Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  5. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  6. So fühlt sich Nachhausekommen an
  7. Menschenrecht auf Abtreibung?
  8. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  11. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  12. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  13. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  14. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  15. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds

Kardinal Koch: Fehlender Schmerz über Spaltung behindert Ökumene

5. Dezember 2020 in Weltkirche, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präsident des Ökumene-Rates: Einigung der Kirchen von vielen nicht mehr als unaufgebbare Aufgabe betrachtet - 25-jähriges Bestehen der Ökumene-Enzyklika "Ut unum sint" von Johannes Paul II.


Rom (kath.net/KAP) Nach Aussage von Kardinal Kurt Koch leiden heutzutage viele Christen nicht mehr unter den Spaltungen der Kirche. Mit dem fehlenden Schmerz über diese Zerrissenheit fehle der ökumenischen Bewegung eine wichtige Triebkraft, so der Präsident des Päpstlichen Ökumene-Rates am Freitag bei einem Vortrag in Rom. Leider werde die Einigung der Kirchen von vielen nicht mehr als unaufgebbare Aufgabe gesehen. Koch äußerte sich bei einem Festakt zum 25-jährigen Bestehen der Ökumene-Enzyklika "Ut unum sint" von Johannes Paul II.

Das Rundschreiben sei ein Meilenstein der Ökumene und mache deutlich, warum die Einheit der Christen so wichtig ist. Sie sei einerseits ein Auftrag Jesu an seine Jünger, andererseits mache sie die christliche Botschaft wesentlich glaubhafter. Der Papst aus Polen habe sein Schreiben im Bewusstsein verfasst, dass die katholische Kirche im Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) ihr erneuertes Selbstverständnis unwiderruflich mit dem Streben nach christlicher Einheit verbunden habe.


Dabei habe Johannes Paul II. sein Papst-Amt einerseits als Hindernis der Einheit für andere Kirchen gesehen. Zugleich habe er dazu aufgefordert, Wege zu finden, wie das Amt des Bischofs von Rom trotzdem als Förderer der Einheit und deren Garant verstanden werden könne. Seine Vision sei es gewesen, im dritten christlichen Jahrtausend eine Einheit wiederzufinden, die jener im ersten Jahrtausend entspricht.

Für dieses Ziel, so Koch weiter, seien für Johannes Paul II. zwei Dinge wesentlich gewesen. Das eine sei die Ökumene der Märtyrer unterschiedlicher Konfessionen, die ihr Leben verloren, weil sie Christen waren. Die katholische Kirche habe eine Weile gebraucht, bis sie auch das Glaubenszeugnis von Protestanten, Orthodoxen und anderen anerkennen konnte. Eine zweite wichtige Voraussetzung sei das Gebet. Der Papst aus Polen, so Koch, war überzeugt: Je öfter Christen miteinander beten, desto eher seien sie in der Lage, Hindernisse anzugehen und gemeinsam aufzutreten.

Am Mittag hatte Koch einen neuen Ökumene-Leitfaden des Vatikans vorgestellt. Dieser soll Bischöfe ermutigen und befähigen, ihren ökumenischen Pflichten vor Ort nachzukommen.


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto Kardinal Koch (c) Martin Lohmann/Lohmann Medias


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  3. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  4. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  7. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  8. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  9. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  10. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  11. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  12. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  13. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete
  14. Menschenrecht auf Abtreibung?
  15. Gott schütze Venezuela!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz