Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  12. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  13. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  14. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

‚Planned Parenthood‘ entfernt Namen der rassistischen Gründerin Margaret Sanger von Klinik

27. Juli 2020 in Prolife, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Weltweit größte Abtreibungsorganisation gibt ‚Beitrag zum historischen reproduktiven Schaden in schwarzen Gemeinden‘ zu – Lebensschützer: Margaret Sangers rassistisches Vermächtnis setzt sich heute fort


New York (kath.net/LifeSiteNews.com) 
Planned Parenthood reagiert auf seine Weise auf die Black Lives Matter-Bewegung: Es entfernt den Namen der eigenen – rassistischen – Gründerin von der zentralen New Yorker Klinik. Die weltweit größte Abtreibungsorganisation des Gebietes Greater New York hat sich dabei öffentlich von Margaret Sanger distanziert, nachdem Vorwürfe wegen „systemischem Rassismus“ gegen Planned Parenthood laut geworden waren. Sanger gründete Planned Parenthood 1916, sie war eine Vorkämpferin für Verhütung, Eugenik und Abtreibung. 


Tatsächlich war gerade ihr Rassismus eine wichtige Triebfeder ihrer Aktivität. Die Abtreibungsorganisation selbst bestätigt: Sangers eugenische Ansichten „wurzeln in Rassismus, Ableismus und Klassismus“. (Ableismus bezeichnet die Bewertung von Menschen anhand ihrer Fähigkeiten, wodurch Menschen mit Behinderung abgewertet werden; Klassismus bewertet Menschen nach dem ihnen zugeschriebenen sozialen Status.) In einem privaten Brief 1939 schrieb sie: „Wir wollen nicht, dass sich herumspricht, dass wir die Negerbevölkerung ausrotten wollen.“ Man solle aber auch Menschen mit Krankheiten und Behinderungen durch Sterilisation und Segregation loswerden, da es „totes Gewicht menschlichen Abfalls“ sei. Bestimmte Menschen seien „Unkraut“, „sorglose Brüter“, „Schwachköpfe“ und „sich vermehrende Menschen, die nie hätten geboren werden sollen“, schrieb sie in ihrem Buch „Achse der Zivilisation“ (Pivot of Civilization). 


 

Planned Parenthood von Greater New York plant jetzt, seine Filiale in Manhattan, die lange Margaret Sangers Namen trug, neu zu benennen, wie die New York Times berichtet. Außerdem forderte die Organisation die Stadtverwaltung auf, ihren Namen von einem nahegelegenen Straßenschild zu entfernen. 

 

„Die Entfernung von Margaret Sangers Name von unserem Gebäude ist ein notwendiger und überfälliger Schritt, unser Vermächtnis ernst zu nehmen und Planned Parenthoods Beitrag zum historischen reproduktiven Schaden in farbigen Gemeinden anzuerkennen“ sagte Karen Seltzer, Vorsitzende des Leitungsgremiums der Klinik. 
Diese öffentliche Erklärung kommt, nachdem hunderte Mitarbeiter des New Yorker Zweiges Klagen wegen „systemischem Rassismus“, „missbräuchlichem Verhalten und finanzieller Vergehen“ erhoben hatten. 


Die nationale Planned Parenthood-Organisation ließ wissen, dass sie mit der Entscheidung ihrer New Yorker Filiale einverstanden ist. Ob auch der von ihr verliehene Margaret Sanger Award oder andere nach ihr benannte Einrichtungen umbenannt würden, blieb unerwähnt. 


Die nationale Organisation von Planned Parenthood kritisierte 2016 in einem Informationsblatt Sangers Entscheidung, 1926 mit Mitgliedern des Ku-Klux-Klans zu sprechen, um ihre Botschaft der Geburtenkontrolle zu verbreiten. Sie verurteilte auch Sangers Unterstützung einer Politik zur Sterilisierung von Menschen mit unbehandelbaren Behinderungen und zum Verbot von Einwanderern mit Behinderungen. 


Seit Jahren drängen führende Pro-Life-Vertreter bei der Trägerorganisation Smithsonian darauf, dass eine Sanger-Statue von einem Ehrenplatz in der National Portrait Gallery entfernt wird.


Und Planned Parenthood heute?

 

„Planned Parenthood kann ein Gebäude umbenennen, aber es kann seine eugenischen Wurzeln nicht weißwaschen“, sagt Ben Sasse, Senator von Nebraska. “Planned Parenthood kann versuchen, die rassistischen Tiraden seiner Gründerin zu vergessen, aber es kann der unleugbaren Tatsache sich ausweichen, dass es jedes Jahr mit einer gräßlichen Lüge hunderte Millionen Dollar macht, nämlich dass bestimmte Leben zur Disposition stehen, und dann darüber disponiert [im Engl. mit der Doppelbedeutung „und sie dann entsorgt“]. Abtreibung im großen Stil betreibt immer das Geschäft der Gewalt und Entmenschlichung.“ 


Seit der Legalisierung der Abtreibung in den USA 1973, wurden dort schätzungsweise 20 Millionen schwarze Babys abgetrieben. In New York City, wo Sanger ihre Abtreibungskette startete, weist die städtische „Gesundheits“statistik aus, dass jährlich mehr schwarze Babys abgetrieben als geboren werden. 


Auch heute kämpft Planned Parenthood gegen eine Gesetzgebung, die Ungeborene vor Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Rasse oder Behinderung schützt. Darauf weist Marjorie Dannenfelser hin, Präsidentin der „Susan B. Anthony List“, einer amerikanischen politischen Organisation zur Förderung von Pro-Life-Frauen in der Politik. Sie fordert Planned Parenthood auf, sich nicht nur von ihrer Gründerin, sondern auch von seinen eigenen aktuellen rassistischen und eugenischen Praktiken zu distanzieren. 


„Der nächste Schritt für Planned Parenthood ist, anzuerkennen, dass Margaret Sangers rassistisches Vermächtnis sich heute fortsetzt, da Abtreibung nach wie vor überproportional Gemeinden von Minderheiten betrifft, besonders die schwarzen Gemeinden.“ Sie forderte auch Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses, sowie Hillary Clinton auf, sich zu distanzieren und sofort ihre Planned Parenthood Margaret Sanger Awards zurückzugeben. 


Heute sagen Verantwortliche von Planned Parenthood öffentlich, dass "jeder Grund für eine Abtreibung ein triftiger Grund ist", einschließlich die Selektion nach Geschlecht, die Rasse und Behinderungen wie Down-Syndrom. Im vergangenen Jahr meldete Planned Parenthood mehr als 345.000 Abtreibungen, eine Rekordzahl, obwohl insgesamt weniger Patienten behandelt wurden. 
 

Foto: Symbolfoto

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensschutz

  1. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt
  2. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  3. Marsch für das Leben/Warschau: rund 40.000 Teilnehmer!
  4. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  5. ALfA: Antrag zur „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen“ verfehlt wirkliche Hilfe für Frauen

Pro-Life

  1. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  2. Trump: Jeder Mensch vom „allmächtigen Gott“ mit einem unveräußerlichen Recht auf Leben ausgestattet!
  3. "Wir müssen jedes Leben schützen"
  4. Trump begnadigt 23 Lebensschützer – „Es ist eine große Ehre, dies zu unterzeichnen“
  5. Mit allen Mitteln gegen das Recht auf Leben

Rassismus

  1. Schwarze Pro-Life-Aktivisten empört über Umbenennung der Planned Parenthood-Klinik
  2. „Black Lives Matter“ fordert Auflösung der Kernfamilie
  3. „Lehre des Evangeliums ist unvereinbar mit rassistischen Ideologien“
  4. „Der amerikanische Rassismus kann ohne Gott nicht gelöst werden“
  5. „Rassismus ist ein direkter Widerspruch zu Gott“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Das Ende von Maria 2.0“
  3. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  4. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  9. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  10. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  11. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  12. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  13. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  14. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  15. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz