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Australische Finanzbehörde räumt Fehler gegenüber Vatikan ein

14. Jänner 2021 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Überweisungen aus dem Kirchenstaat erfolgten aufgrund vertraglicher Verpflichtungen und waren nicht "milliardenschwer" wie ursprünglich angegeben


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Die australische Anti-Geldwäsche-Behörde hat sich bei ihrer Verdachtsmeldung wegen milliardenschwerer Überweisungen aus dem Vatikan verrechnet. Eine gemeinsame Überprüfung der Financial Intelligence Units beider Staaten habe ergeben, dass im Zeitraum von 2014 bis 2020 Transaktionen im Gesamtumfang von 9,5 Millionen Australischen Dollar (6 Millionen Euro) statt wie angenommen 2,3 Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) erfolgt seien, teilte das vatikanische Presseamt am Mittwoch mit. Das Geld sei im Rahmen vertraglicher Verpflichtungen und üblicher Wirtschaftsaktivitäten geflossen. Der Vatikan bekundete Zufriedenheit über die Kooperation der Finanzaufsichten.


Im Herbst hatte die australische Behörde zur Verfolgung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung, Austrac, wegen ungewöhnlicher Transaktionen aus dem Vatikan die Bundespolizei informiert. Vermutungen von Medien gingen in Richtung von Investitionen des Heiligen Stuhls auf dem australischen Finanzmarkt. Spekuliert wurde auch, Zahlungen könnten dazu gedient haben, einen Missbrauchsprozess gegen Kardinal George Pell voranzubringen.

Pell, seit Juli 2014 für die Neuordnung der Wirtschaftsaktivitäten im Vatikan verantwortlich, stieß mit seinem Reformprogramm auf interne Widerstände. Ab Juli 2017 musste er sich in seiner Heimat Australien wegen Missbrauchsvorwürfen vor Gericht verantworten und konnte sein Amt in Rom nicht mehr ausüben. Im April 2020 wurde er in letzter Instanz freigesprochen.

Wie die Internetseite Vatican News am Mittwoch ergänzend berichtete, ergibt sich die Summe von 6 Millionen Euro aus 362 Einzelüberweisungen in den betrachteten sechs Jahren. Austrac hatte auf eine Anfrage der Senatorin Concetta Fierravanti-Wells die Zahl von 47.000 Transaktionen genannt.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

 


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