SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
- Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
- Tantum ergo Sacramentum
- „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
- Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
- "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
- Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
- Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
- Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
- BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
- Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
- Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
- Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
- Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
- Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
| 
Syrien: „Sanktionen haben keine andere Folge, als Menschen weiter ins Elend zu stürzen“16. Februar 2021 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Kirchenvertreter kritisieren anhaltende Embargo-Politik des Westens
Wien-München (kath.net/KIN) Knapp zehn Jahre nach dem Ausbruch des Syrienkriegs haben Projektpartner des weltweiten päpstlichen Hilfswerks „Kirche in Not“ die anhaltenden Sanktionen des Westens scharf kritisiert. Ihr eigentliches Ziel, das Assad-Regime zu schwächen, sei verfehlt worden, erklärte der griechisch-katholische Erzbischof von Aleppo, Jean-Clément Jeanbart gegenüber „Kirche in Not“: „Die Sanktionen des Westens werden weiterhin keine Auswirkungen auf die Regierung haben. Sie ist von den Folgen wenig betroffen.“
Umso härter träfen die Handels- und Devisenbeschränkungen aber die Zivilbevölkerung: „Die Menschen haben nicht mehr genug Nahrung, Strom, Gas oder Heizöl“, erklärte Jeanbart. Auch hätten die Menschen keine Möglichkeit mehr, Kredite aufzunehmen, um größere Anschaffungen zu finanzieren. „Die Sanktionen haben keine andere Folge, als die Menschen weiter in Leid und Elend zu stürzen.“ 
„Menschen sind kurz vor dem Hungertod“
Was die Sanktionspolitik des Westens konkret bedeutet, schilderte Schwester Maria Lucia Ferreira in einem Gespräch mit „Kirche in Not“. Die Ordensfrau gehört der Kongregation der „Schwestern der Einheit“ an und lebt in Qarah nahe der Grenze zum Libanon. „Die Situation wird immer schlimmer, die Menschen sind kurz vor dem Hungertod, einige sind bereits gestorben“, so Schwester Lucia.
Die prekäre Situation sei neben dem zehn Jahre anhaltenden Konflikt auch der Sanktionspolitik und den Folgen der Corona-Pandemie geschuldet, erklärte die Ordensfrau: „Alles wird immer teurer. Es ist schwer zu überleben.“ Ein großes Problem sei aktuell die Rohstoffknappheit. Viele Menschen könnten darum ihre Wohnung nicht heizen. „Die Leute stehen Schlange, um Benzin oder Heizöl zu kaufen und gehen oft leer aus. Brennstoff ist sehr rar, weil es hier in der Region wenig Holz gibt“, sagte Schwester Lucia. Auch die Stromversorgung sei nach wie vor stark eingeschränkt. „Manchmal haben wir 12 Stunden lang keinen Strom – und wenn er kommt, dann oft nur für eine halbe Stunde.“
Statt Sanktionen Verhandlungen gefordert
Statt wirtschaftlichen Druck auf die syrische Regierung auszuüben, fordert Erzbischof Jeanbart die westlichen Regierungen auf, in Verhandlungen mit Präsident Assad zu treten: „Es muss einen fairen Dialog geben. Der Westen kann Druck in der Weise ausüben, dass sich die Regierung bereit erklärt, einen Weg zum Frieden einzuschlagen und manche ihrer Verhaltensweisen aufzugeben.“
Archivfoto (oben) (c) Kirche in Not
Foto (unten) - Schwester Maria Lucia Ferreira aus Qarah im Westen Syriens Mehr dazu auf kathtube:
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | SalvatoreMio 17. Februar 2021 | | | | Vielleicht irre ich, aber meiner Meinung nach hat die "westliche Welt" unglaublich viel Übel angerichtet - allen voran die U.S.A mit ihren Sanktionen: was haben die Leute im Irak gelitten; zu wenig Essen; Mangel an Medikamenten usw.! Dann dieser letzte Irak-Krieg, der eine Lawine von Elend ausgelöst hat, das immer noch weiterwirkt! Dann das Stürzen des Regimes in Libyen! All diese Aktionen haben die Probleme nur vergrößert. Saddam Hussein war schlimm und doch nicht so schlimm wie alles, was dann kam. Libyen war für viele Afrikaner das "Gelobte Land", trotz Gaddafi! Viel Schlimmes, auch IS-Tote heutzutage in Europa, ist letztendlich auf die Einbildung westlicher Nationen zurückzuführen die zu wissen meinen, wie alle andere auch leben sollen. Die Christen in Syrien konnten frei leben im Assad-Regime. Jetzt ist alles hinüber! (Hoffentlich werde ich nun nicht gesteinigt!) |  3
| | | | | KatzeLisa 16. Februar 2021 | | | | Syrien Mein Mann und ich haben Syrien zweimal bereist, einmal mit einer drusischen Prinzessin, das zweite Mal 2010 mit dem Sprecher der DBK, Matthias Kopp. Wir haben damals auch den Erzbischof von Aleppo, Jean Jeanbart getroffen, der uns von seinen Maßnahmen berichtete, um die Christen und besonders die jungen Leute zu stützen. Sein Bauprogramm sollte verhindern, daß sie ins Ausland auswanderten.
Im Syrienkrieg hat sich der Westen auf die Seite der Rebellen gestellt und diese unterstützt, um Assad zu stürzen. Die Politiker haben geglaubt, die Rebellen würden demokratische Verhältnisse anstreben. Eine Fehleinschätzung. Der Westen hat durch sein Engagement den Krieg verlängert, durch die Sanktionen trägt er jetzt zum weiteren Leiden der Bevölkerung bei. Die Menschen hungern und frieren. Immer wieder machen Bischöfe, Priester und Ordensleute darauf aufmerksam, ohne Erfolg.
Die Politik der Regierung Merkel ist unmenschlich, auch und gerade dadurch, daß sie bereit sind, Flüchtlinge aufzunehmen. |  2
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zu | 






Top-15meist-gelesen- Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby mit 61 Minuten Atemstillstand lebt
- Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
- Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
- Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
- Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
- Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
- Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
- Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
- Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
- Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
- Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
- Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
- Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben
- Britische Regierung will ein Verbot für katholische Premierminister aufheben
- Tantum ergo Sacramentum
|