Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  2. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  3. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  4. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  12. „Wir werden erwartet“
  13. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  14. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  15. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus

Ordensfrauen im Widerstand gegen Hostien "Made in China"

8. Dezember 2020 in Österreich, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Karmelitinnen in Maria Jeutendorf übernehmen Agenden der Hostienbäckerei der Steyler Missionare in Mödling - Im Kloster Maria Jeutendorf wurden bisher schon mehr als drei Millionen Hostien jährlich produziert


St. Pölten (kath.net/KAP) Die Hostienbäckerei der Steyler Missionare in Mödling stellt Ende 2020 aus wirtschaftlichen Gründen die Produktion ein. Die Karmelitinnen in Maria Jeutendorf übernehmen die Kundschaft, wie die St. Pöltner Kirchenzeitung "Kirche bunt" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet. Die Ordensschwestern von Maria Jeutendorf sind eine von mehreren Frauenorden, die noch in eigenen Betrieben Hostien herstellen. Priorin Elija Kreimel appellierte in der St. Pöltner Kirchenzeitung an die Pfarren und kirchlichen Institutionen: "Bitte kaufen Sie die Hostien bei den Klöstern. Ohne materielle Existenz können wir unsere Rechnungen nicht bezahlen. Unsere Kunden unterstützen unser kontemplatives Lebens, ihnen gilt unser Dank." Selbst Hostien "Made in China" seien ihr schon untergekommen, so Kreimel.

Die Hostienproduktion ist die wichtigste Einnahmequelle des kontemplativen  Klosters Maria Jeutendorf. Im Jahr 2018 wurden mehr als 50.000 größere  Priesterhostien und mehr als drei Millionen kleine Hostien (weiß und brotfarben) hergestellt. Künftig könnte sich diese Zahl verdoppeln, wenn die Schwestern alle Aufträge der Steyler übernehmen könnten. Die Karmelitinnen beliefern aktuell schon einen Großteil der Pfarren der Diözese St. Pölten mit Hostien, dazu kommen Pfarren in der Steiermark, in Kärnten und auch in Tirol.


Der Corona-Lockdown habe auch den Schwestern zu schaffen gemacht, wie Priorin Kreimel berichtete. Die Gottesdienste zu den wichtigen Zeiten Ostern und nun auch am Beginn des Advents seien ausgefallen. Deshalb bräuchten die Pfarren auch weniger Hostien. Und da die Zahl der Kirchgänger generell zurückgeht, bedeute dies für die Hostienbäckerei auch weniger Bestellungen.

Nur Weizen und Wasser

Bei den Schwestern von Maria Jeutendorf "wird nur Weizen und Wasser verwendet", versicherte die Priorin, die selber in der Bäckerei mitarbeitet. Das sei im Kirchenrecht so vorgeschrieben. Weizen und Wasser kommen aus der Region. Die Hostien werden mit einem großen Backautomaten gebacken. In einem Kessel werden 27 Kilogramm Mehl und 37 Liter Wasser vermischt. Der fertige Teig wird durch einen Schlauch hochgepumpt und auf das heiße Hos­tieneisen aufgespritzt. Aus dem dünnen Teig entsteht in zwei Minuten eine feste, knusprige Hostienplatte.  Die Hostienplatten werden zum Ausbohren der Hostien in einem eigenen Raum aufgelegt und angefeuchtet. In einen Holzrahmen kann man rund 40 feuchte Platten hineinschlichten. Aus einem vollen Rahmen mit 40 Platten können 2.520 kleine Hostien herausgestanzt werden.

Das Kloster in Maria Jeutendorf war ursprünglich ein Servitenkloster. Gegründet 1695 zogen die letzten Patres 1978 aus. 1985 zogen fünf Gründungsschwestern aus dem Karmel von Mariazell und eine aus dem Karmel Graz sowie zwei Novizinnen in das renovierte Klostergebäude ein. Seit 1985 gibt es auch die Hostienbäckerei.

Mehrere Klöster in Österreich haben sich wie jenes in Maria Jeutendorf auf die Hostienerzeugung spezialisiert; so etwa die Karmelitinnen von Wien, Innsbruck und Mariazell.

(Infos zu Maria Jeutendorf bzw. zur Hostienproduktion:  http://jeutendorf.karmel.at)


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Wir werden erwartet“
  3. Leo XIV. drängt auf internationale Regeln für Künstliche Intelligenz
  4. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um
  5. Papst dankt Mercedes für "100 Jahre Papamobil"
  6. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  7. Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfang
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  10. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  11. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  12. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  13. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  14. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  15. Drei Stunden im Fegefeuer

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz