Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was eine Messe wiegt
  11. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  12. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  13. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt

Indische Christen nach Wahlsieg von Hindupartei alarmiert

30. Mai 2019 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Hilfswerk "Kirche in Not": Wahlerfolg der BJP-Partei "ein Grund für Frustration und Angst für die Minderheiten" - Erzbischof fordert Ende der Gewalt hinduextremer "Kuhrächer".


Neu-Delhi/Wien (kath.net/ KAP)
Mit Sorge blicken indische Christen nach dem deutlichen Wahlsieg der hindunationalistischen "Indischen Volkspartei" (BJP) von Premierminister Narendra Modi auf die Lage im Land. Während Bombays Erzbischof Kardinal Oswald Gracias Modi offiziell zum Wahlsieg gratulierte und versicherte, dass die Kirche mit der Regierung für ein "starkes und inklusives Indien" zusammenarbeiten werde, forderte der Sekretär des Büros für Dalits der Indischen Bischofskonferenz, Devasagayaraj Zackarias, den Premier auf, "die Rechte der christlichen Dalits anzuerkennen, beginnend mit dem Recht auf Religionsfreiheit". Modi müssen zudem auf die Hindutva-Agenda (hinduistischer Nationalismus) verzichten, "die die Nation auf religiöser Basis polarisiert", so Zackarias nach Angaben des Missionspressediensts "Fides".

Das internationale katholische Hilfswerk "Kirche in Not" in Wien zitiert am Mittwoch in einer Pressemitteilung örtliche kirchliche Quellen, die aus Sicherheitsgründen anonym bleiben wollten, wonach der Sieg der BJP "ein Grund für Frustration und Angst für die Minderheiten in Indien" sei. Der Wahlerfolg der Hindu-Nationalisten versetze die Christen in Alarmzustand: "Die vergangenen fünf Jahre waren bereits voller Angst und wir fragen uns, wie die Zukunft aussehen wird."


Sorge herrsche laut "Kirche in Not" nicht nur wegen der befürchteten weiteren Ausbreitung des Hindu-Nationalismus und religiösen Diskriminierungen von Christen wie auch Muslimen in Indien. Auch die wirtschaftliche Situation des Landes sei schlecht und "die Armen ärmer als je zuvor".

Gewalt hinduextremer "Kuhrächer" beenden

Der katholische Erzbischof von Bhopal forderte am Mittwoch konkret ein Ende der Gewalt der hinduextremistischen "Kuhrächer" gegen religiöse Minderheiten. "Diese Brutalität ist in einer zivilisierten Gesellschaft nicht akzeptabel", sagte Erzbischof Leo Cornelio dem katholischen Pressedienst "Ucanews". "Es ist höchste Zeit, dass die Regierung strikte Maßnahmen gegen die Kuhrächer ergreift, die das Gesetz in die eigene Hand nehmen", so der Erzbischof der Hauptstadt von Madhya Pradesh.

Anlass war ein neuerlicher Angriff von Kuhrächern im Bundesstaat Madhya Pradesh auf zwei Muslime und einen Hindu, denen der Transport von Rindfleisch vorgeworfen wurde. Kühe gelten im Hinduismus als heilige Tiere. Die Hinduextremisten hatten die beiden Männer und eine Frau mit Stöcken verprügelt.

Madhya Pradesh, das seit der Regionalwahl im Dezember 2018 von der säkularen Kongresspartei regiert wird, gehört zu den 24 der 29 indischen Bundesstaaten, in denen das Schlachten von Kühen sowie der Handel mit Rindfleisch aus religiösen Gründen gesetzlich verboten ist.

Die Gewalt der Kuhrächer gegen Muslime und in einem geringeren Ausmaß gegen Christen hat seit dem Amtsantritt der Modi-Regierung 2014 deutlich zugenommen. Mindestens 28 Menschen wurden bisher von Kuhrächern getötet. Bürgerrechtler befürchten, die Wiederwahl Modis und der hindunationalistischen BJP könnte die Kuhrächer ermutigen, ihre Angriffe auf religiöse Minderheiten zu verstärken. "Wenn die obersten Führer der Hindupartei nicht gegen solche Elemente vorgehen, wird das weitergehen", sagte der Bürgerrechtler Christian Prabhakar Tirkey gegenüber "Ucanews".

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Indien

  1. Mainz: Pater Joshy Pottackal O.Carm. wurde zum Weihbischof geweiht
  2. Indiens katholische Bischöfe fordern Aufhebung religionsfeindlicher Gesetze
  3. Mögliches eucharistisches Wunder in Indien
  4. Indien: Junge Ordensfrau nach Konversionsvorwürfen in Haft
  5. Indien: Kritik an Behörden wegen anhaltender Gewalt gegen Christen
  6. Indische Regierung hebt Spendenverbot für Mutter-Teresa-Schwestern auf
  7. Mehrere christenfeindliche Übergriffe an Weihnachten
  8. Indien: „Die Pandemie lehrt uns, dass wir gemeinsam kämpfen müssen, wenn wir überleben wollen“
  9. Corona-Hilferuf aus Indien: „Das ganze System bricht erbärmlich zusammen“
  10. Geschlechtsspezifische Abtreibung in Indien: Jedes Jahr werden mehr Jungen als Mädchen geboren







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  3. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  4. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  5. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  6. Was auch immer Synodalität sein soll
  7. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  8. Europa „entseuchen“?
  9. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  10. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  11. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  12. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  13. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  14. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz