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Orthodoxe Kirche lehnt Papstbesuch in Russland ab

9. Juni 2019 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Metropolit Hilarion: "In unserer Kirche sind viele Bischöfe, Priester und Gläubige nicht dazu bereit, ihn zu empfangen"


Lausanne (kath.net/KAP) Russlands orthodoxe Kirche hat erneut Nein zu einem möglichen Besuch von Papst Franziskus gesagt. Eine Russlandreise des Oberhaupts der katholischen Kirche stehe "momentan nicht auf der Agenda der bilateralen Beziehungen", erklärte der Außenamtschef des orthodoxen Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion (Foto), in einem Interview des Schweizer Portals "cath.ch". "In unserer Kirche sind viele Bischöfe, Priester und Gläubige nicht dazu bereit, ihn zu empfangen."


Das Moskauer Patriarchat wolle nicht, dass sich "durch solche Stimmungen" das Verhältnis zwischen beiden Kirchen verschlechtere, so Hilarion. "Wir ziehen es vor, langsam vorzugehen, ohne plötzliche Schritte." Die Beziehungen sind laut dem Metropoliten auf einem "positiven" Weg.

Die russische Nachrichtenagentur Tass hatte berichtet, Franziskus wolle Russland besuchen. Bislang kam noch nie ein Papst in das Land. Anfang 2016 befürworteten drei von vier Russen in einer Umfrage einen Besuch des katholischen Kirchenoberhaupts in ihrem Land. Die russisch-orthodoxe Kirche betonte jedoch stets, die Zeit sei noch nicht reif dafür.

Franziskus empfängt Russlands Präsident Wladimir Putin am 4. Juli im Vatikan. Das bestätigte Vatikansprecher Alessandro Gisotti am Donnerstag gegenüber Journalisten.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Makkabäer 11. Juni 2019 
 

Auf Gedeih und Verderb

Die russisch orthodoxe Kirche hat sich immer auf Gedeih aber eben auch auf Verderb den staatlichen Autoritäten ausgeliefert. Spätestens nach Putins Abgang (früher od. später, aber ganz sicher) wird es ein böses Erwachen geben.


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 pjka 10. Juni 2019 

Jesus ging vor allem zu den Sündern

Wie kann ein Christ den Besuch eines anderen Christen nicht wollen? Wer nicht dazu "bereit" ist hat wesentliche Kernaussagen des Glaubens nicht verstanden. Wir sind alle Gottes Kinder, Ablehnung hat da keinen Platz - schon garkeine grundsätzliche. Es ist vermutlich die Angst vor der Wahrheit.


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