Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Bruder Marx', bleib in München!
  2. "Damit stellen Sie sich aber gegen Rom!"
  3. Das Seminar als Familie von Nazareth und rigide Perversionen
  4. Papst Franziskus wird Ministerpräsidenten Orbán treffen!
  5. "Kardinal Woelki steht unter dem Kreuz, während andere sich entfernen"
  6. Ein Rücktritt als Kampfmittel?
  7. '.... gut, dass ich nicht so bin wie andere!'
  8. „'An totem Punkt': Kardinal Marx urteilt über die Kirche?“
  9. Dubium: „Liegt ein Schisma im Sinne des can. 751 vor?“
  10. Modehaus-Kette C&A mit eigener ‚Pride-Kollektion’ im LGBT-Monat Juni
  11. Die Visitatoren sind im Erzbistum Köln eingetroffen: Bischöfe Arborelius und van den Hende
  12. Belarus: Orthodoxe Kirche setzt regimekritischen Erzbischof ab
  13. Kardinal Kasper formuliert Grundsatzkritik am „Synodalen Weg“!
  14. Nicht angenommener Marx-Rücktritt: Theologe Hoff ist 'fassungslos'
  15. Schulschließungen waren falsch!

Bischof Alois Schwarz weiht zwei neue Ordens-Diakone

6. Juli 2020 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Diakonenweihe bei den Servi Jesu et Mariae: "Nicht gegen Kontaktbeschränkung verstießen die Kandidaten, als sie sich in das 'Netz des Gebets' fallen ließen, das die Gläubigen knüpften – im geistigen Sinn während Prostratio und Allerheiligenlitanei"


Blindenmarkt (kath.net/pm) Unter Anteilnahme von knapp 200 Gläubigen hat Bischof Dr. Alois Schwarz am Samstag zwei Ordensleute in Blindenmarkt zu Diakonen geweiht. Es war ein ermutigendes Zeichen sowohl für die Pfarre St. Anna, als auch für die Gäste aus dem Bekanntenkreis der Weihekandidaten, dass in Coronazeiten zumindest so viele Mitfeiernde teilnehmen durften. Nach den Einschränkungen der letzten Wochen war wieder spürbar: Die Kirche ist lebendig. Auch heute sind junge Männer bereit, sich mit ihrer ganzen Existenz in den Dienst Gottes und ihrer Mitmenschen zu stellen.

 

Eine Priester- und Diakonenweihe ist immer etwas Besonderes. In Zeiten einer Pandemie noch mehr. Ursprünglich sollte die Weihe von Florian Bauer (29 Jahre) und Stephan Waxenberger (27 Jahre) im März stattfinden, direkt in der Zeit des Ausbruchs der Pandemie. Selbst der 4. Juli als Ersatztermin war lange Zeit ungewiss. Aber dank der Bereitschaft von Bischof Schwarz konnten die beiden Kandidaten, die zur Ordensgemeinschaft der Diener Jesu und Mariens (SJM) gehören, am vergangenen Samstag die Weihe empfangen.

 

Für viele Teilnehmer war es nach monatelangen liturgischen Einschränkungen das erste Mal, wieder eine Messe mit Weihrauch, Weihwasser und Kirchenchor zu erleben. Dass es keinen Friedensgruß gab, war zu verschmerzen – stattdessen schlug Bischof Schwarz einen „Friedensblick“ vor. Blickkontakt geht schließlich coronakonform. Der 1-Meter-Abstand wurde in der Kirche strikt eingehalten, mit Ausnahme bei der herzlichen Umarmung, die der Bischof den beiden neugeweihten Diakonen schenkte, und die sie ihrerseits – ermutigt durch ein Schmunzeln des Bischofs – mit ihrer eigenen Familie teilten.


 

Nicht gegen die Kontaktbeschränkung verstießen die Weihekandidaten, als sie sich in das „Netz des Gebets“ fallen ließen, das die Gläubigen knüpften – im geistigen Sinn, versteht sich: Während die Kandidaten ausgestreckt auf dem Boden lagen, sangen alle Anwesenden die Allerheiligenlitanei. Denn als Diakon – so Bischof Schwarz – muss man getragen sein von der Fürbitte des gläubigen Volkes und aller Heiligen.

 

In seiner Predigt verdeutlichte der Bischof mit verschiedenen Bildern das Wesen der Diakonenweihe. Durch den Empfang des Sakramentes wird das Leben der Diakone selbst zum „Sakrament“, zu einem „heiligen Zeichen“, das in der Welt das Wirken Gottes sichtbar machen soll. Das ganze Leben des Diakons soll Zeugnis sein für die „Lebenshingabe Gottes“ an den Menschen. Diakonsein und Priestersein lässt sich darum nicht auf eine Reihe von Funktionen innerhalb der Gemeinde reduzieren. Funktionen könnte man aufteilen – er macht dieses und sie macht jenes. „Damit kommen wir in der Kirche nicht weiter.“ Denn wie das Muttersein nicht teilbar ist, so ist auch das Diakonsein eine ganzheitliche Lebensform. Nur aus dieser Perspektive wird auch der Zölibat verständlich, der ein Zeugnis ist für eine Lebenshingabe, die im Himmel vollendet wird.

 

P. Paul Schindele, der Generalobere der Ordensgemeinschaft, bekräftigte im Schlusswort seinen Dank an den Bischof, der trotz aller Unwägbarkeiten die Weihe zugesagt hatte. Nach dem gemeinsamen Mittagessen aller Gäste zusammen mit dem Bischof fand am Nachmittag eine Dankandacht in der Blindenmarkter Pfarrkirche statt.

 

Diakon Stephan Waxenberger wird in seiner Zeit als Diakon Dienste in der Pfarre Blindenmarkt übernehmen. Diakon Florian Bauer wird zukünftig im Geistlichen Zentrum “Haus Assen” in Deutschland tätig sein. Beide werden am 7. Mai 2021 im Stift St. Florian für die Gemeinschaft der SJM durch Erzbischof Georg Gänswein zu Priestern geweiht.

 

Wer sind die "Diener Jesu und Mariens"?

 

Die Gemeinschaft der Diener Jesu und Mariens (lat. "Servi Jesu et Mariae" - SJM) ist eine Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche. Ihr Selbstverständnis: Menschen für Jesus Christus begeistern und auf ihrem Glaubensweg begleiten. Die Gemeinschaft wurde 1988 gegründet und 1994 von der Kirche als Kongregation päpstlichen Rechts anerkannt. Das Kloster Auhof in Blindenmarkt ist der Hauptsitz des Ordens. Vertreten ist die Gemeinschaft in Österreich, Deutschland, Frankreich, Belgien und Kasachstan. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Tätigkeiten liegt auf der Jugendarbeit.

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Orden

  1. Sie diente der Kirche - Mutter Julia Verhaeghe
  2. Mosambik: Vermisste Ordensfrauen und Gläubige „gesund und sicher“ zurück
  3. Mosambik: Ordensfrauen und Gemeindemitglieder nach Angriff vermisst
  4. Heimatgefühle in einer fremden Großstadt
  5. Pakistan zeichnet an Covid-19 verstorbene Ordensfrau aus
  6. Der Hl. Bruno – ein fast vergessener Sohn des „hilligen Köln“?
  7. #Corona: Spanische Dominikanerinnen tanzen weltliches Ermutigungslied
  8. Abt in Quarantäne: "Möglichstes tun, um niemanden anzustecken"
  9. Papst zu Legionären Christi: Weg der Erneuerung fortsetzen
  10. Kurienkardinal: Manche Ex-Nonnen landeten in Prostitution








Top-15

meist-gelesen

  1. 'Bruder Marx', bleib in München!
  2. '.... gut, dass ich nicht so bin wie andere!'
  3. Die Christuserscheinungen von Sievernich dauern an
  4. "Damit stellen Sie sich aber gegen Rom!"
  5. „'An totem Punkt': Kardinal Marx urteilt über die Kirche?“
  6. "Kardinal Woelki steht unter dem Kreuz, während andere sich entfernen"
  7. Dubium: „Liegt ein Schisma im Sinne des can. 751 vor?“
  8. Nicht angenommener Marx-Rücktritt: Theologe Hoff ist 'fassungslos'
  9. "Das widerspricht dem Sinn eines geistlichen Amtes für das Heil der Menschen"
  10. R.I.P. Philipp Mickenbecker - "Alle, die ihre Hoffnung auf den Herrn setzen kriegen neue Kraft"
  11. Kardinal Kasper formuliert Grundsatzkritik am „Synodalen Weg“!
  12. Papst Franziskus wird Ministerpräsidenten Orbán treffen!
  13. Ein Rücktritt als Kampfmittel?
  14. Bistum Basel: Kleruskongregation hebt ungerechtfertigte Entlassung eines Priesters auf
  15. Aufbruch zum geistigen Kampf

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz