Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  11. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

Schweiz: Einzig das Bistum Chur hat sich bisher positiv zur Instruktion aus Rom geäußert

14. August 2020 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Dagegen kritisierte ausgerechnet Bischof Felix Gmür, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, die vatikanische Instruktion sei «theologisch defizitär und klerikalistisch verengt».


Basel-St. Gallen-Chur (kath.net) Die im Auftrag von Papst Franziskus von der Kleruskongregation am 20. Juli veröffentlichte Instruktion «Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde» wird nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz von einigen Bischöfen abgelehnt. Auch wenn die Instuktion im Wesentlichen nichts Neues sagt in Bezug auf die sakramental begründete Leitungsaufgabe in der katholischen Kirche, die an die Priesterweihe geknüpft ist und die in der katholischen Kirche nur von Priestern wahrgenommen werden kann, lehnen viele deutschsprachige Bischöfe die Instruktion ab und wollen diese ignorieren, um weiterhin einen Sonderweg gehen zu können. So betonte Bischof Felix Gmür, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, die vatikanische Instruktion sei «theologisch defizitär und klerikalistisch verengt». Der Präsident der Bischofskonferenz möchte, dass auch Laien und Frauen die Kirche mitleiten. Auch Markus Büchel, der Bischof von Sankt Gallen, hat sich ablehnend zur Instruktion aus Rom geäußert (Siehe Link).


Es geht dem Bischof von Sankt Gallen darum, dass ein «Seelsorgeteam» alles machen kann: die Arbeit verteilen, die Seelsorge organisieren und den Teamleiter wählen. Der Priester ist noch für die sakramentalen Vollzüge da und für rein Rechtliches, das man kirchenrechtlich nicht anders lösen kann. Faktisch arbeiten viele Priester längst unter einem Laien. Und daran will das Bistum Sankt Gallen festhalten. Die Stellungnahme aus Sankt Gallen steht auch im Zusammenhang mit älteren Weisungen von Bischof Markus Büchel für die Seelsorgeeinheiten sehen. Was dort in Nr. 3 und Nr. 4 steht, ist unvereinbar mit der Lehre der Kirche und natürlich auch mit der neuen Instruktion der Kleruskongregation. Passus Nr. 3 und Nr. 4 zeigen klar, dass der Boden der kirchlichen Lehre mit Segen des Bischofs von Sankt Gallen verlassen worden ist.

Einzig das Bistum Chur hat sich bisher positiv zur Instruktion aus Rom geäußert. Die Mitteilung im Wortlaut:

Das Bistum Chur fühlt sich durch die neue Instruktion bestätigt. Die vom Bistum 2010 erlassene Rahmenordnung für Seelsorgeräume entspricht bereits dem, was die Instruktion verlangt. Hauptverantwortung und Leitung wird nicht an ein Team delegiert, sondern vom Pfarrer (Siehe Link).

   Zur Umsetzbarkeit: Auf der praktisch-administrativen  Ebene wird der Seelsorgeraumpfarrer vom Seelsorgeraumassistenten entlastet. 2017 wurde von den deutschschweizer Diözesen eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Generalvikar Martin Grichting gebildet, welche den Lehrgang „Leitungsassistenz“ erarbeitet hat. Leitungsassistentinnen und -assistenten, die sich aus dem Bereich Pfarreisekretariat oder kirchlichen Quereinsteigern rekrutieren, sollen die organisatorisch stark geforderten Seelsorgeraumpfarrer entlasten. Dies dient der Umsetzbarkeit der theologischen und kirchenrechtlichen Vorgaben, welche das neue Direktorium macht. Der Lehrgang ist bereits erfolgreich gestartet (Siehe Link).

   

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. "Derselbe Polarstern"
  11. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  12. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  13. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  14. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz