Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  4. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  7. Menschenrecht auf Abtreibung?
  8. So fühlt sich Nachhausekommen an
  9. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  13. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  14. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  15. Venezuela schließt sein Foltergefängnis, viele politische Gefangene sind auf dem freien Fuß!

Cordes: "Das Geheimnis Johannes Pauls II. war seine Authentizität"

30. September 2020 in Chronik, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Früherer Kurienkardinal berichtete bei Tagung an Hochschule Heiligenkreuz über persönliche Begegnungen mit Karol Wojtyla vor und nach seiner Papstwahl


Wien (kath.net/KAP) Worin besteht die Faszination, die bis heute von der Person Karol Wojtyla bzw. Papst Johannes Paul II. (1978-2005) ausgeht? Eine klare, auf zahlreiche persönliche Begegnungen und Erfahrungen gestützte Antwort auf diese Frage hat am Montagabend der emeritierte deutsche Kurienkardinal Paul Josef Cordes bei einer Fachtagung an der Hochschule Heiligenkreuz gegeben: "Das Geheimnis Johannes Pauls II. war seine Authentizität". Er sei "kein Duplikat" gewesen, sondern ein "echter Gewährsmann und Apostel", bei dem "Wort und Werk, Leben und Lehre sich gegenseitig bestätigten", so Cordes. "Er war echt."

Cordes' Vortrag, der unter dem Titel "Meine Begegnungen mit Papst Johannes Paul II. - Erinnerungen an einen authentischen Glaubenszeugen" stand, bildete den Abschluss des ersten Tages einer internationalen Fachtagung über Person und Werk Karol Wojtylas an der Hochschule Heiligenkreuz. Die Tagung steht unter dem Titel "Johannes Paul II. - Philosoph, Poet, Priester, Politiker, Papst: ein Leben für die Freiheit" und dauert noch bis Mittwochabend. Am heutigen Dienstag wird u.a. der frühere italienische Politiker Rocco Buttiglione zum Thema "Ein Philosoph, der Papst wurde und als Politiker die Welt veränderte" referieren.



"Wyszynski ist gut, Wojtyla ist besser"


Cordes berichtete von zahlreichen persönlichen Begegnungen mit Johannes Paul II., beginnend mit Begegnungen in den 1970er-Jahren in Polen, als Karol Wojtyla noch Erzbischof von Krakau war. Bei einem Besuch der polnischen Bischöfe 1978 in Deutschland unter Führung des damaligen polnischen Primas, Kardinal Stefan Wyszynski, sei er Wojtyla dann - nur wenige Wochen vor dessen Wahl zum Papst, näher gekommen. Bei langen Autofahrten und Gesprächen habe er Wojtyla als "feinfühligen Menschen" mit großem theologischen Interesse erlebt, so Cordes. Die Formel, die er damals für sich prägte, lautete: "Wyszynski ist gut, Wojtyla ist besser."


Auch bei einer weiteren Begegnung unmittelbar nach der Papstwahl im Apostolischen Palast im Vatikan habe er Wojtyla als "feinfühlig und empathisch" erlebt, berichtete Cordes weiter, den Johannes Paul II. schließlich 1980 als Vizepräsident des Laienrates in den Vatikan berief.


In Schlaglichtern erinnerte Cordes schließlich an die Entstehung der Weltjugendtage als ein zentrales Erfolgsprojekt der Jugendpastoral unter Johannes Paul II., aber zugleich auch an die tiefe Spiritualität des Papstes. Immer wieder habe er Johannes Paul II. ins Gebet versunken erlebt oder vor dem Kreuz kniend. "Der Papst - ein Entertainer? Ein Popstar? Wer das denkt, sollte sein geistliches Tagebuch lesen...", so die Empfehlung Cordes'.


Schließlich beschrieb Cordes Johannes Paul II. als großen Förderer des Laienapostolats - "aber nicht, um so die Kirche zu demokratisieren". Angesichts aktueller Reformdebatten müsse man immer wieder daran erinnern, dass Johannes Paul II. gerade nicht als Gewährsmann für ein seines Erachtens verkürztes Verständnis von Laienapostolat herhalten kann, so Cordes - schließlich habe er "entschieden an der Unentbehrlichkeit des Priesteramtes festgehalten".
(Infos zur Tagung: https://www.stift-heiligenkreuz.org/wp-content/uploads/2020/08/2020.09.28_Johannes-Paul-II.-Tagung.pdf / Livestream: https://stift-heiligenkreuz.global.ssl.fastly.net/kaisersaal)

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

kath.net-Buchtipp:
Drei Päpste. Mein Leben
Von Paul J. Kardinal Cordes
Hardcover, 336 Seiten
2014 Herder, Freiburg
ISBN 978-3-451-33519-8
Preis 20.60 EUR

 

 


Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  7. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  8. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  9. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  12. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  13. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  14. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  15. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz