Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Franziskus verurteilt Traditionalismus in der Kirche
  2. Barmherzigkeit gegenüber „LGBTQ-Katholiken", Unbarmherzigkeit gegenüber Anhängern der "Alten Messe"?
  3. Damit verläßt die Dame eindeutig den Boden der Lehre der katholischen Kirche
  4. Zürich: Demonstrant bei LGBT-Parade wegen Zitierung von Bibelstellen verurteilt
  5. Kardinal Cupich ODER wie man 500 Gläubige vertreibt
  6. Nach orthodoxer Heiligsprechung Spannungen zwischen serbisch-orthodoxer und katholischer Kirche
  7. Das bundesdeutsche Bermuda-Dreieck der Großideologen
  8. Luxemburgs Forderungen an die Universalkirche, oder: der deutsche Sonderweg färbt ab
  9. Zwei Drittel der Deutschen sind für die sofortige Abschaffung der Kirchensteuer!
  10. „Eine Gesellschaft ohne Gott ist nicht denkbar, weil sie im Chaos versinken wird“
  11. „Gott ist mein Bräutigam“
  12. Opfer von „Nackt-Selfie-Bischof“ Zanchetta sind über Kloster-Hausarrest empört
  13. Pater Kraschl: Warum die gültige Taufformel verwendet werden muss
  14. Kirche muss reich an Glauben sein, nicht reich an Geld
  15. Gendern ist ideologisch, missachte gültige Regeln und produziere „sozialen Unfrieden“.

Budweiser Dom erhält Reliquie von Kaiser Karl

25. August 2020 in Chronik, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof Krocil: Für 2004 seliggesprochen letzten Kaiser von Österreich war katholische Soziallehre "Eckstein seiner Reformen"


Prag (kath.net/KAP) Eine Reliquie von Kaiser Karl I. kann ab sofort im Dom der südböhmischen Metropole Ceske Budejovice verehrt werden. Die feierliche Übernahme durch den Budweiser Bischof Vlastimil Krocil erfolgte am Geburtstag des Seligen (17. August), wie tschechische Medien berichten. Mitglieder militärhistorischer Vereine repräsentierten mit ihren Fahnen drei einstige böhmische Regimenter sowie das Landwehr-Infanterieregiment Nr. 2 aus Linz. Zum Abschluss des Gottesdienstes wurde in tschechischer Sprache die Kaiserhymne gesungen.

In seiner Predigt im Festgottesdienst erklärte Bischof Krocil, für Karl sei die katholische Soziallehre der "Eckstein seiner Reformen" gewesen, von denen "bis heute die moderne Sozialpolitik der Mehrheit der derzeitigen mitteleuropäischen Staaten" ausgehe. Karls "grundlegende moralische Haltung" habe nach Ende des Ersten Weltkriegs in den Nachfolgestaaten Österreich-Ungarns einen friedlichen Übergang zur neuen Staatsordnung ohne den Ausbruch von Bürgerkriegen ermöglicht, so der Bischof.

Mit dem Kaiser habe man einen "einen christlichen Herrscher vor Augen", der gut Tschechisch gesprochen und nach erhaltenen Zeugnissen noch kurz vor seinem Tod für das tschechische Volk gebetet, sagte Krocil. Karl I. (1887-1922) war von 1916 bis 1918 der letzte Kaiser von Österreich und wurde im Jahre 2004 durch Papst Johannes Paul II. (1978-2005) seliggesprochen. Bei der Seligsprechungsfeier habe der Papst Karl als Vorbild besonders für jene bezeichnet, die in der Gegenwart in Europa politische Verantwortung tragen, erinnerte der Bischof von Budweis.

Sowohl das neue Reliquiar im Dom als auch das dazu gehörige Gemälde des Seligen nehmen auf dessen besondere Nähe zu Böhmen Bezug. Die silberne Monstranz mit der Reliquie ruht auf einem Basaltstein vom Berg Rip, von dem aus der Urvater Cech Böhmen den Tschechen anvertraut haben soll; auch der Grundstein des Nationaltheaters wurde dort entnommen. Das Gemälde des Habsburgers, das vom Budweiser Domdekan Zdenek Mares geschaffen wurde, zeigt den Seligen im Ornat des Ordens vom goldenen Vlies. In der linken Hand hält er die Kopfbedeckung des Ordens, das Chaperon, sowie Blätter des Nationalbaums der Tschechen, Slowake und Slowenen, der Linde; mit der rechten Hand verweist er auf die vor ihm auf einem Kissen ruhende Wenzelskrone.

So wie sein Amtsvorgänger, Kaiser Franz Joseph, hat sich Karl nicht zum König von Böhmen krönen lassen, was seiner intensiven Verehrung in der Tschechischen Republik bis heute entgegensteht. Die offizielle Beschreibung des Gemäldes hält dem entgegen, die Krönung sei in Böhmen schon seit der Pragmatischen Sanktion des Jahres 1713, mit der die Untrennbarkeit aller habsburgischen Erbkönigreiche und Ländern und damit auch für das damalige Wahlkönigreich Böhmen die erbliche Thronfolge  festgelegt wurde, nur mehr ein Formalakt gewesen sei; auch die Mehrheit der derzeitigen europäischen Herrscherhäuser hätten auf eine Krönung verzichtet.
Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 mphc 25. August 2020 

Es gibt schon eine Reliquie zur Verehrung von Kaiser Karl

in der St.Martins-Kathedrale von Bratislava, ich habe sie im Dezember 2018 besucht.
Kaiser ist meiner Meinung nach der zukünftige Patron der EU.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Selige

  1. Ordensgründer Franziskus Jordan seliggesprochen
  2. Carlo Acutis – Missionar im Internet
  3. Heidnischer Kult verwendet Namen und Bilder eines katholischen Seligen
  4. Möglicher "Patron des Internets" vor Seligsprechung
  5. Santo Subito Kardinal Stefan Wyszynski!
  6. Papst Franziskus besucht auch Grab der ersten Seligen Madagaskars
  7. Jägerstätter-Tochter: "Mein Vater war immer mein Vorbild"
  8. Seligsprechung zwölf christlicher Glaubenszeugen rückt näher
  9. Von Islamisten ermordeter Pfarrer Hamel soll rasch Seliger werden
  10. Papst stellt Weichen für Seligsprechung von zwei Teenagern







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Franziskus verurteilt Traditionalismus in der Kirche
  2. Warum Sie am 2. April 2023 am Abend in Krakau sein sollten!
  3. DRINGEND - Bitte um Ihre Sommerspende für kath.net - DANKE!
  4. Barmherzigkeit gegenüber „LGBTQ-Katholiken", Unbarmherzigkeit gegenüber Anhängern der "Alten Messe"?
  5. Das bundesdeutsche Bermuda-Dreieck der Großideologen
  6. Damit verläßt die Dame eindeutig den Boden der Lehre der katholischen Kirche
  7. Kardinal Cupich ODER wie man 500 Gläubige vertreibt
  8. Zürich: Demonstrant bei LGBT-Parade wegen Zitierung von Bibelstellen verurteilt
  9. Opfer von „Nackt-Selfie-Bischof“ Zanchetta sind über Kloster-Hausarrest empört
  10. „Gott ist mein Bräutigam“
  11. Der Pfarrer von Ars und der Teufel
  12. Zwei Drittel der Deutschen sind für die sofortige Abschaffung der Kirchensteuer!
  13. Im Anfang war nicht das "Bischofswort"
  14. „Gender widerspricht sich selbst“
  15. Regens: Steigendes Interesse am katholischen Priesterberuf

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz