gingen wir diesen Weg mit den Jüngern: „Darunter auch viele, die wie die beiden Jünger einen Menschen verloren haben, der zu den Liebsten gehörte, der vielleicht überhaupt der Liebste war. Die ihn so sehr vermissen. Sie teilen dieses Gefühl: Er könnte jetzt um die Ecke kommen und da sein. Aber er oder sie ist nicht da.“ Und sowohl in der biblischen Geschichte als auch jetzt, in Zeiten der Trauer, die mit vielen Fragen verbunden sei, sei es um so wichtiger, nicht alleine zu sein: „Sie teilen ihre Not. Sie geben so dem Schmerz Raum, fassen Trauer in Worte, teilen ihre Ohnmacht. So wie wir jetzt.“ Zudem wies Bedford-Strohm auf die Krisenerfahrung der Pandemiezeit als Trauma unserer Seele hin: „Wir werden viel Zeit brauchen, erst recht unsere Kinder, unsere Heranwachsenden, für die diese Krise die Ausdehnung einer gefühlten Ewigkeit hat.“


Bischof Bätzing würdigte in seiner Predigt den Moment, innezuhalten und der vielen Toten zu gedenken. „Krankheit, Sterben und Tod lassen sich in diesem langen Jahr nicht wegdrücken, sie schneiden tief ein in das Leben vieler Menschen. Ihr Bild hat sich auch verändert. Tod und Sterben sind uns näher gerückt als zuvor.“ Von jetzt auf gleich müssten Patienten ins Krankenhaus, Abschiede seien holprig und überstürzt. „Dann oft kein Besuch, kein Sich-Aussprechen, kein Trösten in der Angst, kein vergewissernder Blick in die Augen, keine vertraute Hand“, so Bischof Bätzing. Auch nach dem Versterben sei alles anders als gewohnt: Wie wichtig wäre es, als Angehörige noch mit den Verstorbenen verweilen zu können; die Stille und den Frieden aufzunehmen, die einkehren; gegen den Schrecken letzte Worte zu sagen, die Liebe ausdrücken und Schmerz und Trauer und Verzeihen: „Sterben an einer ansteckenden Krankheit lässt das alles nicht zu – nicht einmal ein Begräbnis, an dem viele teilnehmen, diesen Menschen würdigen und den Angehörigen beistehen. Es fehlt so viel. Verpasste Augenblicke sind verpasste Chancen – sie sind einmalig, da gibt es kein zweites Mal“, sagte Bischof Bätzing. „Was hier alles fehlt, was einem an Nähe und Zuneigung geraubt wird durch die Pandemie, das verwundet die Seele.“ Die Emmaus-Geschichte mache Mut: „Unsere Toten finden ihren Weg ins Leben an der Hand des auferstandenen Jesus. Und auch die Trauernden werden gut begleitet ihren Weg zu neuer Lebensfreude finden. Und wir – miteinander und in Verantwortung füreinander – finden heraus aus dieser Pandemie. Denn Gott geht mit uns. Wir dürfen gespannt sein.“

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Erzpriester Radu Constantin Miron, betonte: „Seit mehr als einem Jahr beherrscht das Virus unser alltägliches, soziales und berufliches Leben und es macht weder vor Konfessionen, noch vor Religionen, noch vor Nationen halt. Deswegen ist es umso wichtiger, dass wir heute mit diesem Gottesdienst gemeinsam trauern, aber auch ein Zeichen des Trostes setzen – über Grenzen hinweg, die auch das Virus nicht kennt.“

Der ökumenische Gottesdienst ging der zentralen Gedenkveranstaltung für die Verstorbenen der Corona-Pandemie voraus, zu der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eingeladen hatte. Als Gäste waren in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Hinterbliebene eingeladen, ihre Trauer über den Verlust von Angehörigen stellvertretend für viele zum Ausdruck zu bringen. Neben Bundespräsident Steinmeier nahmen Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesratspräsident Reiner Haseloff und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Stephan Harbarth sowie der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, teil.

Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Christ und Welt 19. April 2021 
 

Bibelfester Polizist erklärt am 18.02.2021 in Worms "Querdenkern" Nächstenliebe

Im Gespräch mit einigen Demonstranten ruft der Leiter der Polizeiinspektion Worms dazu auf, im Umgang mit der Pandemie und den geltenden Hygienevorschrifen an das christliche Gebot der Nächstenliebe zu denken. Auf die Nachfrage eines Mannes, ob Jesus heute das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und eine Corona-Impfung empfehlen würde, antwortet der Polizist: "Der würde sagen: Betet so, dass ihr keinem anderen schadet." Selbst als Jesus im Garten Gethsemane verhaftet werden sollte, habe er, nachdem sein Jünger Petrus einem Soldaten mit einem Schwert ein Ohr abgeschlagen habe, diesem das Ohr wieder angelegt: "Weil er davon geprägt war, den Nächsten mehr zu lieben als sich selbst. Das ist das fundamentale Gebot, und wenn sich alle daran halten, haben wir kein Problem", so der Polizist wörtlich.


0

0
 
 AngelView 18. April 2021 
 

Die Vergessenen!

Und wann gedenken wir endlich der Opfer der Corona-MASS-nahmen?
- der Einsamen
- der Kranken aufgrund der "Schutzmaßnahmen"
- derjenigen, die alleine in Altenheimen und Krankenhäusern ausharren müssen
- den Familien, die ihre Angehörigen nicht sehen dürfen
- der Kinder, die ohne Sozialkontakte aufwachsen und darunter leiden und dauerhaft psychisch geschädigt werden
- derjenigen, die ihren Job/ihre Existenz verlieren
- denjenigen, dern Familien scheitern, der Mißhandelten
- des demokratischen Staats, der seine Grundlage (Grunrechte)verloren hat (Grund-/Freiheitsrechte im Plural!)
- derjenigen, die den Glauben verlieren, weil die Kirche sie alleine gelassen hat, keinen Halt gegeben hat, sich hinter Livestreams zurückgezogen hat? Den Politikern mehr gehorchen als Gott.


1

0
 
 golden 18. April 2021 
 

Virus der Grenzenlosigkeit

ist es ja eben,das es in der Bibel nicht gibt(1. Mose 3,22 f.; Hebräer 9,27).Die in die ganze Welt gesandten Jünger lehren ja nicht irgendwelche civil-religiösen Trostworte, sondern DIE Wahrheit, die zum Ewigen Leben führt.Ansonsten bleibt nur der Zorn Gottes(Joh 3,36) über der Menschen Grenzenlosigkeit.


0

1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu









Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net-Gewinnspiel 2021: Gewinnen Sie eine ROMREISE!
  2. „Alle Reformen der Kirche werden kein Heil bringen!“
  3. Segnen geht anders
  4. Osterspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre Hilfe!
  5. Maria 1.0 ruft deutsche Bischöfe zur Einheit mit Rom auf
  6. "Kraft apostolischer Vollmacht errichte ich den laikalen Dienst des Katecheten"
  7. 1521 – 2021: zur Klärung der Begriffe. Schisma und Häresie
  8. Juden-Haß und Islam-Verharmlosung 
  9. Kardinal Müller: „Die sogenannte Interkommunion zementiert die Kirchenspaltung“
  10. Franziskus von "konservativen Kräften" gefangen?
  11. Was steckt eigentlich hinter dem ›Gender-Sternchen‹?
  12. "Biedern Sie sich nicht der Welt und ihren falschen Wegen an!"
  13. Sonst kann jeder tun, was ihm entspricht
  14. Erzbischof Gänswein weiht Priester in Altötting
  15. Die Glaubenskongregation ist Stellvertretungsorgan des Papstes

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz