Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Tantum ergo Sacramentum
  3. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  4. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  7. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  8. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  9. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei

Indische Christen protestieren öffentlich gegen Gewalt

20. November 2019 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Gewalt habe "alarmierende" Ausmaße erreicht, so eine der Aussagen der Christen - Minister überraschte für Minderheiten mit der Behauptung, Indien sei "ein Himmel für religiöse Minderheiten"


Wien (kath.net/Open Doors) Einschränkung christlicher Aktivitäten versus hinduistische Bekehrungskampagne: Aus dem ganzen Land und allen Denominationen kamen Christen in der Hauptstadt Delhi zusammen, um am 30. Oktober gegen die wachsende Gewalt gegen Christen ihre Stimme zu erheben. In einer an den indischen Innenminister, Amit Shah, gerichteten Denkschrift forderten sie die Regierung dazu auf, von Plänen zur Einführung eines landesweiten Anti-Bekehrungs-Gesetzes abzulassen. Ein solches Gesetz wurde bisher in acht indischen Bundesstaaten verabschiedet und wird immer wieder - hauptsächlich von extremistischen Hindus - dazu missbraucht, Christen unter Druck zu setzen. Christen werden fälschlich beschuldigt, andere Menschen mit Lebensmitteln, Geld und Bildungsaussichten zu locken und so mit unlauteren Mitteln zum Glaubenswechsel zu bewegen.


Hinduistische Bekehrungskampagne
Während Christen also weitere Einschränkungen drohen hinsichtlich der Möglichkeiten, anderen von ihrem Glauben zu erzählen, hielten hinduistische Gruppen zehn Tage vor der Demonstration eine großangelegte Bekehrungs-Veranstaltung im südöstlichen Bundesstaat Andhra Pradesh ab. Das Event, bei dem angeblich 500 Dalits und Angehörige von Stammesgruppen zum Hinduismus zurückkehrten, ist Teil der sogenannten "Ghar-Wapsi"-Kampagne, durch die ganz Indien zum Hinduismus "heimgebracht" werden soll.

Indien als "ein Vorbild von Einheit in Vielfalt"?
Am selben Tag, an dem die Demonstrationen stattfanden, berichtete die indische Tageszeitung "Deccan Herald" von einem Treffen zwischen dem indischen Minister für Minderheiten, Mukhtar Abbas Naqvi, und dem US-Botschafter für Religionsfreiheit, Samuel Brownback, der mit einer Delegation angereist war. Dabei äußerte Naqvi, gemeinschaftliche Harmonie und Toleranz gehörten zur DNA der Mehrheit der indischen Bevölkerung und die verfassungsgemäßen, sozialen und religiösen Grundrechte von Minderheiten seien vollkommen gesichert. Zudem stellte der Minister seinen Besuchern verschiedene Programme der indischen Regierung zur Unterstützung von Minderheiten vor und nannte sein Land "ein Vorbild von Einheit in Vielfalt für die ganze Welt".
Ein anderes Bild zeigt der Weltverfolgungsindex von Open Doors, auf dem Indien derzeit Platz 10 einnimmt - damit wird es unter die zehn Länder gezählt, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Immer aggressiver fordern Hindu-Nationalisten einen rein hinduistischen Staat, in dem religiöse Minderheiten keinen Platz haben. Hindu-Extremisten und aufgestachelte Mobs verüben gewalttätige Angriffe auf Christen, ohne dafür von den Behörden belangt zu werden.

Symbolbild: Archivfoto


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  2. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  3. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  4. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  5. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  6. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  7. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  8. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  9. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  10. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“







Top-15

meist-gelesen

  1. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  2. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  3. Fünf Jahre seit der Seligsprechung von Kardinal Wyszyński: „Wer hasst, hat schon verloren“
  4. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  5. Papst feiert Namenstag: Feiertag im Vatikan
  6. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf
  7. Vatikan wirbt für Religionsdialog - Eine Islamfeindlichkeit im Westen?
  8. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  9. US-Bischof Burbidge: „Die Kirche verkündet mutig ihr ‚Ja!‘ zum Schutz der Ungeborenen“
  10. Der Mensch vor dem Algorithmus - Die Würde vor dem System
  11. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  12. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  13. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  14. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  15. Slowakei: Aufrufe zu Lebensschutz und Dialog bei Nationalwallfahrt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz