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„Ich hoffe, McCarrick missbraucht in Kansas keine Kinder“

5. September 2019 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
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James Grein, Missbrauchsopfer des laisierten Skandal-Kardinals, reagiert auf das McCarrick-Interview – Greins Anwalt: „Polizei von Kansas sollte Kardinal McCarrick sehr genau beobachten“


Topeka (kath.net/pl) „Ich hoffe, McCarrick missbraucht in Kansas keine Kinder und Erwachsene.“ Der inzwischen laisierte frühere Kardinal Theodore McCarrick streite noch immer mit denselben Redewendungen alles ab, „die er auch mir gesagt hat: ‚Wer wird dir jemals glauben?‘“. Das schreibt das Opfer sexuellen Missbrauch, James Grein, via soziale Medien in Reaktion auf das jüngste Interview McCarricks, wie „LifeSiteNews“ berichtete. Grein war seit seinem 11. Lebensjahr von McCarrick missbraucht worden, als dieser zunächst Diözesanpriester, dann Weihbischof und Bischof gewesen war. Grein schilderte in seinen Aussagen, dass er sogar während seiner Beichten von McCarrick befummelt wurde, kath.net hat berichtet. Die Aussagen von Grein werden als so glaubhaft eingestuft, dass sie zu den Vorwürfen gehören, auf deren Grundlage der Vatikan den früheren hochrangigen Kirchenmann laisiert wurde.


Greins Anwalt Mitchell Garabedian, ein international anerkannter Anwalt in Fällen von sexuellem Missbrauch – bestätigte gegenüber „LifeSiteNews“ die Bedenken seines Klienten und sagte: „Kardinal McCarricks umfassender sexueller Missbrauch von Kindern ist ein Symbol für den sexuellen Missbrauch, der in der katholischen Kirche existierte und existiert. Die Tiefe und das Ausmaß des sexuellen Missbrauchs sind unendlich und die Ablehnung, obwohl nicht glaubhaft, geht weiter.“

Garabedian forderte: „Es ist an der Zeit, dass Papst Franziskus einen Kommentar abgibt, der klarstellt, wie Kardinal McCarrick und andere hochrangige Beamte der katholischen Kirche im Laufe der Jahrzehnte unschuldige Kinder auf pauschale Weise sexuell missbrauchen durften“. erklärte der Anwalt.

Außerdem warnte der Anwalt: „Weil Kardinal McCarrick in Kansas ist, sind die Kinder von Kansas gefährdet. Die Polizei sollte Kardinal McCarrick sehr genau beobachten“. Garabedian verwies auf einen anderen Fall eines klerikalen Missbrauchstäters, jener Pater hatte sogar noch im Altersheim Kinder sexuell missbraucht.


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Lesermeinungen

 Lämmchen 6. September 2019 
 

@Doda

ich glaube, das reden Sie an Weinberg vorbei, m. E. sind Sie einer Ansicht.
Worauf Weinberg hinweist ist das Faktum, dass z. B. eine homosexuelle Leitung eines Priesterseminares keine Probleme hat, homosexuelle Kandidaten abzulehnen - im Gegenteil.
Mir scheint, die Kandidaten wissen sehr genau, dass sie z. B. in Augsburg nicht geweiht werden, dafür dann in eine Nachbardiözese gehen.

Dafür haben es glaubenstreue Kandidaten nicht leicht. Mir haben schon mehrfach glaubhaft solche Kandidaten berichtet, dass es besser ist, sich vor der Weihe "bedeckt" zu halten.
Die Seminarleitungen haben große Macht in der Selektion. Diese geben auch Empfehlungen für Kandidaten für die Promotion oder Lizenziatsstudium ab (was in den meisten Diözesen in Deutschland ja für eine Bischofsweihe vorausgesetzt wird/wurde). M. W. geben sich auch regelmäßig über mögliche Bischofskandidaten Empfehlungen ab.
Die können also sehr wohl großen Einfluss nehmen, vor allem, wenn sie vom Bischof ganz freie Hand haben.


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 doda 6. September 2019 

Und @Weinberg

Ihre Behauptung zieht auch nicht, da die meisten sexuellen Missbräuche im familiären Umfeld begangen werden und dort nix und niemals was mit dem Zölibat zu tun haben.


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 doda 6. September 2019 

@Weinberg, das ist lediglich Ihre Behauptung

"Wenn für das Priesteramt ganz gezielt und bevorzugt Kandidaten angeworben werden, die sich nicht für Frauen interessieren"
Das ist eindeutig nicht! Voraussetzung der göttlichen Berufung zum zölibatären Priestertum der Kirche.
Gott ruft ehefähige Männer in das Priesteramt und schenkt ihnen zugleich die Berufung zum Zölibat.
Es sind Männer berufen, die um des eschatologischen Zeichens auf das Himmelreich Willen freiwillig auf eine Ehe verzichten.
Daher ist lehramtlich erklärt worden, dass nur ehefähige Männer geweiht werden dürfen.
Dass dieser lehramtlichen Bestimmung zuwidergehandelt wird, richtet großen Schaden in der Kirche an.


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 Weinberg 5. September 2019 
 

Der Zölibat hat den Klerus homosexualisiert

Wenn für das Priesteramt ganz gezielt und bevorzugt Kandidaten angeworben werden, die sich nicht für Frauen interessieren, dann braucht sich niemand darüber zu wundern, wenn diese jungen Männer andere sexuelle Vorlieben haben.

Der Zölibat an sich macht niemanden schwul, und doch spielt er als Auslese-Instrument eine gravierende Rolle als Grundlage für den hohen Homosexuellen-Anteil in den Priesterseminaren und im Klerus generell.

Der greise Theodore McCarrick mit seinem ehemals munteren Sexualleben stellt kein aktuelles Problem dar. Das Exempel, das an McCarrick statuiert wurde - per Dekret ohne weltlichen Prozess und ohne kirchlichen Prozess - dient nur der Beschwichtigung und als Ablenkungsmanöver vom eigenen Skandal: der Macht der Homosexuellen-Lobby in der Kirche. Das Problem ist nicht der alte Ex-Kardinal, sondern die ehemaligen homosexuellen Seminaristen, die heute den Ton angeben als Pfarrer, Regenten und (Weih-)Bischöfe.


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 Sebi1983 5. September 2019 
 

@Adamo und @Zeitblick

@Adamo: Nicht nur im Priesterseminar.

@Zeitblick: Ich fürchte, dass für eine juristische Verurteilung gesetzliche Verjährungsfristen greifen. Aber ich bin kein Experte im US-amerikanischen Rechtssystem.


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 zeitblick 5. September 2019 

Widerlich

Schon sehr widerlich und das viele Schweigen seiner Amtskollegen zu diesem Skandal dazu auch!
Er gehört ins Gefängnis!


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 Adamo 5. September 2019 
 

Die homosexuelle Praxis

in Priesterseminaren ist eine Todsünde.
Weshalb sagt das niemand?


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 Andrzej123 5. September 2019 
 

McCarrick fühlt sich ungerecht behandelt,

da doch so viele im Klerus praktizierende Homosexuelle sind.
Er wurde aufgrund der "credible accusations" von James Grein ua in der New York Times bzgl dessen Missbrauchs als Minderjähriger laisiert.
Und zwar ohne Prozeß, einfach per Dekret.
Ein kanonischer Prozess wurde offenkundig genau deshalb nicht durchgeführt, um die homosexuelle Praxis von McCarrick (uvam), die in einem Prozess hätte zur Sprache kommen können, zu verdecken.
Diese homosexuelle Praxis in Priesterseminaren ist jedoch nicht zu akzeptieren, u. zwar auch dann nicht, wenn keine direkt strafrechtlichen Vorgänge vorliegen. Die Fokussierung auf die Missbrauchsthematik dient den LGBT Aktivisten in der Kirche dazu, das Phänomen der Homosexualität im Klerus in den Hintergrund zu rücken bzw als vergleichsweise akzeptabel zu verharmlosen.
Ein stolz (pride) praktizierender Homosexueller lebt auf einem anderen (nichtchristlichen) Stern. Die Schafe verlassen den Stall, wenn sich diese Leute zu Priestern u. Predigern aufspielen.


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 nazareth 5. September 2019 
 

Maranatha!

Mit diesen Problemen umzugehen, den Sünden und den Sündern fällt der Kirche (Gott sei Dank) schwer. Bis zum beginnenden Skandaljahr "dem Jahr der Priester", war der Fokus weitgehend innerkirchlich noch auf Ehrfurcht vor dem Zölibat und dem geweihten Leben, Blickrichtung Heiligkeit, Ewigkeit und Kirche als Seligmachende gerichtet.Ich finde es sehr schwierig, die christliche Haltung des Verurteilens und Ablehnens der Sünde zu leben, bei gleichzeitigem Erbarmen mit den Sündern die sie begehen. Sie "wegsperren" und sein Entsetzen verarbeiten und gleichzeitig jenen größte Hochachtung zu zollen, die diesen Weg aus der Gnade heraus konsequent für sich, für uns alle und unser aller Heil gehen. Einen nicht reumütigen Sünder in seiner Krankheit versumpft zu lieben ist wie Aussatz umarmen. Eine echte Herausforderung. Guter Gott, bitte erleuchte mit deinem Hl. Geist deine hl. Kirche! Schenke uns bitte Heiligkeit und wieder so gesegnet viele große Heilige wie im vergangenen Jahrhundert! Maranatha!


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