Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  5. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  6. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  9. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  10. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  11. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  12. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  15. Iran: Mindestens 12.000 Tote bei Protesten gegen das Regime

Ordensfrauen im Widerstand gegen Hostien "Made in China"

8. Dezember 2020 in Österreich, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Karmelitinnen in Maria Jeutendorf übernehmen Agenden der Hostienbäckerei der Steyler Missionare in Mödling - Im Kloster Maria Jeutendorf wurden bisher schon mehr als drei Millionen Hostien jährlich produziert


St. Pölten (kath.net/KAP) Die Hostienbäckerei der Steyler Missionare in Mödling stellt Ende 2020 aus wirtschaftlichen Gründen die Produktion ein. Die Karmelitinnen in Maria Jeutendorf übernehmen die Kundschaft, wie die St. Pöltner Kirchenzeitung "Kirche bunt" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet. Die Ordensschwestern von Maria Jeutendorf sind eine von mehreren Frauenorden, die noch in eigenen Betrieben Hostien herstellen. Priorin Elija Kreimel appellierte in der St. Pöltner Kirchenzeitung an die Pfarren und kirchlichen Institutionen: "Bitte kaufen Sie die Hostien bei den Klöstern. Ohne materielle Existenz können wir unsere Rechnungen nicht bezahlen. Unsere Kunden unterstützen unser kontemplatives Lebens, ihnen gilt unser Dank." Selbst Hostien "Made in China" seien ihr schon untergekommen, so Kreimel.

Die Hostienproduktion ist die wichtigste Einnahmequelle des kontemplativen  Klosters Maria Jeutendorf. Im Jahr 2018 wurden mehr als 50.000 größere  Priesterhostien und mehr als drei Millionen kleine Hostien (weiß und brotfarben) hergestellt. Künftig könnte sich diese Zahl verdoppeln, wenn die Schwestern alle Aufträge der Steyler übernehmen könnten. Die Karmelitinnen beliefern aktuell schon einen Großteil der Pfarren der Diözese St. Pölten mit Hostien, dazu kommen Pfarren in der Steiermark, in Kärnten und auch in Tirol.


Der Corona-Lockdown habe auch den Schwestern zu schaffen gemacht, wie Priorin Kreimel berichtete. Die Gottesdienste zu den wichtigen Zeiten Ostern und nun auch am Beginn des Advents seien ausgefallen. Deshalb bräuchten die Pfarren auch weniger Hostien. Und da die Zahl der Kirchgänger generell zurückgeht, bedeute dies für die Hostienbäckerei auch weniger Bestellungen.

Nur Weizen und Wasser

Bei den Schwestern von Maria Jeutendorf "wird nur Weizen und Wasser verwendet", versicherte die Priorin, die selber in der Bäckerei mitarbeitet. Das sei im Kirchenrecht so vorgeschrieben. Weizen und Wasser kommen aus der Region. Die Hostien werden mit einem großen Backautomaten gebacken. In einem Kessel werden 27 Kilogramm Mehl und 37 Liter Wasser vermischt. Der fertige Teig wird durch einen Schlauch hochgepumpt und auf das heiße Hos­tieneisen aufgespritzt. Aus dem dünnen Teig entsteht in zwei Minuten eine feste, knusprige Hostienplatte.  Die Hostienplatten werden zum Ausbohren der Hostien in einem eigenen Raum aufgelegt und angefeuchtet. In einen Holzrahmen kann man rund 40 feuchte Platten hineinschlichten. Aus einem vollen Rahmen mit 40 Platten können 2.520 kleine Hostien herausgestanzt werden.

Das Kloster in Maria Jeutendorf war ursprünglich ein Servitenkloster. Gegründet 1695 zogen die letzten Patres 1978 aus. 1985 zogen fünf Gründungsschwestern aus dem Karmel von Mariazell und eine aus dem Karmel Graz sowie zwei Novizinnen in das renovierte Klostergebäude ein. Seit 1985 gibt es auch die Hostienbäckerei.

Mehrere Klöster in Österreich haben sich wie jenes in Maria Jeutendorf auf die Hostienerzeugung spezialisiert; so etwa die Karmelitinnen von Wien, Innsbruck und Mariazell.

(Infos zu Maria Jeutendorf bzw. zur Hostienproduktion:  http://jeutendorf.karmel.at)


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  8. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  15. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz