Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  2. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  5. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  6. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  7. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  8. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  9. Die Stunde der Heuchler
  10. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  11. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  12. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  13. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  14. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  15. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"

Benedikt XVI.: „Es gibt keine zwei Päpste. Nur einer ist Papst…“

1. März 2021 in Weltkirche, 42 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Emeritierter Papst im „Corriere della Sera“-Gespräch – Zu US-Präsident Biden: „Er ist katholisch… und persönlich gegen Abtreibung, aber als Präsident tendiert er dazu, sich in Kontinuität mit Linie der Demokraten zu präsentieren“. Von Petra Lorleberg


Vatikan (kath.net/pl) „Es gibt keine zwei Päpste. Nur einer ist Papst…“ Das sagt der emeritierte Papst Benedikt XVI. (Archivbild) im Gespräch mit dem „Corriere della Sera“. „Der Rücktritt von vor 8 Jahren? Ich denke ich habe das gut gemacht“, erläutert er weiter und räumt ein, dass der Rücktritt sei durchaus „eine schwierige Entscheidung“ gewesen sei. „Aber ich habe sie bei vollem Bewusstsein getroffen und ich denke, ich habe es gut gemacht. Einige meiner leicht ‚fanatischen‘ Freunde sind immer noch wütend, sie wollten meine Entscheidung nicht akzeptieren. Ich denke an die Verschwörungstheorien, die darauf folgten: Manche sagten, es sei die Schuld des Vatileaks-Skandals, Folge einer Verschwörung der Schwulenlobby, Folge des Falles des konservativen lefebvrischen Theologen Richard Williamson. Sie wollen nicht an eine bewusste Entscheidung glauben. Aber mein Gewissen ist in Ordnung.“

Im Gespräch habe sich Benedikt XVI. zu verschiedenen Themen geäußert: Zum katholischen US-Präsidenten Joe Biden äußert er einige Vorbehalte. „Es ist wahr, er ist katholisch“. „Und persönlich ist er gegen Abtreibung, aber als Präsident tendiert er dazu, sich in Kontinuität mit der Linie der Demokratischen Partei zu präsentieren ... Und in Bezug auf die Gender-Politik haben wir seine Position noch nicht vollständig verstanden“. Damit, so der „Corriere della Serra“, gebe Benedikt dem Misstrauen und der Feindseligkeit gegenüber einer Partei Ausdruck. Auch einem großen Teil des US-Episkopats gelten Biden und die Demokraten als zu liberal.


Zur geplanten Irakreise von Papst Franziskus sagt Benedikt XVI. mit ernstem und besorgtem Gesichtsausdruck, dass er dies für „eine sehr wichtige Reise“ halte, die aber leider „in einen sehr schwierigen Moment“ falle, was sie auch „zu einer gefährlichen Reise macht: aus Sicherheitsgründen und wegen Covid.. Und dann ist da noch die instabile irakische Situation. Ich werde Franziskus mit meinem Gebet begleiten“. Einige Männer der Vatikanischen Gendarmerie und der Schweizer Garde sind seien bereits vor Ort, um Schutzmaßnahmen für Papst Franziskus zu organisieren. Auch italienische Geheimdienstagenten seien seit Wochen anwesend, aber es sei nicht klar, mit wem sie zusammenarbeiten.

Der inzwischen 93 jahre alte Emeritus äußere sich „mit schwacher Stimme“ und bemühe sich, „jedes Wort gut zu artikulieren“, schildert der Beitrag im „Corriere della Sera“, Gänswein helfe und wiederhole gegebenenfalls die Worte. Benedikt trage an einem seiner „sehr dünnen“ Handgelenke eine Armbanduhr, am anderen einen Notfallsender.

Man habe sich mit dem Emeritus im „Guardini-Raum getroffen“, dort werde nach Angaben des Privatsekretärs Benedikts, Erzbischof Georg Gänswein (Präfekt des Päpstlichen Hauses) u.a. das Gesamtwerk des italienisch-deutschen Theologen Romano Guardini gesammelt. Benedikt hatte vom Herausgeber des Corriere, Luciano Fontana, zwei Karikaturen des von ihm geschätzten Karikaturisten Emilio Giannelli überreicht bekommen, die ihn zum Lachen brachten.

Am Ende erzählt der Corriere: „Wenn man das Kloster verlässt, das von einem Schweizer Wachmann in Zivil mit einem Headset im Auto begleitet wird, könnte man meinen, dass wenn Ratzinger mit einem Schleier der Stimme darauf besteht, ‚Es gibt nur einen Papst‘, spricht er mit Sicherheit die ‚Fanatiker‘ an, die nicht aufgeben. Um sie zu beruhigen, spricht er mit den Anhängern von Franziskus, die den intellektuellen Schatten dieses alten und gebrechlichen Theologen mit zunehmendem Alter fürchten. Aber vielleicht flüstert der emeritierte Papst es nach acht Jahren mit seiner inneren Stimme unbewusst sogar sich selbst zu.“

Link zum Beitrag im „Corriere della Sera“: Intervista a Ratzinger: «Non ci sono due Papi. La rinuncia di 8 anni fa? Credo di aver fatto bene».


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  5. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  6. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  7. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  8. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  9. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  10. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  11. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  12. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  13. Die Stunde der Heuchler
  14. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder
  15. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz