Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  3. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  4. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X, um eine Spaltung zu vermeiden
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  8. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  9. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  10. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  11. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  12. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  13. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken

‚Urbi et Orbi’ Weihnachten 2020

25. Dezember 2020 in Aktuelles, 36 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Weihnachten auf Sparflamme. Papst Franziskus beim Segen ‚Urbi et Orbi’: in diesem historischen Augenblick bedürfen wir mehr denn je der Geschwisterlichkeit.“


Rom (kath.net) Zum Weihnachtsfest spendete Papst Franziskus „Urbi et Orbi“ – „der Stadt und dem Erdkreis“ – den traditionellen Weihnachtssegen. Dieses Jahr, im Jahr der „Pandemie“: im kleinen Kreis. Zum Schutz vor einer Verbreitung des Coronavirus fand der Segen in der Benediktions-Aula im Petersdom statt. Nur etwas mehr als 100 Gläubige hatten in der größten Kirche der Christenheit an der „Christmette“ im 19:30 Uhr am Vorabend teilnehmen. können. Der Petersplatz ist geschlossen.

„Das Kind von Betlehem helfe uns demnach, verfügbar, großherzig und solidarisch zu sein, insbesondere gegenüber den schwächsten Personen, den Kranken und denen, die in dieser Zeit arbeitslos geworden sind oder sich in großen Schwierigkeiten aufgrund der Folgen der Pandemie befinden, sowie auch den Frauen gegenüber, die in diesen Tagen der Isolation zum Opfer häuslicher Gewalt geworden sind.“

„In diesem historischen Augenblick, der von der ökologischen Krise und von schwerwiegenden wirtschaftlichen und sozialen Missverhältnissen gekennzeichnet ist, die durch die Pandemie des Coronavirus noch verschlimmert wurden, bedürfen wir mehr denn je der Geschwisterlichkeit.“

„Der Sohn des Höchsten stütze den Einsatz der internationalen Gemeinschaft und der betroffenen Länder, um den Waffenstillstand in Nagorny Karabach fortzusetzen wie auch in den östlichen Regionen der Ukraine, um den Dialog als einzigen Weg zu fördern, der zum Frieden und zur Versöhnung führt.“

"Wir können nicht zulassen, dass verschlossener Nationalismus uns daran hindert, als die wahre Menschheitsfamilie zu leben, die wir sind. Wir können auch nicht zulassen, dass das Virus des radikalen Individualismus uns überwältigt und uns gleichgültig gegenüber dem Leiden anderer Brüder und Schwestern macht. Ich kann mich nicht über andere stellen und die Gesetze des Marktes und der Patente über die Gesetze der Liebe und die Gesundheit der Menschheit stellen. Ich bitte alle – Staatsoberhäupter, Unternehmen, internationale Organisationen – die Kooperation und nicht die Konkurrenz zu fördern und eine Lösung für alle zu suchen: Impfstoffe für alle, insbesondere für die Schwächsten und Bedürftigsten in allen Regionen der Erde. An erster Stelle: die Schwächsten und Bedürftigsten!".

kath.net veröffentlicht die Botschaft von Papst Franziskus „Urbi et Orbi“ vom 25. Dezember 2019 im Wortlaut:

Liebe Brüder und Schwestern, frohe Weihnachten!

Ich möchte, dass alle die Botschaft erreicht, die die Kirche an diesem Festtag mit den Worten des Propheten Jesaja verkündet: »Ein Kind wurde uns geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt« (Jes 9,5)

Ein Kind wurde geboren: Eine Geburt ist immer Quelle der Hoffnung, sie ist aufkeimendes Leben, sie ist Zukunftsverheißung. Und dieses Kind, Jesus, „ist uns geboren“: einem „Uns“ ohne Grenzen, ohne jegliche Bevorzugung, ohne irgendeine Ausschließung. Das Kind, das die Jungfrau Maria in Betlehem zur Welt gebracht hat, ist für alle geboren: Es ist der „Sohn“, den Gott der gesamten Menschheitsfamilie geschenkt hat. 


Dank diesem Kind können wir uns alle Gott zuwenden und ihn „Vater“, „Papa“ nennen. Jesus ist „aus dem Vater geboren vor aller Zeit“; kein anderer außer ihm kennt den Vater. Aber er ist deshalb in die Welt gekommen, um uns das Angesicht des Vaters zu offenbaren. Und so dürfen wir uns alle dank diesem Kind Geschwister nennen und dies auch wirklich sein: aus allen Kontinenten, aus jedwedem Sprach- und Kulturraum, mit unseren Identitäten und Unterschieden und doch alle als Brüder und Schwestern.

In diesem historischen Augenblick, der von der ökologischen Krise und von schwerwiegenden wirtschaftlichen und sozialen Missverhältnissen gekennzeichnet ist, die durch die Pandemie des Coronavirus noch verschlimmert wurden, bedürfen wir mehr denn je der Geschwisterlichkeit. Und Gott bietet sie uns an, indem er uns seinen Sohn Jesus schenkt: nicht eine Geschwisterlichkeit, die aus schönen Worten, aus abstrakten Idealen, aus vagen Gefühlen besteht… Nein. Eine Geschwisterlichkeit, die auf der konkreten Liebe gründet, die fähig ist, dem anderen von mir verschiedenen Menschen zu begegnen, mit ihm zu leiden, sich ihm zu nähern und sich seiner anzunehmen, auch wenn er nicht meiner Familie, meiner Volksgruppe, meiner Religion angehört; er ist anders als ich, aber er ist mein Bruder, sie ist meine Schwester. Und dies gilt auch in den Beziehungen zwischen den Völkern und den Nationen: alle sind Geschwister!

An Weihnachten feiern wir das Licht Christi, der in die Welt kommt. Und er kommt für alle, nicht nur für einige. Heute, in dieser Zeit der Dunkelheit und Ungewissheit aufgrund der Pandemie, erscheinen einige Lichter der Hoffnung, wie die Entwicklung von Impfstoffen. Aber damit diese Lichter die ganze Welt erleuchten und Hoffnung bringen können, müssen sie für alle zugänglich sein. Wir können nicht zulassen, dass verschlossener Nationalismus uns daran hindert, als die wahre Menschheitsfamilie zu leben, die wir sind. Wir können auch nicht zulassen, dass das Virus des radikalen Individualismus uns überwältigt und uns gleichgültig gegenüber dem Leiden anderer Brüder und Schwestern macht. Ich kann mich nicht über andere stellen und die Gesetze des Marktes und der Patente über die Gesetze der Liebe und die Gesundheit der Menschheit stellen. Ich bitte alle – Staatsoberhäupter, Unternehmen, internationale Organisationen – die Kooperation und nicht die Konkurrenz zu fördern und eine Lösung für alle zu suchen: Impfstoffe für alle, insbesondere für die Schwächsten und Bedürftigsten in allen Regionen der Erde. An erster Stelle: die Schwächsten und Bedürftigsten!

Das Kind von Betlehem helfe uns demnach, verfügbar, großherzig und solidarisch zu sein, insbesondere gegenüber den schwächsten Personen, den Kranken und denen, die in dieser Zeit arbeitslos geworden sind oder sich in großen Schwierigkeiten aufgrund der Folgen der Pandemie befinden, sowie auch den Frauen gegenüber, die in diesen Tagen der Isolation zum Opfer häuslicher Gewalt geworden sind.

Angesichts einer Herausforderung, die keine Grenzen kennt, kann man keine Barrieren errichten. Wir sitzen alle im gleichen Boot. Jeder Mensch ist mein Bruder oder meine Schwester. In jeder Person sehe ich das Angesicht Gottes widergespiegelt, und in den Leidenden werde ich des Herrn gewahr, der mich um Hilfe bittet. Ich sehe ihn im Kranken, im Armen, im Arbeitslosen, im Ausgegrenzten, im Migranten und Flüchtling. Sie alle sind Brüder und Schwestern!

Am Tag, an dem das Wort Gottes sich zum Kind macht, richten wir unseren Blick auf die allzu vielen Kinder, die in aller Welt, insbesondere in Syrien, im Irak und im Jemen immer noch den hohen Preis für den Krieg bezahlen. Ihre Gesichter rütteln die Gewissen der Menschen guten Willens auf, auf dass die Gründe der Konflikte angegangen werden und man sich mutig dafür einsetzt, eine Zukunft des Friedens aufzubauen. 

Möge dies der rechte Moment sein, um die Spannungen im Nahen Osten und im östlichen Mittelmeerraum zu lösen. 

Das Jesuskind heile die Wunden des geschätzten syrischen Volkes, welches schon seit einem Jahrzehnt vom Krieg und seinen Konsequenzen geplagt wird, die durch die Pandemie noch schwerwiegender geworden sind. Es möge dem irakischen Volk und all denen Trost spenden, die sich auf den Weg der Versöhnung verpflichtet haben, insbesondere den Jesiden, die von den letzten Kriegsjahren schwer getroffen wurden. Es möge Libyen Frieden schenken und gewähren, dass die neue Phase der laufenden Verhandlungen jeder Form von Feindseligkeit im Land ein Ende setze.

Das Kind von Betlehem schenke der Erde, die seine Geburt erblickt hat, Geschwisterlichkeit. Israelis und Palästinenser mögen das gegenseitige Vertrauen wiedererlangen, um einen gerechten und dauerhaften Frieden durch einen direkten Dialog zu suchen, der im Stande ist, die Gewalt zu besiegen und die verbreiteten Ressentiments zu überwinden, um der Welt die Schönheit der Geschwisterlichkeit zu bezeugen.

Der Stern, der die Weihnachtsnacht erleuchtet hat, möge das libanesische Volk leiten und ermutigen, auf dass es in den Schwierigkeiten, denen es ausgesetzt ist, mit der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft die Hoffnung nicht verliere. Der Friedensfürst helfe den Verantwortlichen des Landes, die Sonderinteressen hintanzustellen und sich mit Ernsthaftigkeit, Ehrlichkeit und Transparenz dafür einzusetzen, dass der Libanon einen Weg der Reformen durchlaufen und seine Berufung zur Freiheit und zum friedlichen Zusammenleben fortführen kann.

Der Sohn des Höchsten stütze den Einsatz der internationalen Gemeinschaft und der betroffenen Länder, um den Waffenstillstand in Nagorny Karabach fortzusetzen wie auch in den östlichen Regionen der Ukraine, um den Dialog als einzigen Weg zu fördern, der zum Frieden und zur Versöhnung führt.

Das Göttliche Kind möge das Leiden der Bevölkerungen von Burkina Faso, Mali und Niger lindern, die aufgrund von Extremismus und bewaffneten Konflikten, aber auch aufgrund der Pandemie und anderen Naturkatastrophen von einer schweren humanitären Krise getroffen wurden; es lasse die Gewalt in Äthiopien enden, wo aufgrund der Auseinandersetzungen viele Personen zur Flucht gezwungen sind; es möge den Bewohnern der Region Cabo Delgado im Norden Mosambiks Trost spenden, die Opfer der Gewalt des internationalen Terrorismus sind; es möge die Verantwortlichen des Südsudan, von Nigeria und Kamerun anspornen, den eingeschlagenen Weg der Geschwisterlichkeit und des Dialogs fortzusetzen.

Das ewige Wort des Vaters sei Quelle der Hoffnung für den amerikanischen Kontinent, der vom Coronavirus besonders getroffen wurde. Die Pandemie hat die vielen Leiden, die ihn bedrücken, noch verschärft, wo sie schon durch die Konsequenzen der Korruption und des Rauschgifthandels erschwert wurden. Das Christkind helfe, die jüngsten sozialen Spannungen in Chile zu überwinden und den Leiden des venezolanischen Volkes ein Ende zu setzen.

Der König des Himmels möge die von Naturkatastrophen heimgesuchten Bevölkerungen in Südostasien schützen, insbesondere auf den Philippinen und in Vietnam, wo zahlreiche Stürme Überschwemmungen mit verheerenden Auswirkungen für die in diesen Gebieten wohnenden Familien ausgelöst haben. Menschen verloren ihr Leben, und es hatte Umweltschäden und Konsequenzen für die lokale Wirtschaft zur Folge.

Und wenn ich an Asien denke, kann ich das Volk der Rohingya nicht vergessen: Jesus, der arm unter den Armen geboren wurde, möge Hoffnung in ihr Leiden bringen.

Liebe Brüder und Schwestern, 

„Ein Kind ist uns geboren“ (vgl. Jes 9,5). Er ist gekommen, um uns zu retten! Er verkündet uns, dass der Schmerz und das Böse nicht das letzte Wort sind. Sich mit der Gewalt und der Ungerechtigkeit abfinden, würde bedeuten, die Freude und die Hoffnung von Weihnachten zurückzuweisen. 

An diesem Festtag denke ich besonders an diejenigen, die sich nicht von den widrigen Umständen überwältigen lassen, sondern tätig sind, um Hoffnung, Trost und Hilfe zu bringen, indem sie den Leidenden beistehen und die Einsamen begleiten.

Jesus ist in einem Stall geboren, aber umhüllt von der Liebe der Jungfrau Maria und des heiligen Josef. Durch seine Geburt im Fleisch hat der Sohn Gottes die familiäre Liebe geheiligt. Mein Gedanke gilt in diesem Augenblick den Familien: denen, die heute nicht zusammenkommen können, wie auch denen, die gezwungen sind, zu Hause zu bleiben. Für alle möge Weihnachten der Anlass sein, die Familie als Wiege des Lebens und des Glaubens wiederzuentdecken; Ort der annehmenden Liebe, des Dialogs, der Vergebung, der brüderlichen Solidarität und der geteilten Freude, Quelle des Friedens für die ganze Menschheit.

Frohe Weihnachten Euch allen!


Liebe Brüder und Schwestern, noch einmal wünsche ich allen, die aus der ganzen Welt über Radio, Fernsehen und andere Kommunikationsmittel verbunden sind, ein frohes Weihnachtsfest. Ich danke euch für eure geistliche Nähe an diesem Freudentag. In diesen Tagen, in denen die weihnachtliche Atmosphäre die Menschen einlädt, besser und geschwisterlicher zu werden, sollten wir nicht vergessen, für die Familien und Gemeinschaften zu beten, die inmitten von so viel Elend leben. Bitte betet auch weiterhin für mich. Genießt jetzt ein schönes Weihnachtsessen, auf Wiedersehen!

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Steve Acker 28. Dezember 2020 
 

herbst2

zitat
"Seine Aufgabe wäre es vielmehr den Menschen Mut zu machen nicht in Form von Werbung für einen Impfstoff sondern, dass Gott die Menschen liebt. Freuen wir uns am Erlöser."

Völlig richtig!
man kann es gar nicht oft genug betonen.
Christi Botschaft: Füchtet Euch nicht !


am Weihnachtstag war ich in der Messen in einem Wallfahrtsort. Die erste Fürbitte die gesprochen wurde war, für alle Menschen die in Angst eingefangen sind.
Fand ich genau richtig.


1
 
 [email protected] 28. Dezember 2020 
 

philipp

Bin voll und ganz ihrer Meinung.


1
 
 [email protected] 28. Dezember 2020 
 

Was hat das mit dem Glauben zu tun

Ich kann mich nicht über andere stellen und die Gesetze des Marktes und der Patente über die Gesetze der Liebe und die Gesundheit der Menschheit stellen. Ich bitte alle – Staatsoberhäupter, Unternehmen, internationale Organisationen – die Kooperation und nicht die Konkurrenz zu fördern und eine Lösung für alle zu suchen: Impfstoffe für alle, insbesondere für die Schwächsten und Bedürftigsten in allen Regionen der Erde. An erster Stelle: die Schwächsten und Bedürftigsten!".Das hat mit dem Glauben definitiv nichts mehr zu tun. Für die Gesundheit des Mitmenschen bin ich definitiv nicht verantwortlich es sei denn ich würde ihm körperlichen Schaden zufügen.Es ist sicher nicht die Aufgabe des Papstes der Regierung vorzuschreiben, wie sie das Volk regieren soll. ich meine da überschreitet er eindeutig die Grenzen. Seine Aufgabe wäre es vielmehr den Menschen Mut zu machen nicht in Form von Werbung für einen Impfstoff sondern, dass Gott die Menschen liebt. Freuen wir uns am Erlöser.


1
 
 SalvatoreMio 28. Dezember 2020 
 

Wen meint Jesus mit "meine Brüder" ?

@Fink: ein Gedanke von Nicht-Theologin: meines Erachtens muss man genau darauf achten, wovon der Herr gerade spricht: bei der LIEBE ZUM NÄCHSTEN, beim normalen Miteinander, ist JEDER EIN BRUDER (Mt 18,21: "Wie oft soll ich meinem Bruder verzeihen". - Geht es um den Glauben an CHRISTUS, sind die Brüder jene, die IHM NACHFOLGEN: "Einer ist euer Meister, ihr aber seid Brüder" (Mt 21,8). Es ist logisch: wir können Gott nicht lieben, wenn wir die Mitmenschen verachten; also sind wir in gewissem Sinn alle Brüder und Schwestern. Gleichzeitig sagt Jesus: "Wer den Willen meines himmlischen Vaters erfüllt, der ist für mich Bruder, Schwester, Mutter". (Mt 12,50). Dem Taufschein nach können wir Jesu Geschwister sein, und doch wird es möglich sein, dass er beim Endgericht sagen wird: "Ich kenne Dich nicht!"


3
 
 SalvatoreMio 27. Dezember 2020 
 

Gott zu lieben steht nicht über Nächstenliebe?

@borro: "Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert!" Das sind Worte Jesu. Es gibt in der Tat immer wieder Situationen, wo man sich entscheiden muss: Gott oder die Eltern; Gott oder eine geliebte Person; Gott oder der Chef; Gott oder der Staat! Solch schmerzliche Entscheidung für Gott kann bedeuten, dass man sogar das eigene Leben geringschätzen muss. (viele haben es schon erlebt!)


4
 
 Borro 27. Dezember 2020 
 

@SalvatoreMio

Können Sie ihre Meinung auch biblisch/anhand des KKK begründen?


0
 
 SalvatoreMio 27. Dezember 2020 
 

Mit der GLEICHEN Stufe ist das so eine Sache ...

Gottes-und Nächstenliebe stehen auf der gleichen Stufe? Sicher: wollen wir Gott wirklich lieben, so geht es nicht "am Bruder vorbei". Im Mitmenschen begegnet uns Gott. Dieses Doppelgebot hat wird uns in den beiden Johannesbriefen deutlich aufgeschlüsselt.
Dennoch: Das Gebot der Gottesliebe ist das erste, steht auf der ersten Stufe, denn auf den Glauben an Gott baut sich alles auf und leitet sich alles ab. - Das Verständnis der 10 Gebote ist heutzutage weithin anders als vor Jahrtausenden: es war selbstverständlich, dass man an "Götter" glaubte oder eben wie das auserwählte Volk an den "einen Schöpfer des Himmels und der Erde". Heute dagegen steht weitgehend der Mensch im Mittelpunkt. Ob es Gott gibt, daran zweifeln viele. So ist weitgehend der Mensch zum Götzen geworden, und die Gebote Gottes sind am Taumeln und am Kippen, wie wir erleben.


5
 
 Borro 26. Dezember 2020 
 

@lakota

Ich fürchte, Sie haben mich nicht korrekt verstanden - ich schrieb "Gottes/Nächsten/Selbstliebe stehen laut Mt 22, 37 ff auf der GLEICHEN Stufe."

Das ist schlicht und ergreifend biblische Wahrheit. Gott zu lieben steht nicht über Nächstenliebe - Sie können mir aber gerne anhand der Heiligen Schrift zeigen, dass ich falsch liege!


0
 
 lakota 26. Dezember 2020 
 

SalvatoreMio @Phillip

Sie haben beide recht, ich habe es verkürzt dargestellt, wegen der Kritik von @Borro an @Stephanus2.

Was ich damit sagen wollte ist: wie viele, auch Christen inkl.P.Franziskus, sprechen so oft von Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Friede auf Erden - vergessen aber auf Gottesliebe, Gottesfurcht, Gottesverehrung. Ohne das hat alles aber keinen Wert, nicht im Hinblick auf die ewige Seligkeit.
Was die Geschwisterlichkeit angeht, gilt für mich das Wort Jesu:" Wer die Gebote meines Vaters hält, ist mir Bruder, Schwester, Mutter."
Die Geschwisterlichkeit von der P.Franziskus spricht hat damit nichts zu tun.


3
 
 stephanus2 26. Dezember 2020 
 

Die Textstelle...

...wird leicht unterschiedlich ausgelegt. Hörte neulich auf k-tv einen alten Beitrag von Pfarrer Hans Buschor + , der den Sender gegründet hat.Er spricht sich vehement aus für die Übersetzung :..."die Menschen Seines Wohlgefallens" bzw. ..."die Menschen guten Willens". Dies --"die Menschen Seiner Gnade" hält er für reformatorisch.Die beiden ersteren Übersetzungen weisen auf eine Mitwirkungspflicht der Menschen hin,um Gottes teilhaftig zu werden wenn ich ihn richtig verstanden habe.


2
 
 Fink 26. Dezember 2020 
 

Wen meint Jesus mit "meine Brüder" ?

@ phillip - Sie sprechen einen wichtigen Punkt an. Mich beschäftigt das seit Jahren (auch weil das Thema von vielen Predigern benutzt -missbraucht?- wird).
Meint der Herr Jesus mit "meine Brüder" ausnahmslos ALLE Menschen, oder beschränkt er das auf seine Nachfolger/ Jünger ?
Ich wünsche mir von Theologen/ Exegeten eine Antwort darauf !


1
 
 SalvatoreMio 26. Dezember 2020 
 

und Friede den Menschen auf Erden?

@lakota: Sie greifen Worte auf, über die man leicht hinweggeht und die doch so nicht stimmen: in der Hl. Schrift und den Meßtexten heißt es: "auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade". Latein: "in terra pax hominibus bonae voluntatis" (englisch: "on earth peace to those on whom his favor rests". Überall sind kleine Abweichungen, aber es geht nie um "die Menschen ganz allgemein". Das gibt zu denken und scheint mir sehr bedeutsam!


3
 
 phillip 26. Dezember 2020 
 

"Ehre sei Gott in der Höhe - und Friede den Menschen auf Erden". (1/3)

„… und Frieden den Menschen auf Erden“, halte ich als (bewusst oder unbewusst) verkürzt und nicht der Wahrheit entsprechend dargestellt und vermittelt, lakota, meines Erachten ein falsches Verständnis, das offenkundig auch der Papst lehrt. Das katholische wird mE durch folgendes verständlich: „Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. (Lk 2,12-14). Friede also für wen? Es gibt eine ernste Note im Klang des Lobes der Engel. Friede den Menschen, auf denen sein Wohlgefallen ruht. Friede denen, an denen er Wohlgefallen hat. Aber ohne Glaube ist es unmöglich, Gott zu gefallen (Hebr 11,6). Also bringt Weihnachten nicht allen Menschen Frieden. „Darin aber besteht das Gericht“, so Jesus, „dass …


3
 
 phillip 26. Dezember 2020 
 

Ehre sei Gott in der Höhe - und Friede den Menschen auf Erden". (2/3)

…das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse“ (Joh 3,19). Oder wie der betagte Simeon sprach, als er das Kind Jesus sah: „Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und zum Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird … damit aus vielen Herzen die Gedanken geoffenbart werden“ (Lk 2,34-35). Wie viele Menschen es doch gibt, die auf einen düsteren, kalten Weihnachtstag schauen und nichts weiter sehen – ein Zeichen, dem widersprochen wird. „Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben“ (Joh 1,11-12). Es war nur gegenüber seinen Jüngern, dass Jesus sagte: „Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und …


5
 
 phillip 26. Dezember 2020 
 

Ehre sei Gott in der Höhe - und Friede den Menschen auf Erden". (3/3)

…verzage nicht“ (Joh 14,27). Die Menschen, die den Frieden Gottes genießen, der allen Verstand übersteigt, sind diejenigen, die in allem durch Gebet und Flehen mit Danksagung ihre Anliegen vor Gott kundwerden lassen (Phil 4,6-7). Der Schlüssel, der die Schatztruhe von Gottes Friede aufschließt, ist Glaube an die Verheißungen Gottes. Deshalb betet Paulus: „Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden im Glauben“ (Röm 15,13). Und wenn wir den Verheißungen Gottes wirklich vertrauen und Freude und Friede und Liebe haben, dann wird Gott verherrlicht. Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens! Jedem – aus allen Stämmen, Sprachen, Völkern und Nationen – der glaubt. Für eine „Allerweltsreligion“, wie sie dem Papst zu eigen zu sein scheint, bietet das Voranstehende wohl keine Grundlage.


5
 
 phillip 26. Dezember 2020 
 

Gottes- und Nächstenliebe (1/3)

Nach meinem Verständnis Katholischen Glaubens drückt sich die Gottes- und Nächstenliebe im Wesentlichen in der Einhaltung der Gebote, den Seligpreisungen und in Werken der Barmherzigkeit aus. In diesem aktuellen Pontifikat scheinen mE das ausschließlich Werke der Barmherzigkeit, und zwar lediglich jene der leiblichen zu sein – auf die geistlich-geistigen scheint der Papst keinen allzu großen Wert zu legen. Nach Peter Winnemöller (siehe kath.net 26. Juli 2016) befindet sich diese reduzierte Barmherzigkeit in aller Munde. Er stellte folgendes fest, dem man nur zustimmen kann: „Im Mainstream Speech ist damit allerdings etwas gemeint, was man am ehesten mit Heile-Heile-Gänschen umschreiben könnte. Egal was die Menschen tun, wie sie leben, es ist alles gleich gültig, gleich gut und wir müssen es alles so hinnehmen und gutheißen. Das ist alles andere als Barmherzigkeit. Das ist vielleicht ein politisch korrektes Gutmenschentum, das den Menschen am Ende doch nur schadet…


7
 
 phillip 26. Dezember 2020 
 

Gottes- und Nächstenliebe (2/3)

…Barmherzigkeit gibt es weder ohne Wahrheit noch ohne Klarheit und erst recht nicht ohne Gerechtigkeit. Es geht also nicht darum, das Falsche, die Sünde, die Fehlhaltung der Menschen wegzureden, sie mit einer Barmherzigkeitstünche anzumalen und davon auszugehen, dass schon alles gut gehen wird.
Dabei ist es ja noch leicht, mal einem Hungrigen ein Brötchen zu geben oder ein paar alte Klamotten in die Kleiderkammer zu bringen. Die leiblichen Werke mögen ja noch angehen. Bei den geistigen wird es für (ich füge hinzu: für den Papst) Menschen unserer Tage schon schwerer. Irrende belehren? Wie Irrtum? Das setzt ja die Existenz absoluter Wahrheiten voraus. Wer sowas behauptet kegelt sich doch heute gleich aus dem Diskurs. Sünder zurechtweisen. Boah! Sünder! Kaloriensünder, das mag noch gehen, aber sonst? Völlig ausgeschlossen. Die Welt braucht aber die (geistliche) Barmherzigkeit, gerade weil die Irrungen und Verwirrungen unserer Tage so groß sind. Es braucht gerade …


5
 
 phillip 26. Dezember 2020 
 

Gottes- und Nächstenliebe (3/3)

…diese enorme geistliche Klarheit und Wahrheit, auf denen die Barmherzigkeit aufsetzt und ohne die sie nicht zu denken ist. Wir können Barmherzigkeit nicht machen. Die Barmherzigkeit und damit auch die Werke der Barmherzigkeit sind Gnade. Und weil nun einmal die Gnade mit der Natur wirkt, ist es kein Zaubertrick Gottes, wenn Barmherzigkeit wirkt, sondern sie wirkt wenn Menschen sich ihr öffenen. Dabei verbietet sich jeglich romantisch-verkitschte Übertreibung ebenso wie eine verflachte-moralisch entkernte Verfälschung von Barmherzigkeit. Es ist und bleibt ein Geheimnis Gottes, wie und wo seine Barmherzigkeit wirkt, und es bleibt dem Menschen überlassen, sich für die Göttliche Barmherzigkeit bereit zu machen“.


5
 
 phillip 26. Dezember 2020 
 

Ein vielleicht nicht ganz unwesentliches "Geschwafel, meint

Borro, und ich gebe ihm Recht, allerdings vermutlich, seinen Postings entsprechend, nicht in dem Sinne, wie er "die Worte des Papstes" (was immer er auch damit zu meinen glaubt) zu verstehen scheint. Ich bin nach aufmerksamer Beobachtung der schriftlichen und mündlichen Äußerungen, Handlungen und Unterlassungen dieses Papstes seit ca Ende 2013 (von seiner Wahl bis dahin habe ich ihn noch gegen jene verteidigt, die ihn schon zu Beginn als falschen Propheten bezeichneten) zu moralischen Gewissheit gelangt, dass vieles mit Sicherheit nicht nur ganz als "unwesentliches Geschwafel", sondern zum Teil als häretische, apostatische und schismatische Grauzonen anreißend und zum Teil Grenzen überschreitend beurteilt werden kann. Im Einzelnen habe ich dazu hier in diesem Forum schon so vieles geschrieben, dass ich Wiederholungen als entbehrlich ansehe. Und ja, borro, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, und auch nur ein einziges giftiges Schwammerl macht die ganze Schwammerlsauce ungenießbar.


7
 
 Diadochus 26. Dezember 2020 
 

@Borro

Jesus Christus ist Mensch geworden, um in uns den Glauben zu vermehren, die Hoffnung zu stärken und um die Liebe in uns zu entzünden, worum wir Ihn im Rosenkranz durch das Unbefleckte Herz der Gottesmutter Maria bitten. Jesus Christus rettet, aber anders als Papst Franziskus uns weiß machen möchte. Jesus Christus ist kein Sozialromantiker, sondern er rettet den Menschen im Bad der Taufe von der Erbsünde. Wer sich nicht taufen lässt, kann nicht gerettet werden. "Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet werden. Wer nicht glaubt, wird verdammt werden." (Mk 16,16) Der Blick des Herrn geht etwas in eine andere Richtung, als der Blick des Papstes. Sein Blick richtet sich nach oben.


5
 
 lakota 26. Dezember 2020 
 

@Borro

"Gottes/Nächsten/Selbstliebe stehen laut Mt 22, 37 ff auf der gleichen Stufe."

Aber was sieht man heutzutage? :

Selbstliebe haben auch Egoisten und Narzisten.
Nächstenliebe üben auch Atheisten und Heiden.

Wo aber ist die Gottesliebe? Wer übt die noch? Die leeren Gottesdienste sprechen eine andere Sprache.

Ist das nicht dasselbe, wie:
"Ehre sei Gott in der Höhe - und Friede den Menschen auf Erden".
Vom Frieden sprechen viele - aber wo ist das "Ehre sei Gott in der Höhe"?

P.Franziskus spricht oft von "Geschwisterlichkeit" - aber was ist das? Haben Sie noch nie von Geschwistern gehört, die sich z.Bsp. bis aufs Blut ums Erbe der Eltern streiten?


8
 
 Borro 26. Dezember 2020 
 

@Diadochus

Sie halten die Worte des Papstes ernsthaft für Geschwafel?

„Ein Kind ist uns geboren“ (vgl. Jes 9,5). Er ist gekommen, um uns zu retten! Er verkündet uns, dass der Schmerz und das Böse nicht das letzte Wort sind. Sich mit der Gewalt und der Ungerechtigkeit abfinden, würde bedeuten, die Freude und die Hoffnung von Weihnachten zurückzuweisen.

Ein vielleicht nicht ganz unwesentliches "Geschwafel".


0
 
 Diadochus 26. Dezember 2020 
 

@pillip

Papst Franziskus bleibt sich selber treu. Er ist sich selbst kohärent. Seine Lehre durchzieht ein roter Faden, der den wahren Glauben erdrosselt. Gegenüber anderen Religionsvertretern im unten verlinkten Video spricht Papst Franziskus vom Fundamentalismus, den gebe es auch "bei uns". Zählt die Weihnachtsbotschaft auch dazu? Ist die Weihnachtskrippe deshalb so entstellt? Fragen über Fragen. In der Weihnachtsbotschaft des Papstes kann man die Antworten finden. Machen wir uns nichts vor. Das Kind in der Krippe blickt in eine finstere Welt, heute wie damals. Es lächelt uns an. Wer erwidert es, das Lächeln des Göttlichen Kindes?

kath-zdw.ch/Die_eine_Weltreligion_in_der_neuen_Weltordnung.mp4


4
 
 phillip 26. Dezember 2020 
 

Was meint der Papst, alle Menschen seien „Geschwister“ Jesu? (1/2)

Und, was sagt uns die göttliche Offenbarung? Im ersten Kapitel des Johannesevangeliums wird die Gotteskindschaft nicht durch die natürliche Zugehörigkeit zur Menschheitsfamilie (nicht aus dem Willen des Fleisches) begründet, sondern durch den Glauben an Jesus Christus und die Taufe im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes (aus Geist und Wasser bzw. aus Gott geboren). Nur die Anerkennung und Annahme der einzigartigen Mittlerschaft Jesu Christi befähigt zu dieser Gotteskindschaft: „Allen aber, die Ihn aufnahmen, gab Er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an Seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.“ Joh 1,12f. Man kann Gott nicht zum Vater haben, wenn man die Kirche nicht zur Mutter hat (Cyprian von Carthago). Das, was der Papst hier von sich gibt, deckt sich mit seiner Abu Dhabi-Erklärung, wonach der Glaube den Gläubigen im anderen einen Bruder …


8
 
 phillip 26. Dezember 2020 
 

Was meint der Papst, alle Menschen seien „Geschwister“ Jesu? (2/2)

… sehen lasse, den man unterstützen und lieben solle. Er spricht – in für mich häretischer Weise - unterschiedslos vom «Glauben» (im Christentum: eine übernatürliche, eingegossene Gnade, keine natürlich-religiöse Einstellung). Wessen Glauben? Der Muslime? Der Hindus? Der Buddhisten? Der Atheisten? Jeglicher wahrer (was zeichnet einen solchen aus?), religiöser Glaube begründe – so die Essenz der häretischen Intention — eine universale Brüderlichkeit zwischen allen Menschen, insofern Gott der Schöpfer aller Menschen ist. Ein Blick aber in das Selbstverständnis der Religionen aufgrund ihrer Basisdokumente und ihrer Geschichte führt einem vor Augen, dass dies eine Behauptung ist, welche in keiner Weise durch die Geschichte und göttliche Offenbarung gedeckt wird und eine Häresie, eine Illusion und – im wohlwollenden Fall - ein frommer Wunsch bleibt.

Wie lange, Herr, wirst Du uns noch mit so einem (Un)Geist prüfen?


7
 
 Diadochus 26. Dezember 2020 
 

Geschwafel

Das ist die schwächste Weihnachtsbotschaft, die ich je vernommen habe. Der Papst spricht als Oberhaupt der Welteinheitsreligion, in der die Menschheitsfamilie geschwisterlich vereint sei. Jesus eine diese in Dialog und brüderlicher Solidarität. Die Menschheit einschließlich des Papstes ist tief in die Sünde hineingefallen und bedarf der Buße, der Bekehrung, der Rettung und Erlösung. Das ist mein Trost, denn die Gebeugten richtet Er auf. (vgl. Psalm 145,14)


10
 
 Chris2 26. Dezember 2020 
 

Bemerkenswert, dass der Islamismus

im Text kein einziges Mal vorkommt - diese Pest des 21. Jahrhunderts. Wird als ominöser "internationaler Terrorismus" quasi unter den Naturkatastrophen eingereiht. Ebensowenig die verfolgten Christen, die nur indirekt durch die afrikanischen Länder erwähnt werden. Stattdessen wider der pitterpöse "Nationalismus". Typisch linke Politikerrede, die einen gesunden Patriotismus, also die Liebe zum eigenen Land, die die anderen nicht verachtet, schon gar nicht mehr kennt. Und beim Kindlein im Stall denkt man dieses Jahr dank des Vatikans an Astronauten, Darth Vader / "Schwarzer Ritter" (freundlichwrweise inzwischen entfernt) oder an Engel mit Kühlrippen und auf der Brust aufgemaltem Chromosom (wer es erträgt, siehe den Link).
Komm Schöpfer Geist, kehr bei uns ein, die Deine Macht erschaffen hat, erfülle nun mit Deiner Gnad. Kindelein im Stall, mach uns selig all...

www.diepresse.com/5911943/bileams-eselin-und-die-monster-in-der-krippe-auf-dem-petersplatz


8
 
 Montfort 26. Dezember 2020 

Und DAS ist der abschließende Weihnachtwunsch des PAPSTES???

"Genießt jetzt ein schönes Weihnachtsessen, auf Wiedersehen!"

Und das unter einem "Brief ans Christkind", der auflistet, was Gott alles zu tun habe.

Was tun Sie, Papst Franziskus, um den Menschen die tröstende Nähe Gottes zu verkünden?

Einfach nur "ein schönes Mittagessen" zu wünschen, ist erbärmlich.


10
 
 wedlerg 25. Dezember 2020 
 

Zu dürftig

In diesem historischen Augenblick, der von der ökologischen Krise und von schwerwiegenden wirtschaftlichen und sozialen Missverhältnissen gekennzeichnet ist, die durch die Pandemie des Coronavirus noch verschlimmert wurden, bedürfen wir mehr denn je der Geschwisterlichkeit.“

Die Analyse ist doch völlig verkehrt. Von einer ökologischen Krise kann keine Rede sein. Nie waren Wasser und Luft seit 200 Jahren reiner als heute. Von einer Krise der Gesellschaft wäre zu reden: Zügellos, ohne Orientierung, hedonistisch, egoistisch - was vor 200 Jahren einigen Absolutistischen Herrschern und Freimaurern zu eigen war, ist heute Allgemeingut. Insofern helfen hier nur Familiensinn, Gottesfurcht und Bescheidenheit.

Der Gottessohn wurde als Retter zu uns gesandt - und statt diese Frohbotschaft zu verkünden, hören wir immer die alten Zöpfe der Befreiungstheologen.


14
 
 Borro 25. Dezember 2020 
 

@stephanus2

Das ist nicht korrekt:
EBENSO WICHTIG ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Gottes/Nächsten/Selbstliebe stehen laut Mt 22, 37 ff auf der gleichen Stufe.


0
 
 laudeturJC 25. Dezember 2020 

Impfung zuerst für die „Schwächsten und Bedürftigen“?

Könnte nach „hinten losgehen“, wenn es Nebenwirkungen und Impfschäden gibt. Dann heisst es von gleicher Stelle garantiert, man hätte es an den „Schwächsten und Bedürftigen“ getestet...man wird ihn dann an seine Forderung erinnern!


11
 
 laudeturJC 25. Dezember 2020 

Seit Fratelli tutti

ist es noch schlimmer geworden: Umdeutung der Religion zur Politik, völliger Verlust eines spirituellen Bezugs und immer wieder diese seltsamen Gedanken und Betrachtungen...kein Wort zu verfolgten Christen - und ob „der Sohn des Höchsten“ viel mit der „internationalen Gemeinschaft“ zu tun, bezweifle ich auch.


11
 
 phillip 25. Dezember 2020 
 

Wer ist für einen Katholiken wahrer Bruder und wahre Schwester? (1/2)

Im Matthäusevangelium werden als "Brüder" (ich füge hinzu: Schwester) stets nur die Jünger Jesu bezeichnet, die ständig verfolgt, diskriminiert, eingesperrt, krank, arm, nackt, hungrig und durstig sind (vgl. Mt 25). 31-46). Wer sie also empfängt und ihnen hilft, ist, als würde er Christus persönlich begrüßen, denn "Gott ... hat die Apostel an die letzte Stelle gesetzt, als ob sie zum Tode verurteilt wären" (1 Kor 3,9). Wenn Jesus sagt: "Wer nicht gegen uns ist, ist für uns" (Mk 10,40) und "wer dich begrüßt, heißt mich willkommen" (Mt 10,40), kann er noch mehr sagen, wer dir hilft, hilft mir (vgl. 25,45). Um einen Menschen zum Nächsten zu machen, ist es notwendig, einen komplexen und anspruchsvollen Weg der Heilung und Befreiung zu beschreiten, in der Hoffnung, dass jemand auch ein Bruder (eine Schwester) wird, indem er (sie) nicht nur das wohltätige Werk des Jüngers, sondern vor allem das Wort Jesu, das er verkörpert, annimmt. Damit ein Mensch Bruder (Schwester) werden kann, …


10
 
 phillip 25. Dezember 2020 
 

Wer ist für einen Katholiken wahrer Bruder und wahre Schwester? (2/2)

… genügt es, dass er (sie) Jünger Jesu sich bei dem Kreuz helfen lässt, das er (sie) trägt, als von der Welt Verfolgter (Verfolgte) [haben sie mich verfolgt, werden sie auch euch verfolgen; Jh. 15,20]. Zu diesem Zweck muss der wahre apostolische Lebensstil nachgeahmt werden, indem akzeptiert wird, der Arme im Geist, der Hungrige, der Durstige, der Fremde, der Kranke, der Inhaftierte zu sein, mit einem Wort, der vom Teufel und von den Menschen verfolgt wird, von falschen Brüdern bzw Schwestern (vgl. 2 Kor 11,26) wie Jesus selbst. Vergleiche dazu auch Jesu Worte: „ … denn wer den Willen meines Vaters tun wird, derselbe ist mein Bruder und meine Schwester“ … (Matthäus 12,46-50). Das Gerede, alle Menschen sind Jesu – und damit auch meine Brüder und Schwestern – erweist sich in dem voranstehenden Sinne als unwahr; von einem Papst erwarte ich mir Äußerungen, die mit der göttlichen Offenbarung, der Lehre Christi und der Katholischen Kirche übereinstimmen, dh der Wahrheit entsprechen.


11
 
 Herbstlicht 25. Dezember 2020 
 

@stephanus2

Ich schließe mich Ihren Worten an.
Geschwisterlichkeit praktiziert auch ein von Moral und Ethik geleiteter Atheist.
Die Geburt Jesu beinhaltet mehr.


15
 
 stephanus2 25. Dezember 2020 
 

..noch mehr...

...als der Geschwisterlichkeit ..bedürfen wir der Gottesliebe, der Gottesfurcht, der Gottesverehrung."Ehre sei Gott in der Höhe..."


15
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  11. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  12. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  13. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz