Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  4. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  5. Ein Signal des Himmels?
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  8. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  9. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  10. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  11. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  12. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  13. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  14. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  15. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen

Das Beten mit der Heiligen Schrift

27. Jänner 2021 in Aktuelles, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die vier Schritte der ‚lectio divina’. Die Heilige Schrift: ein unerschöpflicher Schatz. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Selig, deren Weg ohne Tadel ist, die gehen nach der Weisung des Herrn [...]. Öffne mir die Augen, dass ich schaue die Wunder deiner Weisung! [...] Ich erhebe meine Hände zu deinen Geboten, die ich liebe, ich will nachsinnen über deine Gesetze. [...] Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade. [...] Das Aufschließen deiner Worte erleuchtet, den Unerfahrenen schenkt es Einsicht“ (Ps 119,1.15.18.48.105.130).

Der Papst setzte seine Katechesenreihe zum Gebet fort. In der 23. Katechese ging Franziskus auf das Thema ein: „Das Beten mit der Heiligen Schrift“.

Die Worte der Bibel sollten im Leben des Lesers Frucht bringen, so der Papst. Dazu sei es gut, Abschnitt für Abschnitt betend zu betrachten. Für ein hörendes Herz werde die Heilige Schrift so zu Gottes lebendigem Wort. Und „wie wir die Bibel lesen, so liest sie auch uns: der biblische Text ist wie ein Spiegel, in dem der Beter sich selber erkennt“.


Um den reichen Schatz des Wortes Gottes zu heben, habe sich in der monastischen Tradition die Methode der geistlichen Schriftlesung – der „lectio divina“ – entwickelt. Sie bestehe aus vier Schritten: im aufmerksamen Lesen nähere sich der Beter dem Text. In der Meditation, etwa im Wiederholen eines Satzes, versuche er einzelne Gedanken tiefer zu verstehen. Im Gebet frage er, was Gott ihm damit sagen wolle. In der Kontemplation schließlich suche er das Schöne und Gute in Gottes Wirken zu schauen und trete in einen liebenden Dialog mit dem Schöpfer ein.

Die Heilige Schrift rufe uns auf, Gott Gehör zu schenken und das Gehörte in die Tat umzusetzen: „so haben sich viele Heilige in ihrem Leben vom Wort Gottes führen lassen“.

Durch das Gebet komme das Wort Gottes dazu, in uns zu wohnen, und wir wohnten in ihm. Das Wort inspiriere gute Absichten und unterstütze das Handeln. Es gebe uns Kraft und Gelassenheit, „und selbst wenn es uns in eine Krise bringt, gibt es uns Frieden“. An „schlechten“ und verwirrten Tagen stelle es dem Herzen einen Kern aus Vertrauen und Liebe sicher, der es vor den Angriffen des Bösen schütze.

So werde das Wort Gottes "Fleisch" in denen, die es im Gebet aufnehmen. In einigen alten Texten tauche die Intuition auf, dass sich die Christen so sehr mit dem Wort identifizierten, dass, selbst wenn alle Bibeln der Welt verbrennen würden, es immer noch möglich wäre, den „Abdruck“ des Wortes durch den Abdruck, den es im Leben der Heiligen hinterlassen habe, zu retten.

Das christliche Leben sei gleichzeitig ein Werk des Gehorsams und der Kreativität. Jesus sage dies am Ende einet seiner in Gleichnissen gehaltenen Reden mit diesem Vergleich: „Deswegen gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt“ (Mt 13,52). Die Heilige Schrift sei also ein unerschöpflicher Schatz: „möge der Herr uns gewähren, durch das Gebet mehr und mehr daraus zu schöpfen“.

Die Zuschauer und Zuhörer aus dem deutschen Sprachraum grüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Einen herzlichen Gruß richte ich an die Gläubigen deutscher Sprache. Wählen wir jeden Morgen ein Wort der Bibel als unseren Begleiter für den Tag. Es wird uns helfen, Gottes Willen besser zu verstehen und zu leben. Der Heilige Geist leite euch auf euren Wegen.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  4. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  5. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  6. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  7. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  8. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  9. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  10. Ein Signal des Himmels?
  11. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  12. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  13. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  14. Bayerischer Millionär zahlt 500 Euro Prämie für katholische Taufe
  15. USA: 98-jähriger Weltkriegsveteran empfängt die Taufe und wird katholisch

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz